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Terminal oder virtueller Desktop
Ein virtueller Desktop empfiehlt sich hauptsächlich für Last-intensive Applikationen, außerdem für Anwendungen, die nicht auf einem Terminal-Server ablauffähig sind und nur auf PCs betrieben werden können oder dürfen. Generell gibt es im Hinblick auf die Anwendungen, die auf virtuellen Desktops nutzbar sind, heute nahezu keine Einschränkungen mehr.
Beispielsweise ist es mit aktuellen Lösungen und Technologien wie einem virtuellen Desktop Citrix XenDesktop mit HDX 3D Pro oder NICE Desktop Cloud Visualization (DCV) und Grid-GPUs von Nvidia möglich, auch Thin-Clients höchste Grafik- und Rechenleistung bereitzustellen. Selbst komplexe CAD-, CAM- oder CAE-Aufgaben können damit problemlos durchgeführt werden.
VDI-Lösungen rücken für viele Unternehmen momentan vor allem auch im Hinblick auf den aktuellen Mobility-Trend zunehmend ins Blickfeld. Das hat auch eine IDC-Studie 2013 ergeben, in der das mobile Arbeiten als zentraler „Antriebsfaktor“ für die Bereitstellung virtueller Arbeitsplätze herausgehoben wurde. Gerade für eine konsistente und sichere Umsetzung von BYOD (Bring Your Own Device)- und CYOD (Choose Your Own Device)-Konzepten sind VDI-Plattformen die optimale Basis.
Shared Desktop auch für KMUs
Im Unterschied zu den virtuellen Desktops teilen sich bei Shared Desktops eine große Anzahl von Benutzern ein Betriebssystem auf einem Terminal-Server. Dies steigert die Effizienz und senkt die Kosten pro Benutzer signifikant. Auch im Hinblick auf die benötigten Softwarelizenzen fallen weniger Kosten an als bei einer VDI-Lösung.
Shared-Desktop-Lösungen können nach Erfahrungswerten von transtec für durchschnittlich 70 bis 80 Prozent der Mitarbeiter eines kleinen oder mittelständischen Unternehmens eingesetzt werden, da diese ein identisches Applikations-Setup benötigen. Es handelt sich dabei in der Regel um so genannte Task Worker, die einen zu 100 Prozent definierten Desktop-Arbeitsplatz benötigen, zum Beispiel für SAP ERP oder Microsoft-Anwendungen wie Word, Excel und Powerpoint. Hierfür ist eine Shared-Desktop-Umgebung ideal geeignet.
Kleine und mittelständische Unternehmen können eine solche Architektur beispielsweise mit der Lösung Citrix XenApp aufbauen, die ein zentrales Hosting und Management von Applikationen im Rechenzentrum ermöglicht.
Auch Applikationen eignen sich für die Virtualisierung
Generell ist festzuhalten, dass Applikationsvirtualisierung mehr ist als eine sinnvolle Ergänzung. Die beschriebenen Funktionsweisen bei VDI- und Shared-Desktop-Lösungen zeigen, wie eine dynamische Infrastruktur aufgebaut werden kann. Ähnlich dynamisch und verteilt können auch Applikationen bereitgestellt werden. Auch sie können zentral im Rechenzentrum betrieben und für den Multi-User-Zugriff vorgehalten werden.
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