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Virtualisierungsplattform als Open Source Was ist Proxmox VE (Proxmox Virtual Environment, PVE)?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

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Proxmox VE ist eine Open-Source-Virtualisierungsplattform. Sie basiert auf Debian und nutzt die Virtualisierungstechnologie KVM. Für die Containerisierung kommt LXC zum Einsatz. Verwaltet wird PVE mithilfe einer Weboberfläche. Proxmox VE stellt eine interessante Alternative zu kommerziellen Virtualisierungslösungen, beispielsweise von VMware, dar.

Die Virtualisierungsplattform Proxmox VE basiert auf Debian und der Technologie KVM.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Die Virtualisierungsplattform Proxmox VE basiert auf Debian und der Technologie KVM.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Proxmox Virtual Environment, abgekürzt Proxmox VE oder PVE, ist eine auf dem Betriebssystem Debian basierende Open-Source-Virtualisierungsplattform. Sie unterstützt sowohl den Betrieb und die Verwaltung virtueller Maschinen als auch von Containern. Für die Virtualisierung kommt KVM (Kernel-based Virtual Machine) und für die Containerisierung LXC (Linux Containers) zum Einsatz.

Mit PVE lassen sich die virtuellen Maschinen und Container sowie der zugewiesene Speicher und die virtuellen Netzwerke über eine benutzerfreundliche Weboberfläche verwalten. Proxmox VE wurde im Jahr 2008 erstmals veröffentlicht. Die aktuelle Version ist PVE 9.0, die im August 2025 erschien. Die Software ist in verschiedenen Sprachen wie Englisch, Deutsch und Französisch verfügbar.

Proxmox VE gilt als leistungsfähige, flexible, stabile und kostengünstige Virtualisierungslösung. Sie ist eine interessante Alternative zu kommerziellen Virtualisierungsplattformen. Aufgrund der Übernahme von VMware durch Broadcom und der dadurch veränderten Lizenzpolitik hat sich die Beliebtheit und Verbreitung von Proxmox VE weiter gesteigert.

Funktionsweise und Funktionsumfang von Proxmox Virtual Environment

Die Installation von PVE ist über ein bereitgestelltes ISO-Image möglich. PVE verwendet für virtuelle Maschinen die KVM-Technologie (Kernel-based Virtual Machine). KVM ist eine Erweiterung des Linux-Kernels und macht ihn zu einem Typ-1-Hypervisor. Dank dieser tiefen Integration kann die Virtualisierung direkt auf der Hardware stattfinden, was im Vergleich zu einem betriebssystembasierten Hypervisor vom Typ 2 zu einer effizienteren Ressourcennutzung und einer verbesserten Leistung und Skalierbarkeit führt.

Virtualisierungserweiterungen wie Intel VT oder AMD-V werden ebenfalls unterstützt. Die Container-Virtualisierung findet auf Betriebssystemebene statt und nutzt die Virtualisierungstechnologie LXC (Linux Containers). Mit LXC lassen sich System- oder Applikations-Container einfach erstellen und verwalten.

Alle Aufgaben der Virtualisierungsplattform können über eine webbasierte Oberfläche gesteuert werden. Zusätzlich ist die Nutzung einer Kommandozeilenoberfläche oder einer REST-API möglich, über die sich viele Aufgaben automatisiert ausführen lassen.

Zu den von Proxmox VE bereitgestellten Funktionen zählen unter anderem:

  • Einrichtung und Betrieb von Hochverfügbarkeitsclustern mit automatischer Datenreplikation,
  • Integration flexibler lokaler Speicheroptionen mit unterschiedlichen Dateisystemen und von verteiltem Storage (zum Beispiel mit Ceph),
  • Unterstützung von Software-defined Networking (SDN),
  • integrierte Proxmox VE Firewall,
  • Unterstützung von Live- und Online-Migrationen,
  • rollenbasierte Benutzer- und Rechteverwaltung,
  • Authentifizierung mit verschiedenen Authentifizierungsquellen wie Linux PAM, LDAP, Microsoft Active Directory oder OpenID,
  • Backup- und Wiederherstellungsfunktionen über den Proxmox Backup Server (PBS) inklusive inkrementeller Sicherungsoptionen.

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