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Vollständigkeit, Konsistenz, logische Korrektheit, Verlässlichkeit und Genauigkeit Was ist Datenintegrität?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

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Datenintegrität bedeutet, dass Daten über ihren gesamten Lebenszyklus vollständig, konsistent, logisch korrekt, verlässlich und genau vorliegen. Zur Sicherstellung dieser Integrität werden Maßnahmen ergriffen, die verhindern, dass Daten während der Verarbeitung, der Übertragung oder des gespeicherten Ruhezustands unautorisiert verändert oder beschädigt werden. Neben der Verfügbarkeit und der Vertraulichkeit ist die Integrität von Daten eines der drei Ziele der Informationssicherheit.

Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.(Bild:  © aga7ta - Fotolia)
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - Fotolia)

Der Begriff Datenintegrität leitet sich vom lateinischen Wort integritas ab. Er bedeutet Unversehrtheit, Unberührtheit oder Reinheit.

Unter Datenintegrität versteht man die Vollständigkeit, Konsistenz, logische Korrektheit, Verlässlichkeit und Genauigkeit von Daten über ihren kompletten Lebenszyklus hinweg. Die Integrität ist neben der Verfügbarkeit und der Vertraulichkeit eines der drei Ziele der Informationssicherheit.

Um zu verhindern, dass Daten während ihrer Verarbeitung, Übertragung oder im Ruhezustand unautorisiert und auf unerwünschte Art verändert oder beschädigt werden und ihre Integrität verlieren, werden Maßnahmen ergriffen und Regeln oder Prozesse implementiert, die sie davor schützen. Ist die Integrität der Daten nicht gegeben, können wichtige Geschäftsprozesse gestört oder Vorgaben verletzt werden.

Die verschiedenen Aspekte der Datenintegrität – Unterscheidung zwischen logischer und physischer Integrität

Grundsätzlich kann zwischen der logischen und der physischen Datenintegrität unterschieden werden. Logische Integrität ist eine wichtige Bedingung bei der Speicherung, Verarbeitung und Nutzung von Daten in Datenbanken. Um die logische Integrität in relationalen Datenbanken zu wahren, müssen verschiedene Integritätsbedingungen wie die Entitätenintegrität, die referentielle Integrität und die Bereichsintegrität erfüllt sein. Darüber hinaus können auch anwenderspezifische Integritätsbedingungen definiert sein.

Die physische Integrität stellt sicher, dass Daten ihre Integrität nicht während der Speicherung, Übertragung oder Verarbeitung durch Ereignisse oder Vorgänge wie Hardware- und Software-Probleme, Netzwerkprobleme, Sicherheitsschwachstellen, Stromausfälle, Naturkatastrophen, Speichererosion, Cyberangriffe, Malware oder menschliche Fehler und andere verlieren.

Maßnahmen zur Sicherstellung der Integrität von Daten

Zur Sicherstellung der Datenintegrität lassen sich verschiedene Maßnahmen ergreifen. Zu diesen Maßnahmen zählen:

  • Validierungsprozesse bei der Eingabe, Speicherung, Übertragung und Verarbeitung der Daten,
  • Beschränkung des Datenzugriffs und Implementierung von Benutzerzugriffskontrollen,
  • Anwendung des Prinzips der minimalen Rechtevergabe (Least-Privilege-Prinzip),
  • Authentifizierung und Autorisierung,
  • Nachverfolgung der Datenzugriffe und aller Datenmodifizierungen,
  • regelmäßige Sicherung der Daten,
  • Nutzung von Prüfsummen und Message Authentication Codes,
  • Nutzung von Quittierungsmechanismen,
  • Vermeidung redundanter Daten und Nutzung von Verfahren zur Datendeduplizierung,
  • regelmäßige Audits,
  • Schutz vor äußeren Gefahren und physischen Einflüssen wie elektrischen oder elektromagnetischen Problemen, Schmutz oder ungünstigen klimatischen Bedingungen.

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