Bei Servern und Storage-Systemen muss nicht Schluss sein mit der Virtualisierung

Zentrale Bereitstellung und Verwaltung von Arbeitsplätzen

| Autor / Redakteur: Michael Hohl, Transtec / Rainer Graefen

Michael Hohl ist Head of Datacenter Solutions bei der transtec in Tübingen
Michael Hohl ist Head of Datacenter Solutions bei der transtec in Tübingen (Transtec)

Dass für die meisten Unternehmen kein Weg an einer Server- und Storage-Virtualisierung vorbeiführt, dürfte heute außer Frage stehen, da die Vorteile nicht wegzudiskutieren sind. Sie zeigen sich vor allem im Hinblick auf das Thema Kostenreduzierung.

Die Chancen, die die Virtualisierung bietet, schöpfen viele Unternehmen immer noch unzureichend aus. Während Server- und Storage-Virtualisierung schon häufig Status quo sind, bleiben Client-Infrastruktur und Applikationen vielfach unberücksichtigt.

Gerade kleine und mittlere Unternehmen agieren zögerlich; im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes sollten sie überprüfen, wann und wo eine Virtualisierung sinnvoll ist. Der Themenkomplex Virtualisierung erstreckt sich von virtualisierten Server- und Speicherinfrastrukturen bis hin zur Desktop- und Applikationsvirtualisierung.

Planungsfragen

Die Beweggründe für die Einführung einer Virtualisierungslösung sind unterschiedlichster Natur: Sie reichen von einer Vereinfachung und Flexibilisierung des Betriebes von Servern und Diensten über die zentralisierte Bereitstellung von „Arbeitsplätzen“ bis hin zur sicheren Verwaltung von Daten.

Das Angebot an Virtualisierungslösungen ist umfassend und gerade für kleine und mittlere Unternehmen, die nur über begrenztes Virtualisierungs-Knowhow verfügen, nur schwer zu durchschauen.

Ein Lösungspartner ist hier vielfach unverzichtbar. Gemeinsam mit ihm muss ein Unternehmen dann bereits im Vorfeld einer Lösungsevaluierung und -implementierung die richtigen Weichen stellen. Fragen, die schon in der Planungsphase zu berücksichtigen sind, lauten etwa:

  • In welchen Bereichen macht Virtualisierung überhaupt Sinn (Server, Speicher, Desktop oder Applikationen)?
  • Welche Lösungen eignen sich für die eigene Umgebung am besten?
  • Welche Funktionalitäten werden wirklich benötigt?
  • Welcher Grad der Virtualisierung ist sinnvoll?
  • Welche Anforderungen stellen Fachabteilungen an die Infrastruktur?
  • Welche Investitions- und Betriebskosten entstehen?
  • Was ändert sich für die Administration und die Betriebsprozesse bei einer Virtualisierung?

Durch den Einsatz von Virtualisierungstechnologien kann die Anzahl der erforderlichen physischen IT-Ressourcen deutlich gesenkt werden. So werden beispielsweise auch bei kleinen und mittelständischen Unternehmen heute immer weniger dedizierte Web-, Mail- oder Fileserver eingesetzt, die jeweils nur einen geringen Anteil der Prozessor-Leistung beanspruchen und damit äußerst ineffizient sind. Laut Marktforscher Gartner liegt der Virtualisierungsgrad aller Serverinstallationen heute schon bei über 50 Prozent. Prognostiziert wird, dass 2016 bis zu 86 Prozent aller Server-Workloads virtualisiert sein könnten. Und auch Storage-Virtualisierung ist heute angesichts eines kontinuierlich steigenden Datenaufkommens ein immer wichtigeres Thema.

Lizenzproblematik

Zurückhaltender sind viele Unternehmen bei der Virtualisierung von Desktops und Applikationen. Doch auch hier beginnt langsam ein Umdenken. Das hat sich gerade aktuell bei der Einstellung des Supports für Windows XP gezeigt. Nicht zu vergessen ist dabei, dass auch Office 2003 und Exchange 2003 im April 2014 End-of-Life gingen. Viele Unternehmen – gerade kleine und mittlere – haben sich im Zuge dessen erstmals mit Lösungen im Bereich Desktop- und Applikationsvirtualisierung beschäftigt.

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