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Data Lifecycle Management Was ist Datenlebenszyklusmanagement (DLM)?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

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Das Datenlebenszyklusmanagement verwaltet Daten über alle Phasen ihres Lebenszyklus von der Entstehung bis zur Löschung. Für jede Phase gibt es Vorgaben, Richtlinien und strukturierte Prozesse zur Datenverwaltung. Sie tragen zur Optimierung der Abläufe, zur Datensicherheit und Datenverfügbarkeit bei.

Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.(Bild:  © aga7ta - Fotolia)
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - Fotolia)

Der englische Begriff für Datenlebenszyklusmanagement lautet Data Lifecycle Management, abgekürzt DLM. Das Datenlebenszyklusmanagement ist ein Konzept und praktischer Ansatz, der für eine organisierte und strukturierte Verwaltung von Daten in allen Phasen ihre Lebenszyklus sorgt. Dies umfasst die Erstellung, Erfassung, Speicherung, Nutzung, Archivierung und Löschung der Daten. Für die einzelnen Phasen gibt es entsprechende Vorgaben, Richtlinien und Prozesse zur Datenverwaltung.

Im Gegensatz zum Information Lifecycle Management (ILM) befasst sich das Datenlebenszyklusmanagement mit strukturierten und unstrukturierten Daten auf Dateiebene sowie den Dateiattributen. Das ILM zielt auf das Management der in den Daten oder Dateien enthaltenen Informationen ab. Zur Durchführung und zur Unterstützung des Datenlebenszyklusmanagements lassen sich Software-Lösungen und -Tools einsetzen. Sie vereinfachen und automatisieren die Verwaltung der Daten in den verschiedenen Lebensphasen.

Ziel des DLM ist es, Geschäftsprozesse zu optimieren und die Datenverfügbarkeit und Datensicherheit zu verbessern.

Aufteilung des Datenlebenszyklusmanagements in verschiedene Phasen

Das DLM teilt den Lebenszyklus der Daten in insgesamt fünf Hauptphasen ein. Diese fünf Phasen sind:

Phase 1: Datenerstellung

In der Datenerstellungsphase werden Daten generiert oder aus unterschiedlichen Quellen erfasst. Auch die Dateneingabe zählt zu dieser Phase. Die Daten können in der Datenerstellungsphase in vielen verschiedenen Formaten und in unterschiedlichen Qualitätsstufen vorliegen.

Phase 2: Datensicherung

In dieser Phase werden die Daten entsprechend ihrem Format und ihrer Struktur (unstrukturiert oder strukturiert) in einer geeigneten Form gespeichert. Im Rahmen dieses Prozesses können verschiedene Verarbeitungsvorgänge wie das Transformieren, Verschlüsseln oder Duplizieren der Daten stattfinden.

Phase 3: Datennutzung

Die Datennutzungsphase ist der Teil des Lebenszyklus, in dem die eigentliche Nutzung der Daten stattfindet. Die Daten werden für Analysen genutzt, mit anderen geteilt, gemeinsam bearbeitet oder zum Beispiel für KI-Verfahren wie maschinelles Lernen herangezogen.

Phase 4: Datenarchivierung

Nach der Nutzungsphase müssen Daten, die nicht mehr regelmäßig benötigt werden, meist noch für einen definierten Zeitraum weiter aufbewahrt werden. Die Datenarchivierungsphase sorgt für die entsprechende Aufbewahrung der Daten über den vorgegebenen Zeitraum und ermöglicht es, die Daten bei Bedarf auch wieder für die Nutzung bereitzustellen.

Phase 5: Datenlöschung

Die Phase der Datenlöschung schließt den Lebenszyklus der Daten ab. In dieser Phase werden nicht mehr benötigte Daten, deren festgelegte Aufbewahrungsfrist erreicht ist oder die für eine Organisation keinen Nutzen mehr haben, entsprechend den internen oder externen Vorgaben und Richtlinien gelöscht oder vernichtet.

Ziele des Datenlebenszyklusmanagements

Ziele des Datenlebenszyklusmanagements sind:

  • Optimierung der Geschäftsprozesse,
  • Verbesserung der Datennutzbarkeit,
  • Verbesserung der Datensicherheit,
  • Verbesserung der Datenverfügbarkeit,
  • Sicherstellung der Datenintegrität,
  • Einhaltung von Compliance-Regeln und gesetzlichen Vorgaben,
  • Kostenmanagement und -kontrolle der benötigten Datentechnologien,
  • Optimierung der Speicherressourcen.

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