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Vorbereitung eines Datenträgers vor dem Speichern Was ist Formatierung (von Datenträgern)?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

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Bei der Formatierung werden Datenträger wie Festplatten, Speicherkarten oder USB-Sticks für die Aufnahme von Daten vorbereitet. Der auf dem Speichermedium verfügbare Speicherplatz wird organisiert, und der Datenträger erhält ein Dateisystem. Die Formatierung eines bereits mit Daten bespielten Datenträgers löscht die vorhandenen Daten.

Vor der Datenspeicherung steht die Formatierung des jeweiligen Datenträgers.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Vor der Datenspeicherung steht die Formatierung des jeweiligen Datenträgers.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Im IT-Bereich versteht man unter Formatierung das Vorbereiten eines Datenträgers für die Aufnahme und das Speichern von Daten. Datenträger, die üblicherweise formatiert werden, sind Festplatten, SSDs, Speicherkarten, USB-Sticks oder Disketten. Auch bestimmte Arten wiederbeschreibbarer optischer Datenträger wie CD-RW, DVD-RW oder DVD-RAM benötigen vor der ersten Nutzung oder zum Löschen der Daten eine Formatierung. Das Formatieren organisiert den auf dem Datenträger zur Verfügung stehenden Speicherplatz und fügt ein Dateisystem hinzu, über das die Dateien verwaltet werden und mit dem die Dateien gefunden und auf diese zugegriffen werden kann.

Üblicherweise werden Datenträger vor der ersten Verwendung formatiert. Es können aber auch bereits mit Daten bespielte Datenträger formatiert werden. Das organisiert sie neu und löscht die darauf vorhandenen Daten. Alle gängigen Computerbetriebssysteme bieten Werkzeuge oder Kommandozeilenbefehle, mit denen sich Datenträger formatieren lassen.

Unterscheidung der Begriffe Low-Level-Formatierung, High-Level-Formatierung, Partitionierung, Normal- oder Vollformatierung und Schnellformatierung

Grundsätzlich kann bei der Formatierung eines Datenträgers zwischen der Low-Level-Formatierung und der High-Level-Formatierung, manchmal „erweiterte Formatierung“ genannt, unterschieden werden. Der Arbeitsschritt des Partitionierens eines Datenträgers wird oft ebenfalls dem Prozess der Formatierung zugeordnet.

Die sogenannte Low-Level-Formatierung nimmt in der Regel der Hersteller eines Datenträgers vor. Bei Festplatten unterteilt die Low-Level-Formatierung den Datenträger physisch in Spuren und Sektoren. Das Ausblenden bereits defekter Sektoren durch den Hersteller fällt ebenfalls unter die Low-Level-Formatierung.

Ist die grundlegende physische Struktur angelegt, kann die sogenannte High-Level-Formatierung erfolgen. Dabei erhält der Datenträger, der in eine oder mehrere logische Partitionen unterteilt werden kann, für die jeweilige Partition ein bestimmtes Dateisystem. Typische Dateisysteme sind beispielsweise NTFS, FAT32, exFAT, APFS, Btrfs, ext4 oder ZFS. Ist im Sprachgebrauch der Computernutzer von der Formatierung einer Festplatte die Rede, ist in der Regel diese High-Level-Formatierung gemeint, da der normale Anwender mit dem Vorgang der Low-Level-Formatierung kaum in Berührung kommt.

Bei der High-Level-Formatierung wird zwischen der Schnellformatierung und der Voll- oder Normalformatierung unterschieden. Eine Schnellformatierung legt ein neues Inhaltsverzeichnis des Dateisystems an. Die Dateien scheinen zwar gelöscht, da die Verweise auf den Speicherort der Daten verschwunden sind, die Daten sind aber auf dem Datenträger noch vorhanden. Solange sie nicht überschrieben werden, können sie mit geeigneten Befehlen oder Tools wiederhergestellt werden. Eine Voll- oder Normalformatierung hingegen löscht nicht nur das Inhaltsverzeichnis des Dateisystems und legt ein neues an, sondern überschreibt auch alle auf dem Datenträger gespeicherten Daten mit Nullen. Die Daten sind anschließend nicht mehr wiederherstellbar.

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