Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium

1975 bis 1993 – die Epoche der fest eingebauten Platten mit externen Kontrolleinheiten, Teil 2

16.02.2010 | Autor / Redakteur: Kurt Gerecke und Klemens Poschke / Nico Litzel

Das Magnetbandsystem IBM 3490 kam 1989 auf den Markt. Zwei jahre später folgte die erweiterte Version 3490E.
Das Magnetbandsystem IBM 3490 kam 1989 auf den Markt. Zwei jahre später folgte die erweiterte Version 3490E.

Die sehr lange anhaltende Epoche der fest eingebauten Platten mit externen Steuereinheiten war geprägt durch konstante Weiterentwicklungen im Hinblick auf Datensicherheit und Investitionsschutz. Oberstes Gebot war neben Datensicherheit die Gesamtleistung des Verbundes von Rechnern und Speichersystemen.

1991: In diesem Jahr wurde von IBM der erste Schritt in Richtung kleinerer Formfaktoren von Magnetplattenlaufwerken in Subsystemen eingeleitet. Die angebotenen Plattensysteme IBM 9340 und IBM 0662, erstmals auf der Basis von Plattendurchmessern mit 5,25 bzw. 3,5 Zoll, bestanden aus einem Rahmen, in den die Steuereinheit zusammen mit mehreren Plattenlaufwerken eingebaut wurden.

Bis zu acht Platteneinschübe

Ein Standardrahmen Typ 9309 nahm bis zu acht Platteneinschübe vom Typ IBM 9345 auf. Ein Platteneinschub enthielt zwei Laufwerke mit jeweils 1 oder 1,5 Gigabyte Speicherkapazität. Es waren 5¼-Zoll-Laufwerke neuster Technologie mit einer Datenrate von 4,4 Megabyte pro Sekunde, mittlerer Umdrehungswartezeit von nur 5,6 ms und in bewährter Count-Key-Data(CKD)-Speicherungsform. Für Anforderungen bis 24 Gigabyte gab es den Steuereinschub IBM 9341, der als 2-Pfad-Subsystem ohne Cache an die Prozessoren-Reihe 9221 oder 9370 angeschlossen war.

Größerer Speicherbedarf und noch höhere Anforderungen wurden mit dem Standardrahmen IBM 9343 mit eingebauter Steuereinheit mit 4-pfadigem Funktionsumfang und mit 9345-Einschüben abgedeckt. Die Kapazität konnte stufenweise auf 48 Gigabyte ausgebaut werden. Die IBM 9341/9343 erlaubten das unterbrechungsfreie Hinzufügen von Platteneinschüben. Hohe Leistung ohne Cache wurde im Speziellen bei Datenbankanwendungen mit hohem Random-Zugriff erzielt. Erhebliche Steigerungen bei entsprechenden Anwendungen wurden später durch einen modellabhängigen 32- bis 64-Megabyte-Cache möglich.

Weiter mit: 3490 – Bandsystem mit 18 und 36 Spuren

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