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Mehrfach vorhandene Ressourcen oder Daten Was ist Redundanz (redundant)?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

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Redundanz beim Datenspeichern bedeutet, dass dieselben Daten mehrfach an verschiedenen Stellen oder Orten vorhanden sind. Das mehrfache Speichern derselben Daten kann beabsichtigt oder unbeabsichtigt sein. Beabsichtigte Redundanz wird eingesetzt, um Datenverlust bei Problemen wie Hard- oder Softwareausfällen zu verhindern.

Beim Daten-Storage bedeutet Redundanz, dass dieselben Daten mehrfach gespeichert sind – am selben Ort oder geografisch verteilt. Für redundante Speichersysteme gilt analog, dass sie mehrfach vorhanden sind.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Beim Daten-Storage bedeutet Redundanz, dass dieselben Daten mehrfach gespeichert sind – am selben Ort oder geografisch verteilt. Für redundante Speichersysteme gilt analog, dass sie mehrfach vorhanden sind.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Allgemein spricht man von Redundanz, wenn etwas mehrfach, im Überfluss oder überzählig vorhanden ist. (Das Wort stammt aus dem Lateineinischen: redundare – „überfließen, überströmen“.)

Übertragen auf die Informationstechnik bedeutet das, dass zusätzlich zum Original vergleichbare oder funktional gleiche Ressourcen, Komponenten oder Informationen vorhanden sind.

Von Redundanz beim Datenspeichern spricht man, wenn dieselben Daten mehrfach an verschiedenen Stellen, geografisch verteilt oder an derselben Lokation, in Storage-Systemen abgelegt sind. Das kann beabsichtigt oder unbeabsichtigt sein.

Beabsichtigte Redundanz wird eingesetzt, um die Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit zu erhöhen. Bei Problemen wie Hard- und Softwareausfällen, Cyberangriffen oder bei unbeabsichtigtem Löschen oder Beschädigen von Daten gehen dank der Datenredundanz keine Informationen verloren. Anstelle der Originaldaten sind die redundanten Daten nutzbar. Redundanz kann auch dazu dienen, Daten für einen schnelleren Zugriff an entfernten Orten bereitzustellen.

Unterscheidung zwischen beabsichtigter und unbeabsichtigter Redundanz

Daten werden nicht nur beabsichtigt redundant gespeichert. Redundanz kann auch unbeabsichtigt auftreten. Diese Art der Redundanz ist aber in der Regel unerwünscht, denn sie kann zahlreiche Probleme verursachen. Unbeabsichtigte Redundanz verschwendet Speicherplatz und führt unter Umständen zu inkonsistenten Daten, verringerter Datenqualität, Sicherheits- und Compliance-Risiken oder zur Beeinträchtigung der Systemleistung.

Um unbeabsichtigte Redundanz beim Datenspeichern zu vermeiden, kommen Verfahren wie Datendeduplizierung, Datenbereinigung oder Datennormalisierung zum Einsatz.

Verschiedene Arten der technischen Implementierung gewollter Redundanz

Gewollte Redundanz beim Datenspeichern lässt sich technisch auf verschiedene Arten implementieren. Typische Verfahren zur Herstellung von Datenredundanz sind die synchrone Datenspiegelung, die asynchrone Datenreplikation oder Erasure-Coding und das Versehen von Daten mit zusätzlichen Paritätsinformationen.

Technische Lösungen wie RAID-Systeme (Redundant Array of Independent Disks) sorgen im Hintergrund automatisch für Datenredundanz. RAID fasst mehrere Datenlaufwerke zu einer logischen Einheit zusammen und verteilt die Daten automatisch auf die verschiedenen physischen Datenspeicher. Durch diese logische Bündelung von Einzellaufwerken lassen sich die Leistung und/oder die Zuverlässigkeit der Datenspeicherung und des Datenzugriffs verbessern. Abhängig vom jeweiligen RAID-Level kommen Verfahren wie Striping, Spiegelung oder Parität oder Kombinationen dieser zum Einsatz. RAID-Level 1 zum Beispiel spiegelt die Daten eines Laufwerks auf ein zweites Laufwerk und stellt durch diese Redundanz sicher, dass bei einem Laufwerksausfall die Daten weiterhin verfügbar sind.

Datenredundanz ist aber auch über andere Verfahren und technische Lösungen realisierbar. Beispiele hierfür sind Snapshots, Datensicherungen (Backup), Continuous Data Protection (CDP), verteilte Dateisysteme (Distributed File System, DFS), Cloud-Speicher mit Replikationsfunktionen oder das manuelle mehrfache Speichern der Daten.

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