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IBM 3380 setzt auf Blockmultiplexkanäle
1981: IBM 3380 waren Magnetplatteneinheiten, die als Neuentwicklung für die 3880-Steuereinheiten optimiert waren und das CKD-Format fortsetzten. Die IBM 3380 übertrug mit drei Megabyte pro Sekunde und nutzte dabei spezielle Fähigkeiten der Blockmultiplexkanäle (Data Streaming). Die neuen Laufwerke kamen gerade rechtzeitig, denn zu diesem Zeitpunkt war deutlich geworden, wie notwendig es bei der engen Beziehung zwischen Prozessoren und Plattenspeichern war, die Leistung beider aufeinander abzustimmen.
1981 wurden die Standardmodelle AA4 und B04 der IBM 3380 angekündigt. 1985 folgten die erweiterten Modelle AD4, BD4, AE4 und BE4. 1987 wurden die schnellen AJ4 und BJ4 und die schnellen, großkapazitiven Modelle AK4 und BK4 angekündigt. Ebenso erfolgte 1987 die Ankündigung der 3380 CJ2, eines Modells, bei dem die Steuereinheit im Plattengehäuse integriert war.
Suchzeiten zwischen 12 und 16 Millisekunden
Die Zeit der 3380-Platte brachte im Antwortzeitverhalten, im Durchsatz und in den hohen Kapazitäten für die damals betriebenen IBM-Rechner 3031, 3032, 3033, 3042 und /370 große Fortschritte. Die durchschnittlichen Suchzeiten bewegten sich – je nach Modell – zwischen 12 und 16 ms. Immer zwei Laufwerke waren in einer Gehäuseeinheit untergebracht. Pro Laufwerk wurden Kapazitäten von 1,26 Gigabyte (J-Modelle) und 3,78 Gigabyte (K-Modelle) abgebildet. Dies bedeutete für einen voll ausgebauten 4-pfadigen Strang von J-Modellen eine Gesamtkapazität von 20,16 Gigabyte und bei den K-Modellen wurden bis zu 60,5 Gigabyte Gesamtkapazität erreicht.
Die Platten wurden im 14-Zoll-Format gebaut. Um die gewichtigen Plattenstapel aus den Gehäuseeinheiten zu heben, wurden vom technischen Außendienst speziell dafür gebaute Hubwagen eingesetzt. Im 3880/3380-Subsystem wurde aus Pfadredundanzgründen die Funktion „Dynamic Path Reconnect“ eingeführt, die im Falle eines Pfadfehlers dafür sorgte, dass die Datenübertragung zu jedem HDA des Subsystems auf einem alternativen Pfad erfolgen konnte. Diese Multipfadarchitektur in Verbindung mit dem neuen Kanalsubsystem des Mainframes sorgte für einen um 30 Prozent höheren Durchsatz im Speichersubsystem.
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