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Handlungsanweisungen für IT-Notfälle Was ist ein Emergency-Response-Plan (ERP) / IT-Notfallplan?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

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Ein Emergency-Response-Plan ist ein Dokument mit konkreten Handlungsanweisungen, um bei IT-Notfällen schnell und angemessen zu reagieren und schädlichen Auswirkungen abzuwenden oder einzugrenzen. Er ist ein wichtiger Bestandteil des Risikomanagements und hilft, Ausfallzeiten zu verkürzen. In der Regel enthält der Emergency-Response-Plan abzuarbeitende Checklisten für verschiedene IT-Notfallsituationen.

Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.(Bild:  © aga7ta - Fotolia)
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - Fotolia)

Ein Emergency-Response-Plan (ERP) ist ein Plan, wie bei Notfällen aller Art zu reagieren ist. Im IT-Umfeld handelt es sich beim Emergency-Response-Plan um einen IT-Notfallplan mit konkreten Handlungsanweisungen, um bei IT-Notfällen schnell und angemessen reagieren zu können. Er liegt in Form eines Dokuments oder eines Handbuchs mit durchzuführenden Maßnahmen und Handlungsanweisungen vor und enthält in der Regel Checklisten, die bei den verschiedenen IT-Notfallsituationen abzuarbeiten sind.

Ein ERP verkürzt Ausfallzeiten und hilft, die durch IT-Probleme verursachte Schäden einzugrenzen und zu minimieren oder gänzlich abzuwenden. Er ist wichtiger Bestandteil des Risikomanagements.

Ziele des Emergency-Response-Plans

Die wichtigsten Ziele des Emergency-Response-Plans sind:

  • bei plötzlich eintretenden IT-Notfällen schnell und angemessen zu reagieren,
  • Ausfallzeiten zu minimieren,
  • Schäden abzuwenden oder einzugrenzen,
  • den Überblick bei Schadensereignissen zu behalten,
  • Mitarbeitern konkrete Handlungsanweisungen für Notfälle an die Hand geben,
  • Zuständigkeiten und Verantwortungen festlegen.

Notfälle, bei denen ein Emergency-Response-Plan greift

Mögliche Notfälle, bei denen ein ERP greift, sind Hardware-Störungen, Software-Probleme, Hackerangriffe, allgemeine technische Störungen, Stromausfälle, Einbruch, Diebstahl, Personalausfälle, Krankheit, Katastrophen wie Hochwasser, Erdbeben oder Brände und anderes.

Inhalte eines Emergency-Response-Plans

Zu den Inhalten eines Emergency-Response-Plan gehören:

  • Handlungsanweisungen in Form von Checklisten, was konkret bei bestimmten Notfallsituationen zu tun ist,
  • Checklisten zur Fehleranalyse und -eingrenzung,
  • Definition von Verantwortlichkeiten und Benennung von Stellvertretern,
  • Definition der Meldewege und Alarmketten sowie Benennung der während oder im Nachgang eines Notfalls zu informierenden Stellen,
  • Liste mit relevanten Kontaktinformationen und Zugangsdaten,
  • mögliche Notbetriebsverfahren,
  • Backup- und Wiederherstellungsstrategien,
  • Beschaffungswege für Ersatzteile,
  • hinzuzuziehender externer Support,
  • Liste mit in Notfällen relevanten Dokumentationen,
  • Definition der verschiedenen Eskalationsstufen.

Unterschied zwischen einem IT-Notfallplan (Emergency-Response-Plan) und einem Disaster-Recovery-Plan

Während der Emergency-Response-Plan die notwendigen Informationen bereitstellt, um bei verschiedenen Arten von IT-Notfällen schnell und angemessen zu reagieren, konzentriert sich der Disaster-Recovery-Plan (DRP) konkret darauf, nach einem IT-Zusammenbruch die Funktionalität kritischer Systeme und Daten möglichst schnell wiederherzustellen und den Geschäftsbetrieb wieder aufzunehmen. Der Disaster-Recovery-Plan (IT-Notfallwiederherstellungsplan) ist in der Regel in Form eines Dokuments mit genauen Schritt-für-Schritt-Anweisungen zur Wiederherstellung der Systeme und Daten aufgebaut.

Wichtige Kennwerte der Notfallwiederherstellung sind Recovery Time Objective (RTO) und Recovery Point Objective (RPO). Sie geben Auskunft darüber, wie lange ein System oder ein Service ausfallen darf beziehungsweise wie viel Datenverlust hinnehmbar ist. Der DRP stellt sicher, dass die RPO- und RTO-Vorgaben eingehalten werden können.

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