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Speicherplatz ohne Infrastruktur Was ist Serverless Storage?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

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Der Begriff Serverless Storage beschreibt ein Storage-Konzept, das Nutzern oder Kunden Speicherplatz bereitstellt, ohne dass diese sich um die zugrundeliegende Storage-Infrastruktur kümmern müssen. Der Betreiber managt die hierfür benötigten Server und sorgt für die Bereitstellung des Storage-Service.

Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.(Bild:  © aga7ta - Fotolia)
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - Fotolia)

Serverless Storage lässt sich mit „serverloser Speicher“ ins Deutsche übersetzen. Der Begriff beschreibt ein Konzept und eine Storage-Lösung zur Bereitstellung von nichtflüchtigem Speicher für digitale Daten. Nutzer und damit Kunden des Storage-Service müssen sich nicht um die zugrundeliegende Storage-Infrastruktur und die Serverressourcen kümmern. Der Begriff darf aber nicht dahingehend missverstanden werden, dass grundsätzlich keine Server notwendig sind. Zur Bereitstellung des serverlosen Speichers arbeiten im Hintergrund dennoch Server, virtuelle Maschinen, Container, Datenspeicher, Netzwerke und weitere Komponenten. Sie bleiben für den Nutzer aber verborgen und sind für ihn nicht von Belang.

Serverless Storage ist ein Bestandteil einer serverlosen Architektur und wird üblicherweise in Form eines Cloud-Computing-Ausführungsmodells bereitgestellt. Ein weiterer Bestandteil einer serverlosen Architektur ist zum Beispiel Serverless Computing.

In einer serverlosen Architektur managt der Anbieter (Cloud-Provider) die für die bereitgestellten Services wie Storage oder Computing notwendige Infrastruktur. Abgerechnet werden nur die tatsächlich vom Nutzer in Anspruch genommenen Services. Speicherkapazität und Leistung des Storage-Service werden entsprechend den Anforderungen des Kunden skaliert. Serverless Storage kann in verschiedenen Formen zum Beispiel als Objekt-Storage, dateibasierter Storage oder als serverlose Datenbanken bereitgestellt werden. Viele Cloud-Anbieter haben entsprechende Produkte in ihrem Portfolio. Beispiele für einige Serverless-Storage-Produkte großer Cloud-Provider sind Amazon S3, Google Cloud Storage, Azure Blob Storage, Amazon Aurora Serverless oder Google Cloud Datastore.

Merkmale und Funktionen von Serverless Storage

Serverless Storage ist durch einige typische Funktionen und Merkmale gekennzeichnet. So werden sämtliche Provisionierungs- und Backend-Arbeiten vom Provider erledigt. Für den Kunden skalieren die Speicherkapazität und Leistung des Storage automatisch und dynamisch oder auf Anforderung. Die Speicherkapazität skaliert in großem Umfang und kennt kaum Grenzen.

Ebenfalls typisch für Serverless Storage ist das Pay-as-you-go-Abrechnungsmodell, bei dem dem Kunden die in Anspruch genommenen Leistungen auf monatlicher oder jährlicher Basis in Rechnung gestellt werden. Zur Nutzung des Storage-Service stehen entsprechende Schnittstellen, Benutzeroberflächen und APIs bereit, die sich über private oder öffentliche Netzwerkverbindungen ansprechen lassen. Verteilte Architekturen und automatische Redundanz-, Replikations-, Snapshot- und Backup-Mechanismen sorgen im Hintergrund für eine hohe Verfügbarkeit des Storage-Service. Über Self-Service-Verwaltungsfunktionen können Kunden einige Leistungsmerkmale und Funktionen ihres Storage-Service in Echtzeit selbst definieren und konfigurieren.

Ein weiteres Merkmal von Serverless Storage ist, dass sich der Storage-Service nahtlos in weitere serverlose Services integrieren lässt.

Anwendungsbereiche von Serverless Storage

Beispiele für typische Anwendungsbereiche von Serverless Storage sind:

  • Bereitstellung von Speicher für Microservice-Architekturen,
  • Bereitstellung von Speicher für Datenverarbeitungs- und Datenanalysevorgänge,
  • Entwicklung und Betrieb von serverlosen Webanwendungen,
  • Realisierung von Datenpipelines.

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