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Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium 1975 bis 1993 – die Epoche der fest eingebauten Platten mit externen Kontrolleinheiten, Teil 1

| Autor / Redakteur: Kurt Gerecke und Klemens Poschke / Nico Litzel

Die Anforderungen bezüglich Hochverfügbarkeit steigen beständig. Daher ging man von den Wechselplatten zu fest eingebauten Platten über, da diese um ein Vielfaches zuverlässiger waren. Bei den Steuereinheiten wurde mit dem Modell 3880 erstmals ein Cache und entsprechende Caching-Algorithmen vorgestellt. Anfang der 90er-Jahre wurde zudem die „Braune“-Platten-Produktion auf Dünnfilm-Beschichtungen umgestellt.

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Der Magnetbandspeicher IBM 3350 bot eine Maximalkapazität von 2.536 Megabyte, 317 Megabyte pro Laufwerk. Hinten links: Display-Einheit für Microfiches. Rechts hinten: Steuerkonsole des Systems/370 Modell 168
Der Magnetbandspeicher IBM 3350 bot eine Maximalkapazität von 2.536 Megabyte, 317 Megabyte pro Laufwerk. Hinten links: Display-Einheit für Microfiches. Rechts hinten: Steuerkonsole des Systems/370 Modell 168
( Archiv: Vogel Business Media )

1975: Mit dem Magnetplattenspeicher IBM 3350 ging die IBM wieder zu fest eingebauten Platten über. Das bedeutete einen entscheidenden Schritt zu höherer Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit sowie höherer Aufzeichnungsdichte. Bei dieser Konstruktion waren gegenüber der mit Datenmodulen arbeitenden Type IBM 3340 potenzielle Störstellen nicht mehr vorhanden, auf die 70 Prozent der notwendigen Technikereingriffe zurückzuführen waren. Tatsächlich registrierte der Technische Außendienst bei IBM 3350 im Durchschnitt weniger als einen Eingriff pro Einheit und Jahr.

IBM 3350 und die Nachfolgeprodukte setzten das mit IBM 3330 begonnene Strangkonzept fort. An eine Kopfeinheit (Master Unit) mit zwei Laufwerken konnte man bis zu drei Nebeneinheiten anschließen. Ein Strang bestand also aus acht Laufwerken. Die Kopfeinheit besaß grundsätzlich zwei Ein-/Ausgänge zur Steuereinheit IBM 3830. Die beiden Verbindungen konnten zu verschiedenen Einheiten 3830 führen. Fielen ein Kanal, eine Steuerung oder Steuerelemente in der Kopfeinheit aus, lief der Betrieb auf der zweiten Verbindung zu jedem Laufwerk weiter, wenn auch mit geringerer Leistung. Man kann in diesem neuen Konzept den ersten Einstieg in Konzepte der Fehlertoleranz erkennen.

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Weil mit dem Magnetplattensystem IBM 3350 mit fest eingebauten Platten nun die Magnetbandrolle das einzige auswechselbare Speichermedium für Datensicherung, Offline-Archivierung und Datenträgeraustausch blieb, löste die IBM 3350 einen deutlichen Verkaufsanstieg bei Magnetbandeinheiten aus, insbesondere bei den schnellen Modellen 6 und 8 des Magnetbandsystems 3420. Fortan waren Magnetbänder unverzichtbarer Bestandteil größerer und auch mittlerer Datenverarbeitungssysteme.

Weiter mit: IBM 3310 Direct Access Storage

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