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Speichertipp: Update greift tief in Windows ein und verursacht Probleme Windows 11: Adminpflicht für Speicherzugriff

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Das optionale Update KB5074105 greift tief in die Konfiguration von Windows 11 ein. Der Zugriff auf die Speicherverwaltung verlangt nun Administratorrechte. Gleichzeitig treten Funktionsstörungen bei der Datenträgerbereinigung sowie Unregelmäßigkeiten bei Webcam und Sperrbildschirm auf.

Bei Windows 11 benötigt man zur Verwaltung des Speichers nun Administratorrechte.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Bei Windows 11 benötigt man zur Verwaltung des Speichers nun Administratorrechte.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Microsoft verschärft mit KB5074105 das Berechtigungskonzept innerhalb der Systemeinstellungen. Der Aufruf von „Einstellungen“ und „System“ und „Speicher“ löst nach der Installation eine UAC-Abfrage aus. Ohne administrative Anmeldeinformationen bleibt der Zugriff blockiert. Konten mit Standardrechten können weder die Speicherauslastung im Detail analysieren noch Bereinigungsoptionen direkt ausführen.

Die Speicherverwaltung verarbeitet systemnahe Datenbereiche. Dazu zählen temporäre Dateien, Update-Artefakte und Protokollbestände. Diese Komponenten liegen teilweise in geschützten Verzeichnissen. Durch die neue Rechteprüfung koppelt Microsoft diese Wartungsfunktionen konsequent an privilegierte Kontexte. Das reduziert das Risiko ungewollter Löschvorgänge oder manipulativer Eingriffe in sicherheitsrelevante Dateibereiche.

In Unternehmensumgebungen verändert die Anpassung etablierte Abläufe. Standardkonten verlieren die Möglichkeit zur eigenständigen Speicherpflege. IT-Verantwortliche müssen Wartungsprozesse zentral steuern oder administrative Freigaben gezielt erteilen. Die Änderung wirkt damit direkt auf Rollenmodelle und Endpoint-Governance.

Fehlerhafte Datenträgerbereinigung nach dem Update

Neben der verschärften Zugriffskontrolle bringt KB5074105 eine funktionale Einschränkung bei der Datenträgerbereinigung mit. Der Scanprozess identifiziert temporäre Dateien nicht vollständig. Nach Abschluss meldet das System eine erfolgreiche Bereinigung, obwohl bestimmte Dateien auf SSD oder HDD verbleiben. Die Differenz zwischen Statusmeldung und tatsächlicher Freigabe erschwert die Bewertung des Speicherzustands.

Technisch deutet das Verhalten auf Probleme im Zusammenspiel zwischen Bereinigungsdienst und dem neuen Rechtekonzept hin. Der Dienst erreicht offenbar nicht alle Zielverzeichnisse im vorgesehenen Umfang. Administratoren sollten Speicheranalysen mit alternativen Werkzeugen prüfen, um inkonsistente Ergebnisse zu erkennen.

Weitere Nebenwirkungen im Systembetrieb

Im zeitlichen Umfeld der Installation treten zusätzliche Störungen auf. Integrierte Notebook-Webcams initialisieren teilweise verzögert oder liefern kein Bildsignal. Auch der Sperrbildschirm reagiert in einzelnen Konstellationen inkonsistent, etwa bei der Anzeige von Statusinformationen. Diese Effekte stehen funktional nicht mit der Speicherverwaltung in Verbindung, fallen jedoch im direkten Zusammenhang mit KB5074105 auf.

Das Update zeigt damit ein Spannungsfeld zwischen erhöhter Zugriffskontrolle und Stabilitätsrisiken. Die Adminpflicht für die Speicherverwaltung stärkt die Schutzmechanismen von Windows 11, erhöht zugleich aber auch den administrativen Aufwand. Vor dem breiten Roll-out empfiehlt sich eine Testphase in kontrollierten Umgebungen, um Auswirkungen auf Wartungsprozesse und Gerätestabilität frühzeitig zu erkennen.

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