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Horizontal skalierbarer Dateiserver Was ist der Microsoft Scale-Out File Server (SOFS)?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

Der Microsoft Scale-Out File Server ist eine mit Windows Server 2012 eingeführte Funktion. Es handelt sich um eine horizontal skalierbare Dateiserverfunktionalität. Der Dateiserver eignet sich für Applikationsdaten wie VM-Images oder SQL-Datenbanken. Ein Microsoft Scale-Out File Server bietet im Active/Active-Cluster basierend auf SMB 3.0 eine kontinuierliche Verfügbarkeit der File-Shares und aggregiert die Bandbreiten der Nodes im Cluster.

Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.(Bild:  © aga7ta - Fotolia)
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - Fotolia)

Microsoft Scale-Out File Server ist die Bezeichnung einer mit dem Betriebssystem Windows Server 2012 eingeführten Funktionalität für Dateiserver mit horizontaler Skalierung der File-Shares. Die Abkürzung lautet SOFS. Der Dateiserver ist für Applikationsdaten einsetzbar und eignet sich insbesondere für VM-Images und SQL-Datenbanken.

Mithilfe von SOFS lassen sich Active/Active-Cluster für die File-Shares realisieren und SAN-ähnliche Architekturen bereitstellen. Die Anbindung der Applikationsserver erfolgt mit Server Message Block 3.0 (SMB 3.0) und bietet kontinuierliche Verfügbarkeit. Die File-Shares sind auf allen Knoten eines Clusters vorhanden. Beim Ausfall oder bei der Wartung einzelner Nodes sind sie weiterhin verfügbar. Zur Bereitstellung der Dateien aggregiert SOFS die Bandbreiten der Nodes und nutzt die komplette Kapazität der Cluster-Nodes. Auch in neueren Versionen des Windows-Server-Betriebssystems wie Windows Server 2016, Windows Server 2019 oder Windows Server 2022 ist die SOFS-Funktionalität enthalten.

Einige technische Details zum Microsoft Scale-Out File Servers

Der Microsoft Scale-Out File Server agiert als eine Art Zwischenschicht zwischen den Speichermedien und den Anwendungsservern wie SQL-Servern oder virtuellen Maschinen (Hyper-V-Hosts). Mit SOFS lassen sich zwar SAN-ähnliche Architekturen realisieren; der Server arbeitet aber nicht block-, sondern dateibasiert. Die Anwendungsserver sind über SMB 3.0 angebunden. Wird der Scale-Out File Server in einem Cluster betrieben, sind alle Knoten aktiv und die File-Shares auf allen Knoten vorhanden.

Um eine hohe Verfügbarkeit und Performance sicherzustellen, nutzt SOFS SMB-3.0-Features wie Transparent Failover oder Multi-Channel. Durch Bandbreitenaggregation steht den Anwendungsservern für den Dateizugriff die Bandbreite aller Nodes im Cluster zur Verfügung. Die Skalierung der Bandbreite der Dateiserver und ihrer File-Shares ist durch das Hinzufügen weiterer Nodes im Cluster möglich.

Vorteile des Microsoft Scale-Out File Servers

Vorteile durch die Implementierung eines Microsoft Scale-Out File Servers sind zum Beispiel:

  • einfach und kostengünstig, mit Standard-Hardware und Standardnetzwerktechnik zu realisierendes Speichersystem,
  • Bereitstellung SAN-ähnlicher Architekturen,
  • als File-Storage für Anwendungsserver wie Hyper-V-Hosts oder SQL-Server geeignet,
  • kontinuierliche Verfügbarkeit der File-Shares,
  • transparente Failover-Mechanismen beim Ausfall oder bei Wartung einzelner Nodes im Cluster,
  • hohe Bandbreiten durch die Aggregation der Bandbreiten aller Nodes im Cluster – einfache Skalierung durch Hinzufügen weiterer Nodes,
  • Prüfung und Reparatur des Filesystems (CHKDSK) ohne Auswirkungen für Anwendungen mit geöffneten Handles im Dateisystem,
  • Steigerung der Leistung durch den Clustered Shared Volume Cache,
  • Absicherung geclusterter SOFS auch rechenzentrumsübergreifend möglich.

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