Anbieter zum Thema
Tape-Virtualisierungslösungen für Mainframes
Um dieses Problem zu beheben, fing IBM an, Tape-Virtualisierungslösungen für den Mainframe-Bereich zu entwickeln, um die dahinter angeschlossene physikalische Ressource sowohl in der Kapazität der Kassetten als auch in der Datenrate von Laufwerken maximal nutzen zu können. Aus einer anfänglichen Software-basierenden Volume-Stacking-Lösung entstand der 3494 Virtual Tape Server VTS, der im Juni 1997 mit dem ersten Modell B16 auf den Markt kam. Dabei wurden die Tape Volumes, die es zu sichern galt, auf einem Plattenpuffer zwischengespeichert und dabei indexiert. Sobald so viele Volumes in den Plattenpuffer geschrieben waren, dass sie eine 3590-Kassette füllen konnten, wurde eine Kopie der gesamten Ansammlung von Platten auf die schnellen Laufwerke geschrieben (Premigration) und dabei die Kassetten maximal aufgefüllt (Stacked Volume Prinzip). Das Original verblieb im Plattenpuffer. Dadurch konnte der Nutzgrad der Kassettenkapazitäten und der Laufwerkgeschwindigkeiten maximiert werden.
Recalls von Volumes, die noch im Plattenpuffer standen, wurden in Plattengeschwindigkeit durchgeführt und beim Backup konnten viele Jobs parallel angestoßen werden, da viele virtuelle Laufwerke zur Verfügung standen. IBM implementierte eine sogenannte „Outboard“-Lösung, die völlig transparent zum Host und dem MVS-Betriebssystem war und dieselbe Transparenz gegenüber dem Bandverwaltungssystem und dem Katalogeintrag zeigte. Emuliert wurden 3490E-Laufwerke mit Kassettenkapazitäten von 400 bzw. 800 Megabyte und der Host registrierte gar nicht, dass er keine physischen Laufwerke im Zugriff hatte.
Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem IBM-System-Storage-Kompendium. Hier finden Sie das vollständige Kompendium in Form eines Whitepapers.
(ID:2043407)