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Bei Servern und Storage-Systemen muss nicht Schluss sein mit der Virtualisierung

Zentrale Bereitstellung und Verwaltung von Arbeitsplätzen

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Ein weiterer Grund war, dass bei Firmen mit Windows-basierten Netzwerken unterschiedliche Lizenzen für die Office-Versionen 2003 bis 2013 vorhanden waren. Permanente Kompatibilitätsprobleme auf Anwenderseite waren die Folge. Und für die IT-Abteilungen war es dadurch nahezu unmöglich, Standard-Images zu nutzen und Updates einzuspielen, ohne dass es zu Störungen kam. Auch dies hat die Nachfrage nach Applikations- und Desktopvirtualisierung erhöht.

Client-Virtualisierung bietet zusätzliche Reduzierung von Administrationsaufwand und Kosten

Analog zu Servern und Storage-Systemen lassen sich auch Clients virtualisieren und als virtuelle Maschinen im Rechenzentrum betreiben. Dabei können Unternehmen unterschiedlichste Virtualisierungsoptionen wählen: von der zentralen Applikationsbereitstellung auf Terminal-Servern oder mittels Applikationsvirtualisierung über das Hosten individueller Desktops im Rechenzentrum durch den Aufbau einer Virtual Desktop Infrastructure (VDI) bis hin zu einem Anwendungs-Streaming bei Bedarf.

Geteilte Front-end-Infrastruktur

Zur Umsetzung der unterschiedlichen Konzepte stehen Unternehmen mehrere Virtualisierungslösungen zur Verfügung, zum Beispiel Citrix XenDesktop, Citrix XenApp, Microsoft Remote Desktop Services (RDS) oder VMware Horizon View.

Der entscheidende Vorteil der Client-Virtualisierung liegt in der Reduzierung des hohen Aufwandes für die Administration einzelner Arbeitsplätze. Vor allem Unternehmen mit einer dezentralen Organisationsstruktur können damit die Verwaltung ihrer Desktop-Infrastruktur erheblich vereinfachen.

Mit Hilfe der Desktop-Virtualisierung können IT-Administratoren virtuelle Desktops im Rechenzentrum auf Servern bereitstellen und zentral verwalten. Für den einzelnen Anwender hat das keinerlei Auswirkungen. Er kann wie gewohnt arbeiten.

Im Wesentlichen bieten sich dabei für kleine und mittelständische Unternehmen vor allem zwei unterschiedliche Lösungsansätze an: die Implementierung von virtuellen Desktops in einer Virtual Desktop Infrastructure oder von Shared Desktops.

Virtueller Desktop schützt Investitionen

Bei einer Virtual Desktop Infrastructure werden wie bei der Servervirtualisierung das Betriebssystem und die Applikationen durch einen Hypervisor von der physischen Hardware im Rechenzentrum getrennt. Jeder Benutzer hat im Gegensatz zu einem Shared Desktop einen dedizierten Desktop.

Zentraler Vorteil ist ein deutlich verringerter Aufwand bei der Administration, beispielsweise mit schnelleren Reaktionszeiten bei erforderlichen Änderungen wie Upgrades, Updates oder Migrationen.

Durch die zentrale Datenhaltung im Rechenzentrum wird auch die Datensicherheit deutlich erhöht. Und nicht zuletzt können durch den Einsatz einfacher Endgeräte wie Thin Clients auch die Kosten gesenkt werden, gerade im Hinblick auf den niedrigeren Energieverbrauch.

Da die Anforderungen an die benötigten Clients minimal sind, können bei der Umsetzung eines virtuellen Desktop-Ansatzes nahezu alle möglichen Endgeräte verwendet werden, von Smartphones oder Notebooks über Tablets bin hin zu Thin- und Zero-Clients. Auch vorhandene Desktop-PC-Systeme können problemlos weiter genutzt werden.

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