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Repository für Configuration-Items Was ist eine Configuration Management Database (CMDB)?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

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Eine Configuration Management Database ist eine Datenbank für Konfigurationselemente einer IT-Umgebung. Sie dient als zentrales Repository für Configuration-Items und bildet die Basis für das IT-Service-Management. Für das ITIL-Service-Management-Framework ist die CMDB eine unverzichtbare Komponente.

Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.(Bild:  © aga7ta - Fotolia)
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - Fotolia)

CMDB ist das Akronym für Configuration Management Database. Die deutsche Übersetzung lautet „Konfigurationsmanagementdatenbank“. Die Configuration Management Database ist eine Datenbank und ein zentrales Repository speziell für das IT-Service-Management von IT-Umgebungen.

In einer CMDB lassen sich Informationen wie Beziehungen und Zustände sogenannter Configuration-Items (CI) speichern. CIs sind beispielsweise Hardware-Systeme, Software-Produkte, IT-Dienste, Netzwerkservices und andere Objekte. Die Konfigurationselemente und Komponenten einer IT-Umgebung lassen sich mithilfe einer Configuration Management Database über ihren Lebenszyklus hinweg verfolgen und managen und ihre Beziehungen besser verstehen.

Die Configuration Management Database ist eine wichtige Komponente des Service-Management-Frameworks der IT Infrastructure Library (ITIL). Sie geht weit über eine reine Inventarisierung hinaus und unterstützt Service-Support und Service-Delivery. Auf dem Markt existieren zahlreiche Software-Produkte und Cloud-basierte Lösungen, mit denen sich Konfigurationsmanagementdatenbanken realisieren und implementieren lassen.

Bedeutung der Configuration Management Database

Die Configuration Management Database ist ein zentrales Element des IT-Service-Managements. Mithilfe einer CMDB lässt sich ein datenbasiertes, transparentes Servicemodell einer IT-Umgebung und aller beteiligter Objekte mit all ihren Abhängigkeiten abbilden. Die in der Datenbank gespeicherten Informationen sind aber nicht nur für den IT-Service-Management-Prozess von Bedeutung, sondern unterstützen auch andere Prozesse und Bereiche eines Unternehmens wie das Problem- und Incident-Management, Change-Management, Sicherheitsmanagement, Kapazitätsmanagement, Lizenzmanagement, Risikomanagement oder die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen. Auch der Finanzbereiche eines Unternehmens können von der Implementierung einer Configuration Management Database profitieren. Letztlich trägt die CMDB zur Erreichung der Unternehmensziele und zum Unternehmenserfolg bei.

Mit dem sogenannten Asset-Management gibt es einige funktionale Überschneidungen. Das Asset-Management konzentriert sich aber mehr auf die unternehmerisch-kaufmännischen Aspekte wie die Beschaffung und den Einkauf oder die Bewertung von Assets.

Aufbau und Funktionsweise einer Configuration Management Database

Die Configuration Management Database konsolidiert und bündelt Informationen zu den Konfigurationselementen einer IT-Umgebung in einem zentralen Repository. Die Informationsbausteine beziehungsweise Datensätze einer CMDB sind die Configuration-Items (CIs), auch als Konfigurationsobjekte oder Konfigurationselemente bezeichnet. Ein Configuration-Item stellt die kleinste Informationseinheit einer CMDB dar. Es handelt sich um die datenmäßige Darstellung physischer oder logischer Objekte und ihrer Abhängigkeiten. Nach ITIL sind alle Komponenten, die zur Bereitstellung eines IT-Services gemanagt werden müssen, ein CI. Beispiele für CIs sind Server, IT-Services, Software, Anwendungen, virtuelle Rechner, Personal, Lizenzen, Verträge und anderes.

Mithilfe der in der CMDB erfassten Attribute der CIs lassen sich Status und Veränderungen der CIs erfassen, kontrollieren und verfolgen. Das Einpflegen der CIs und ihrer Attribute in eine CMDB kann manuell oder automatisiert über entsprechende Tools und Schnittstellen erfolgen. Der Unterschied zu einem Asset aus dem Asset-Management besteht darin, dass sich das CI mehr auf betriebsrelevante Aspekte der Konfigurationselemente und ihre Beziehungen untereinander konzentriert, während bei einem Asset die Erfassung und Dokumentation von Informationen und Daten aus kaufmännischer Sicht im Vordergrund stehen.

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