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Begrenzte Zeit existierende Datei Was ist eine TMP-Datei (temporäre Datei) / ein Temporary File (Tempfile)?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

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Temporäre Dateien werden vom Betriebssystem oder von Anwendungen automatisch angelegt, um Daten zeitlich begrenzt zu speichern oder bereitzustellen. Beispielsweise lässt sich dadurch der Arbeitsspeicher eines Rechners entlasten. Erkennbar sind temporäre Dateien meist an der Dateiendung „.tmp“. Das Herunterfahren eines Rechners oder das Beenden eines Programms löschen TMP-Dateien wieder. Geschieht dies nicht, sammeln sich die Dateien an und belegen immer mehr Speicherplatz.

Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.(Bild:  © aga7ta - Fotolia)
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - Fotolia)

Alternative Begriffe für temporäre Datei sind TMP-Datei oder Tempfile. Der englische Begriff lautet Temporary File. Es handelt sich um Dateien, die von Betriebssystemen oder Anwendungen automatisch angelegt werden und nur eine begrenzte Zeit existieren. Sie werden verwendet, um beispielsweise den Arbeitsspeicher durch Auslagerung von Daten zu entlasten oder Daten über einen bestimmten Zeitraum zu speichern und bereitzustellen. Einige Anwendungen nutzen TMP-Dateien, um Dokumente nach einem Rechnerabsturz oder Stromausfall wiederherzustellen.

Üblicherweise sind temporäre Dateien an der Dateiendung „.tmp“ zu erkennen. In der Regel löschen Betriebssysteme oder Anwendungen die temporären Dateien, wenn Rechner geplant heruntergefahren, Programme korrekt beendet oder Daten nicht mehr benötigt werden. Je nach Betriebssystem und Anwendung können temporäre Dateien in speziell hierfür angelegten Verzeichnissen gespeichert werden. Einige Betriebssysteme wie Linux unterscheiden bei den Verzeichnissen für temporäre Dateien zwischen Dateien, die den Neustart überdauern, und Dateien, die beim Neustart gelöscht werden.

Mögliche Risiken und Nachteile durch temporäre Dateien

Grundsätzlich ist das Konzept der temporären Dateien sinnvoll, da es Rechner entlastet oder Daten über einen bestimmten Zeitraum speichert und Datenverlust verhindert. Ungeachtet dessen, können temporäre Dateien aber auch zu Nachteilen führen und Risiken mit sich bringen. Werden die TMP-Dateien nicht automatisch wieder gelöscht, sammeln sie sich über die Zeit an. Sie belegen als verwaiste Daten immer mehr Speicherplatz, obwohl sie für die Funktion des Systems oder der Anwendung keine Bedeutung mehr haben und nutzlos sind. Mangelnder Speicherplatz kann zu Leistungsproblemen auf dem Rechner führen. Darüber hinaus verursacht das ungewollte Vorhandensein von temporären Dateien unter Umständen Sicherheitsrisiken, die beispielsweise Datenverlust oder die Ausweitung von Benutzerrechten zur Folge haben.

Bereinigen der temporären Dateien

Um die Leistungsfähigkeit eines Rechners zu erhalten und Sicherheitsrisiken auszuschließen, sollten nicht mehr benötigte temporäre Dateien regelmäßig bereinigt werden. Dies ist manuell oder automatisch möglich. Viele Betriebssysteme haben integrierte Funktionen, die die Festplatten und ihre Dateisysteme nach überflüssigen TMP-Dateien durchsuchen und anschließend die Möglichkeit zu deren Löschung anbieten. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Tools externer Software-Hersteller, die ebenfalls solche Funktionen bereitstellen. Sie verfügen in der Regel über zahlreiche weitere Funktionen zur Löschung überflüssiger Daten und zur Pflege eines Rechners.

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