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Speicher für K8s & Co. Was ist Container-native Storage?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

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Container-native Storage ist eine für containerisierte Umgebungen entwickelte Speicherlösung, die diesen Umgebungen persistenten Speicher bereitstellt. Die Speicherlösung bietet tiefe Integration in Orchestrierungsplattformen wie Kubernetes und ermöglicht die Realisierung zustandsbehafteter Anwendungen und Services.

Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.(Bild:  © aga7ta - Fotolia)
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - Fotolia)

Container-native Storage gehört zur Kategorie Cloud-nativer Speicher. Es handelt sich um eine Speicherlösung, die speziell für Container-Umgebungen und containerisierte Anwendungen entwickelt und optimiert wurde.

Container-native Storage stellt den Umgebungen und Anwendungen persistenten Speicher zur Verfügung, womit sich trotz des grundsätzlich zustandslosen und kurzlebigen Designs von Containern zustandsbehaftete Anwendungen und Services realisieren lassen. Die Container-native Speicherlösung ist nahtlos und tief in Container-Orchestrierungsplattformen und -systeme wie Kubernetes (K8s) integriert.

Realisiert ist Container-native Storage als Software-Defined Data-Storage, der sich direkt aus den Container-Systemen heraus ansprechen lässt und im Hintergrund mit unterschiedlichen Storage-Backends verbunden sein kann. Container-native Storage ist sowohl in Form von Open-Source-basierten als auch proprietären, kommerziellen Lösungen verfügbar.

Abgrenzung der Begriffe Container-native Storage und Cloud-native Storage

Die beiden Begriffe Cloud-native Storage und Container-native Storage werden häufig synonym verwendet. Allerdings lassen sie sich bei etwas genauerer Betrachtung durchaus voneinander abgrenzen. Cloud-nativer Speicher ist quasi der Überbegriff und Container-native Storage eine Unterkategorie davon. Grundsätzlich ist der Begriff Cloud-native Storage weiter gefasst, da eine breite Palette an Cloud-Workloads unterstützt wird. Die Cloud-Workloads können containerisiert oder nicht containerisiert realisiert sein. Es werden unterschiedliche Cloud-Architekturen und -Technologien unterstützt.

Container-native Storage hingegen ist auf die Bereitstellung von persistentem Speicher für Container-Umgebungen und containerisierte Anwendungen ausgerichtet. Es besteht grundsätzlich eine enge Verzahnung mit Funktionen und APIs von Container-Orchestrierungssystemen wie Kubernetes.

Merkmale von Container-native Storage

Einem Container-native Storage liegen die üblichen Speichertechnologien wie Festplatten oder Flash-basierte Speicher zugrunde. Der persistente Speicher wird virtualisiert und in einem Software-definierten Pool organisiert. Aus diesem Pool heraus erfolgen die Integration in Container-Orchestrierungsplattformen wie Kubernetes und die Bereitstellung zum Beispiel in Form von Volumes oder Speicherobjekten für die verschiedenen Container. Die Verwaltung und Zuteilung des Storage erfolgt über die Orchestrierungssysteme und entsprechende APIs und Funktionen. Der Speicher ist persistent und bleibt auch nach einem Neustart oder einer Verlagerung eines Containers erhalten. Über verteilte Architekturen und Replikationsmechanismen lassen sich hohe Verfügbarkeiten und Performance erreichen.

Typische Anwendungen von Container-native Storage

Container-native Storage als wichtiger Bestandteil von containerisierten Umgebungen und Anwendungen bietet zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten. Es lassen sich zustandsbehaftete Anwendungen und Services realisieren. Typische Anwendungsbereiche sind containerisierte Datenbanklösungen, containerisierte Datenverarbeitungs- und -analyseplattformen beispielsweise im Big-Data-Umfeld, Microservice-Architekturen, Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz, containerisiertes High-Performance Computing (HPC) und vieles mehr.

Vorteile von Container-native Storage

Durch den Einsatz von Container-native Storage ergeben sich einige Vorteile. Zu diesen zählen:

  • optimal für moderne, containerisierte Anwendungen und ihre speziellen Anforderungen geeignet,
  • Realisierung von zustandsbehafteten Anwendungen und Services in flüchtigen Container-Umgebungen,
  • tiefe Integration in Container-Orchestrierungssysteme wie Kubernetes,
  • hoher Automatisierungsgrad möglich,
  • strikte Isolation der Container-Volumes,
  • einfach und schnell zu skalieren,
  • dynamische, agile Bereitstellung und Zuweisung von Speicherressourcen,
  • hohe Verfügbarkeit und Performance realisierbar,
  • einfaches Datenmanagement und effiziente Verwaltung der Speicherressourcen,
  • hohe Flexibilität und Portabilität der Bereitstellung über verschiedene Cloud-Umgebungen und Cloud-Anbieter hinweg.

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