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Das Boost-Protokoll von EMC Wie ein Protokoll die Backupkonzepte beschleunigt

| Autor / Redakteur: Johannes Bertele, Orchestra/Jürgen Paukner / Nico Litzel

Das Boost-Protokoll von EMC räumt auf mit den bisherigen Unzulänglichkeiten beim Backup. Zu geringe Backupzeitfenster werden der Vergangenheit angehören.

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(Grafik: Orchestra/EMC)

Nicht ohne Grund wird im Backupmarkt die Daseinsberechtigung von Bandmedien vehement diskutiert. Zugegebenermaßen sind die modernen Alternativen deutlich flexibler und werden den heutigen Anforderungen besser gerecht. Dennoch ist das Band nicht tot, jedoch verlagert sich das Einsatzgebiet zunehmend, weg von der Datensicherung hin in Richtung Archivierung.

Zu den Hauptkritikpunkten zählen der langwierige Restore-Vorgang, das Risiko durch die manuelle Entnahme der Bänder sowie den Transport, die aufwendige Handhabung und die Lagerung, damit eine langfristige Lesbarkeit gewährleistet ist.

Ein Blick in die Backup-Historie

Nichtsdestotrotz können die Verfechter der Magnetbänder auf eine erfolgreiche Historie zurückblicken und das zu Recht: Die Medien bieten eine hohe Kapazität zum vergleichbar günstigen Preis. Mit dem Einzug des LTO-Standards wurde neben Kapazität auch Performance und Funktionsumfang jeder LTO-Generation erweitert. So sind WORM und Verschlüsselung wichtige Bestandteile eines Backup- und Archivierungskonzeptes.

Welche Rolle das bereits in der Version 2 vorliegende Linear Tape File System (LTFS) in Zukunft spielen wird, ist heute noch ungewiss. Auch die Hersteller richteten die Entwicklung ihrer Backupsoftware – wie beispielsweise EMC mit NetWorker – lange Zeit auf Tape aus. Multiplexing oder Dynamic Drive Sharing machten Backups flexibler, den Restore nur in Ausnahmefällen.

Rückwirkend betrachtet, kann die im Anschluss stattfindende Einführung von Backup-to-Disk-to-Tape (B2D2T) als Notlösung bezeichnet werden. Das Vorhalten aller Backupdaten auf einem Disksubsystem war nicht wirtschaftlich sinnvoll abzubilden. Das Gros der Daten musste auf das günstige Tape verdrängt werden und kam so nicht in den Genuss der Vorteile einer diskbasierenden Lösung. Zur echten Alternative wurde Backup-to-Disk (B2D) erst dank der Deduplizierungstechnologie.

Intelligente Algorithmen erkennen wiederkehrende gleiche oder ähnliche Daten und eliminieren diese durch Verweise auf bereits gespeicherte Daten. Weil Unternehmen ein und dieselben Daten mehrmals sichern und für Wochen, Monate oder gar Jahre aufbewahren, eignen sich Backupdaten ganz hervorragend für die Deduplizierung. In der Praxis wird eine Platzersparnis von 90 Prozent und mehr erreicht.

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