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Inventar der Datenbestände Was ist ein Datenkatalog?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

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Ein Datenkatalog ist ein zentrales, digitales Inventar (Metadatenverzeichnis) von Datenbeständen, beispielsweise eines Unternehmens. Es vereinfacht den Zugang, die Nutzung und die Verwaltung der verschiedenen Daten-Assets, indem es Informationen über die Herkunft, Bedeutung und Nutzungsmöglichkeiten der Daten bereitstellt.

Über einen Datenkatalog lassen sich die Datenbestände eines Unternehmens zentral verwalten und einfacher nutzen.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Über einen Datenkatalog lassen sich die Datenbestände eines Unternehmens zentral verwalten und einfacher nutzen.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Bei einem Datenkatalog handelt es sich um ein zentrales, digitales Inventar von Datenbeständen. Es wird als Dienst oder als Tool bereitgestellt und beinhaltet die Metadaten der verschiedenen Daten-Assets. Mithilfe des Metadatenverzeichnisses lassen sich die Datenbestände zentral verwalten.

Darüber hinaus vereinfacht es den Zugang und die Nutzung der verschiedenen Datenbestände, indem es den Anwendern Informationen über die Herkunft, Bedeutung und Nutzungsmöglichkeiten der Daten bereitstellt. In der Regel verfügt der Datenkatalog über eine einfach bedienbare Benutzeroberfläche, über die auch Anwender ohne tiefes Datenbankwissen auf die Informationen über die verschiedenen Datenbestände zugreifen können.

Wofür werden Datenkataloge benötigt?

Datenumgebungen in modernen Unternehmen sind komplex. Die für die Geschäftsprozesse notwendigen Daten stammen aus verschiedenen lokalen, internen oder externen Systemen oder Cloud-basierten Umgebungen und werden auf verschiedenen Plattformen verwaltet und verarbeitet. Für den Zugriff auf die Daten sind Informationen notwendig, wo sie zu finden sind, wie man sich mit den Datenquellen verbindet, wie man die Daten abrufen kann, in welcher Form sie gespeichert sind, welche Bedeutung sie haben und wie sie genutzt werden können.

Je mehr Daten in einem Unternehmen anfallen, umso wichtiger werden Datenkataloge. Sie dienen als zentrale Informationsquelle zur Verwaltung, zum Zugriff und zur Nutzung der Daten-Assets mit möglichst geringem technischem Aufwand. Darüber hinaus spielen Datenkataloge eine wichtige Rolle für die Data-Governance. Sie helfen, Vorschriften einzuhalten und das Risiko von Verstößen zu senken.

Welche Funktionen stellt ein Datenkatalog zur Verfügung?

Elementare Funktionen eines Datenkatalogs sind:

  • Bereitstellung eines strukturierten Metadatenverzeichnisses der Daten-Assets,
  • Automatisierung der Erfassung, Aktualisierung und Verwaltung der Metadaten,
  • Bereitstellung von Suchfunktionen,
  • Bereitstellung einer nutzerfreundlichen Bedienoberfläche,
  • Durchsetzung von Zugriffskontrollen und Benutzerberechtigungen.

Wie werden Datenkataloge technisch realisiert?

Datenkataloge können technisch unterschiedlich realisiert werden. Es ist beispielsweise eine Unterscheidung zwischen On-Premises betriebenen und als Service aus der Cloud bezogenen Datenkatalogen möglich. Für On-Premises-Datenkataloge ist die Installation einer entsprechenden Software notwendig, die das Metadatenverzeichnis implementiert und sich mit den verschiedenen Daten-Assets verbinden lässt. Cloud-Datenkataloge werden als Service eines Anbieters bereitgestellt und erfordern keinen Betrieb einer eigenen Infrastruktur oder Software. Genutzt werden sie über Benutzeroberflächen oder APIs, die über ein Netzwerk wie das Internet erreichbar sind.

Was sind die Vorteile eines Datenkatalogs?

Die Vorteile eines Datenkatalogs sind:

  • Vereinfachung der Verwaltung der verschiedenen Daten-Assets,
  • einfacheres und schnelleres Finden und Abrufen von Daten,
  • Verhinderung von Datensilos,
  • einfacherer Zugang zu Informationen über benutzerfreundliche Anwenderoberflächen auch ohne tiefes technisches Datenbank-Know-how,
  • Vereinfachung und Beschleunigung von Datenanalysen und Self-Service-BI-Anwendungen,
  • konsistentere, zuverlässigere und qualitativ hochwertigere Unternehmensdaten,
  • höhere Datentransparenz,
  • einfacherer Wissensaustausch im Unternehmen,
  • Unterstützung bei der Einhaltung von Compliance-Vorgaben und gesetzlicher Anforderungen,
  • Absicherung des Zugriffs auf Datenbestände,
  • Integrationsmöglichkeiten in verschiedene Anwendungen und Tools,
  • verbesserte datengesteuerte Entscheidungsfindung.

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