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Automatische Datenverteilung in Speicherklassen Was ist Intelligent Tiering?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

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Als Intelligent Tiering bezeichnet man die intelligente, automatische Verteilung von Daten auf geeignete Speicherklassen. Daten werden entsprechend dem erkannten Zugriffsmuster auf schnellen, leistungsfähigen oder auf langsameren, kostengünstigeren Storage-Tiers vorgehalten. Intelligent Tiering ist ein Leistungsmerkmal von Amazon S3.

Intelligent Tiering optimiert Speicherkosten und Leistung durch automatische Zuordnung von Daten zu passenden Speicherklassen, basierend auf Zugriffshäufigkeit. Algorithmen überwachen kontinuierlich die Nutzung und passen die Zuordnung an, um Effizienz zu gewährleisten.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Intelligent Tiering optimiert Speicherkosten und Leistung durch automatische Zuordnung von Daten zu passenden Speicherklassen, basierend auf Zugriffshäufigkeit. Algorithmen überwachen kontinuierlich die Nutzung und passen die Zuordnung an, um Effizienz zu gewährleisten.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Intelligent Tiering ist ein Begriff aus dem Speicherumfeld. Er wurde unter anderem durch den Cloud-basierten Objektspeicherdienst Amazon S3 (Amazon Simple Storage Service) maßgeblich geprägt. Intelligent Tiering ist ein wichtiges Leistungsmerkmal von Amazon S3.

Generell handelt es sich beim Intelligent Tiering um ein Verfahren, das Daten intelligent und automatisch auf geeignete Speicherklassen (Storage-Tiers) verteilt. Ein zentrales Verteilungskriterium ist die Häufigkeit des Zugriffs auf die Daten. Häufig benötigte oder mit hohen Performance-Anforderungen angeforderte Daten werden auf schnellem, leistungsfähigem Speicher bereitgehalten. Weniger oft und mit geringeren Leistungsanforderungen abgerufene Daten verschiebt Intelligent Tiering auf langsamere, kostengünstigere Speicher.

Ein Monitoring mit intelligenten Algorithmen erkennt die Zugriffsmuster und die Häufigkeit der Datennutzung und veranlasst die passende Bereitstellung der Daten auf den jeweils am besten geeigneten Storage-Tiers. Durch eine kontinuierliche Überwachung der Datennutzung und die automatische Erkennung von Veränderungen in den Zugriffsmustern ist sichergestellt, dass die Daten immer auf den jeweils optimalen Storage-Tiers zur Verfügung stehen. Performance und Kosteneffizienz der Datenspeicherung und der Datennutzung werden dadurch optimiert.

Die Anzahl der für das Intelligent Tiering nutzbaren Speicherklassen kann abhängig von der Storage-Lösung variieren. Es sind mindestens zwei Speicherklassen notwendig. In der Regel stehen aber meist mehr Storage-Tiers für die intelligente Datenverteilung zur Verfügung.

Intelligent Tiering beim Cloud-basierten Objektspeicherdienst Amazon S3

Intelligent Tiering ist ein wichtiges Leistungsmerkmal des Cloud-basierten Objektspeicherdiensts Amazon S3. Die Speicherklasse „Intelligent Tier“ wurde von Amazon im Jahr 2018 eingeführt. Wurde bestimmten Objekten die Speicherklasse Intelligent Tier zugeordnet, startet AWS die Überwachung der Objektzugriffe und der Zugriffsmuster. Die Objekte werden ohne weiteren Eingriff des Anwenders automatisch auf geeignete Speicherklassen verschoben und dort bereitgehalten. Das Verschieben der Objekte kann entsprechend der Nutzung und Zugriffsmuster in beiden Richtungen zwischen schnellen und langsameren Speicherklassen erfolgen.

Für das Intelligent Tiering stellt Amazon eine ganze Reihe verschiedener Speicherklassen wie Frequent Access Tier, Infrequent Access Tier, Archive Instant Access Tier, Archive Access Tier oder Deep Archive Access Tier zur Verfügung. Wird auf Objekte beispielsweise länger als 30 Tage nicht zugegriffen, sorgt das Intelligent Tiering dafür, dass sie vom Frequent Access Tier zum Infrequent Access Tier verschoben werden. Eine Auslagerung in den optionalen Deep Archive Access Tier erfolgt, wenn mindestens 180 Tage kein Objektzugriff stattfindet. Diese Zeit lässt sich auf maximal 730 Tage verlängern.

Vorteile durch Intelligent Tiering

Intelligent Tiering bietet zahlreiche Vorteile. Zu diesen zählen:

  • intelligente, automatische Verteilung der Daten gemäß Zugriffshäufigkeit und Zugriffsmuster auf geeignete Speicherklassen ohne manuelles Eingreifen des Anwenders,
  • Optimierung der Speicherkosten,
  • auf die Anforderungen der Anwendungen und Workloads abgestimmte Speicherleistung.

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