Mobile-Menu

Objektspeicher für unstrukturierte Daten Was ist MinIO?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

MinIO ist ein Objektspeichersystem für unstrukturierte Daten. Es steht unter Open-Source-Lizenz und ist mit einer mit dem Cloud-Storage-Service Amazon S3 kompatiblen API ausgestattet. Dadurch ist MinIO für Anwendungen einsetzbar, die für Amazon S3 entwickelt wurden. Seit Ende 2025 befindet sich die Community Edition von MinIO aber im Maintenance-Mode und wird nicht mehr weiterentwickelt.

MinIO ist auf hohe Leistung und Skalierbarkeit ausgerichtet.(Bild:  Gemini / KI-generiert)
MinIO ist auf hohe Leistung und Skalierbarkeit ausgerichtet.
(Bild: Gemini / KI-generiert)

MinIO ist ein vom 2014 gegründeten Start-up-Unternehmen MinIO Inc. entwickeltes Objektspeichersystem. Es ist in Go geschrieben. MinIO steht unter Open-Source-Lizenz GNU AGPLv3 und eignet sich für die Speicherung großer Mengen unstrukturierter Daten wie Fotos, Videos, Protokolldateien, Backups oder Containerabbilder und andere. Da MinIO mit einer Amazon-S3-kompatiblen API ausgestattet ist, lässt es sich nahtlos für Anwendungen verwenden, die für Amazon S3 entwickelt wurden.

MinIO ist auf hohe Leistung und Skalierbarkeit ausgerichtet und lässt sich für datenintensive Workloads zum Beispiel im Bereich Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen oder für Datenanalysen einsetzen. Der MinIO-Objektspeicher kann auf eigener Hardware, in der Cloud oder in Kubernetes-Umgebungen betrieben werden. Aufgrund der Kompatibilität mit Amazon S3 eignet sich MinIO für das Self-Hosting von Daten und einen möglichst reibungslosen und einfachen Übergang zwischen Self-Hosting und S3-Hosting.

Seit Ende 2025 befindet sich MinIO allerdings im Maintenance-Mode. Die Community Edition wird nicht mehr weiterentwickelt. Das Unternehmen MinIO Inc. konzentriert sich mittlerweile auf sein kommerzielles Nachfolgeprodukt AIStor. Dieses Produkt ist in den Versionen AIStor Enterprise und AIStor Free (mit eingeschränktem Funktionsumfang) verfügbar. Da MinIO quasi auf dem jetzigen Stand eingefroren ist und nicht mehr weiterentwickelt wird, wird empfohlen, zu Alternativen zu migrieren oder die kommerzielle Version einzusetzen. Mögliche Alternativen zu MinIO sind beispielsweise Garage, RustFS oder SeaweedFS und andere.

Prinzipielle Funktionsweise und Merkmale von MinIO

MinIO basiert auf einer verteilten, in sich redundanten Architektur und ist in großem Umfang horizontal skalierbar. Der MinIO-Stack besteht im Wesentlichen aus dem MinIO Server und dem MinIO Client. Die Daten des Objektspeichers lassen sich über mehrere Knoten verteilt speichern und werden automatisch repliziert. Fällt ein Knoten aus, übernehmen andere automatisch seine Funktion. Dank Funktionen wie Bitrot-Protection und Erasure-Coding wird auch stille Datenkorruption erkannt und verhindert, und gleichzeitige Ausfälle mehrerer Knoten werden ohne Datenverlust verkraftet. Datenzugriffe können bei MinIO parallel erfolgen, wodurch sich hohe Lese- und Schreibgeschwindigkeiten bei niedriger Latenz realisieren lassen.

Angesprochen wird MinIO über die Amazon-S3-kompatible Rest-API-Schnittstelle. Es werden die üblichen S3-Befehle akzeptiert. Dadurch lassen sich beispielsweise bestehende Amazon-S3-Anwendungen ohne Anpassungen mit MinIO weiterverwenden. Die über die Schnittstelle übertragenen Daten werden per TLS/SSL verschlüsselt. Die im Object-Storage gespeicherten Daten sind per Server-side Encryption lokal verschlüsselt.

(ID:50839790)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu Data-Storage und -Management

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung