Storage-Security beschäftigt sich mit der Sicherheit von Speichersystemen und der dort gespeicherten Daten. Es handelt sich um einen mehrschichtigen Ansatz verschiedener Methoden und Techniken zur Verhinderung unbefugter Zugriffe und Manipulationen der Systeme und ihrer Daten. Dazu gehören Verschlüsselung, IAM und vieles mehr.
Speichersicherheit gewährleistet den Schutz vor unbefugtem Zugriff, Manipulation und Verlust von Daten durch den Einsatz technischer und organisatorischer Maßnahmen. Sie adressiert Risiken wie Malware-Angriffe, Datenlücken und Fehlkonfigurationen durch Verschlüsselung, Zugangskontrollen und regelmäßige Audits zur Erhaltung der Datenintegrität und -verfügbarkeit. Compliance mit Standards wie der DSGVO ist dabei essenziell.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)
Der deutsche Begriff für Storage-Security lautet „Speichersicherheit“. Bei der Storage-Security geht es um den Schutz von Speichersystemen und der dort gespeicherten Daten. Ziel ist es, unbefugte Zugriffe auf die Systeme und Daten sowie deren Missbrauch und absichtliche oder versehentliche Manipulation, Löschung oder Zerstörung zu verhindern. Bei den zu schützenden Speichersystemen kann es sich sowohl um lokale oder On-Premises-Speichersysteme als auch um Cloud-basierten Storage handeln. Storage-Security verfolgt einen mehrschichtigen Ansatz und umfasst technische und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen aus verschiedenen Bereichen.
In einigen Bereichen und Branchen bestehen gesetzliche Anforderungen oder Compliance-Richtlinien mit konkreten Vorgaben zur Speichersicherheit, die die betroffenen Organisationen und Unternehmen zu erfüllen haben. Zu diesen zählen beispielsweise die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), der Health Insurance Portability and Accountability Act (HIPAA) oder der Payment Card Industry Data Security Standard (PCI DSS).
Potenzielle Risiken und Bedrohungen der Storage-Security
Storage-Systeme und die auf ihnen gespeicherten Daten sind zahlreichen Risiken und Bedrohungen ausgesetzt. Zu diesen zählen zum Beispiel:
Malware-Angriffe,
unbefugte Zugriffe und Datenmissbrauch durch Cyberkriminelle,
Insider-Bedrohungen,
unbeabsichtigtes Löschen oder Verändern von Daten,
Datenlecks,
Sicherheitslücken oder Schwachstellen der Speichersysteme,
Fehlkonfigurationen.
Die verschiedenen Aspekte und Maßnahmen zur Sicherstellung der Storage-Security
Bei der Absicherung von Storage-Systemen und den auf ihnen gespeicherten Daten gilt es, verschiedene Aspekte zu beachten. Storage-Security ist ein mehrschichtiger Ansatz mit präventiven und teils auch reaktiven technischen und organisatorischen Sicherheitsmaßnahmen aus verschiedenen Bereichen. Sie zielen auf die Erhaltung der Integrität, Verfügbarkeit und Vertraulichkeit der Daten und den Schutz der Storage-Ressourcen.
Zu den technischen Maßnahmen der Speichersicherheit zählen zum Beispiel ein umfassendes Identitäts- und Zugriffsmanagement (Identity and Access Management – IAM) mit mehrstufiger Authentifizierung und Durchsetzung der Zugriffskontrollrichtlinien, die Verschlüsselung von Daten im Ruhezustand und während der Übertragung, Netzwerksicherheitskontrollen und Implementierung von Systemen wie Firewalls oder Intrusion-Detection- und -Prevention-Systemen (IDS/IPS), physische Sicherheit der Storage-Systeme, Implementierung von Systemen zur Verhinderung von Datenverlusten (Data-Loss-Prevention – DLP), regelmäßige Installation von Updates und Sicherheits-Patches für die Storage-Systeme, Implementierung von Storage- und Datenredundanz, Malware-Erkennung und -Abwehr, Nutzung von SIEM-Tools (Security Information and Event Management), regelmäßige Audits und Penetrationstests und einiges mehr.
Neben diesen technischen Sicherheitsmaßnahmen gilt es im Rahmen der Storage-Security aber auch organisatorische Schutzmaßnahmen zur Sicherheit der Speichersysteme und ihrer Daten umzusetzen. Typische organisatorische Maßnahmen sind die Identifizierung, Lokalisierung und Klassifizierung der zu schützenden Storage-Systeme und Daten, klare Definitionen von Daten- und Systemverantwortlichkeiten und Zugriffsrichtlinien oder die Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeiter zum Thema Speichersicherheit.
Die Rolle von „Cyber-Storage“ in der Speicherstrategie
Cyber-Storage entwickelt sich zunehmend zu einer Schlüsselkomponente moderner Speicherstrategien. Hierbei handelt es sich um speicherzentrierte Sicherheitslösungen, die Daten manipulationssicher machen, Angriffe automatisch erkennen und abwehren sowie eine schnelle Wiederherstellung ermöglichen. Durch die Fragmentierung von Daten auf mehrere Standorte und die Verwendung unveränderlicher Backups wird die Angriffsfläche minimiert. Diese Technologien bieten nicht nur Schutz vor Ransomware, sondern sollen Unternehmen auch dabei unterstützen, ihre betriebliche Kontinuität selbst bei schweren Angriffen zu gewährleisten.
Einsatz von KI für aktive Sicherheitsmaßnahmen
Künstliche Intelligenz (KI) hat das Potenzial, Bedrohungen in Speichersystemen frühzeitig zu erkennen und zu verhindern. KI-basierte Systeme können Anomalien im Datenzugriff oder verdächtiges Benutzerverhalten in Echtzeit analysieren. Zudem automatisieren sie sicherheitskritische Prozesse, wie die Überwachung von Netzwerkaktivitäten oder die Optimierung von Verschlüsselungsalgorithmen. Diese Ansätze sollen es Angreifern schwerer machen, Schwachstellen auszunutzen.
Die Bedeutung manipulationssicherer Systeme
Unveränderliche (immutable) Backups und manipulationssichere Speicherlösungen sind entscheidende Elemente der modernen Storage-Security. Solche Systeme speichern Daten in einem Zustand, der vor Manipulation oder Löschung geschützt ist. Diese Technologien sind insbesondere bei der Bekämpfung von Ransomware und bei der Sicherung geschäftskritischer Daten unverzichtbar, da sie eine schnelle Wiederherstellung nach Angriffen ermöglichen.
Stand: 08.12.2025
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Hybrid-Cloud-Modelle und ihre Sicherheitsanforderungen
Die zunehmende Verbreitung von Hybrid-Cloud-Umgebungen bringt neue Herausforderungen für die Storage-Security mit sich. Sicherheitsstrategien müssen sowohl lokale als auch Cloud-basierte Speichersysteme umfassen. Technologien wie Zero-Trust-Architekturen und Cloud-Security-Posture-Management (CSPM) sollen dafür sorgen, dass Daten zwischen verschiedenen Plattformen sicher ausgetauscht werden, ohne Kompromisse bei der Vertraulichkeit oder Integrität einzugehen.
Neue regulatorische Anforderungen
Neben bestehenden Normen wie der DSGVO und ISO 27001 gewinnen alternative Standards wie NIST 800-171 oder NIS-2 in Europa an Bedeutung. Diese Standards adressieren spezifische Sicherheitsanforderungen wie das Schutzbedürfnis unklassifizierter, aber sensibler Informationen oder die Einführung strengerer Richtlinien für den physischen und digitalen Schutz von Speichersystemen. Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihre Speicherlösungen compliant sind, um Sanktionen oder Vertragsverluste zu vermeiden.
Cyber-Resilienz
Cyber-Resilienz wird zunehmend als unverzichtbarer Bestandteil von Speichersystemen angesehen. Statt ausschließlich auf präventive Maßnahmen zu setzen, liegt der Fokus auf schnellen Reaktions- und Wiederherstellungsmechanismen. Resiliente Systeme kombinieren aktuelle Sicherheitsmaßnahmen mit Technologien wie redundanten Speicherarchitekturen, was eine kontinuierliche Verfügbarkeit selbst bei Cyberangriffen ermöglicht.
Sicherheitsbedenken bei neuen Technologien
Mit der Einführung innovativer Speichertechnologien wie Software-definiertem Storage (SDS) oder Multi-Cloud-Strategien steigen auch die Anforderungen an deren Sicherheit. Schwachstellen können durch unerwartete Komplexitäten in der Architektur entstehen. Eine sorgfältige Planung und regelmäßige Tests wie Audits und Penetrationstests sind notwendig, um die Sicherheit dieser neuen Technologien zu gewährleisten.