Mobile-Menu

Das Boost-Protokoll von EMC

Wie ein Protokoll die Backupkonzepte beschleunigt

Seite: 3/3

Anbieter zum Thema

Wer Boost als nützliches Feature für den Einzelfall wertete, wird spätestens mit der seit Juli 2012 erhältlichen EMC NetWorker 8 Version seine Meinung revidieren müssen. NetWorker 8 bringt die Funktion Client Direct mit. Von nun an können Clients direkt über Boost mit der Data Domain kommunizieren. Ein Client, der seine Daten dedupliziert und direkt auf das Backup Device schreibt – dank Boost und Data Domain ist das möglich geworden.

Doch EMC geht noch einen Schritt weiter: Neben Quest vRanger kann Oracle RMAN heute bereits ohne Verwendung eines Backupservers das Boost-Protokoll und somit das Backup Device nutzen. Das Herz der Datenbankadministratoren wird höher schlagen, wenn sie Fullbackups „ihrer“ Datenbank mit extrem hoher Geschwindigkeit dedupliziert über die vorhandene Infrastruktur durchführen können.

Replication Awareness dank Boost

Besinnen wir uns nochmals zurück auf die Zeiten von Tape. Die Auslagerung von Tapes zur Disaster-Recovery-Vorsorge war ein mühsamer und fehlerträchtiger Prozess. Erst Deduplizierungs-Appliances ermöglichten eine einfache Replikation in einen zweiten Standort. Allerdings wurde der Backupserver davon in keinster Weise in Kenntnis gesetzt. Auch hier konnte man sich mit einem Workaround behelfen. Der Backupserver übernahm das Kopieren der Daten von einem Standort zum anderen. Netzwerk und Backupserver wurden dadurch unnötig belastet.

Replication Awareness wird nur durch Boost erreicht. Mit Boost erfolgt die Replikation unter dessen Kontrolle. Den Zeitpunkt, die Auswahl der Daten oder das Wiederaufsetzen einer fehlgeschlagenen Replikation steuert Boost. Die Daten werden im deduplizierten Zustand von Standort A nach Standort B repliziert, ohne erneute Belastung von Backupserver und Netzwerk. Aufwendiges Management und Überwachung des Vorgangs entfallen gänzlich.

Für die Zukunft gerüstet

Glaskugel lesen muss man nicht können, um sich vorzustellen, wohin die Reise geht. Bald schon werden Speichersysteme Boost nutzen können. Backupserver werden lediglich als Steuerungs- und Kontrollinstanz fungieren und virtualisiert betrieben werden. Zu geringe Backupzeitfenster werden der Vergangenheit angehören. Administratoren werden alles und jedes und am liebsten doppelt und dreifach sichern. Das anhaltend starke Datenwachstum und die gestiegenen Anforderungen an die Verfügbarkeit der Daten werden für Backup kein Problem darstellen. Backup ist für die Zukunft gerüstet – dank Boost.

Dieser Text stammt aus dem Kompendium „Next Generation Storage“ von SearchStorage.de. Hier können Sie das komplette Kompendium als PDF herunterladen.

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu Data-Storage und -Management

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:37320540)