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„Advanced Functions” für die Folgemodelle
Das Modell B18 wurde in den Folgejahren funktional erweitert. Import-/Export-Möglichkeiten von logischen Volumes waren möglich. Mit der Einführung von Folgemodellen im August 2001, der Modelle B10 und B20, wurden neben den ESCON-Anschlüssen auch FICON-Anschlüsse verfügbar und eine große Palette von neuen Funktionen kam zum Einsatz, die auch noch für das alte Modell B18 in eingeschränkter Form zur Verfügung stand.
Diese neuen Erweiterungen, als „Advanced Function” bezeichnet, erlaubten über ein APM (Advanced Policy Management) neue Funktionalitäten am IBM VTS. Sie sind bis heute aktiv im Einsatz und bilden die Verzahnung mit SMS (System Managed Storage) als integralem Bestandteil des z/OS-Betriebssystems.
„Logical Volume Pool Assignment” und „Selective Dual Copy”
Die Funktionalität „Logical Volume Pool Assignment” bietet die Möglichkeit, logische Volumes einzeln pro Nummernkreis in unterschiedlichen physischen Kassetten-Pools zu verwalten. Damit wurde der IBM VTS mandantenfähig. Mit „Selective Dual Copy” können zwei Kopien eines logischen Volumes in zwei unterschiedlichen physischen Kassettenpools erzeugt werden. Die Funktion „Peer to Peer Copy Control” adressiert einen PtP-VTS-Komplex und erlaubt die Steuerung, welche logischen Volumes in einem PtP-Komplex im Immediate Copy Mode und welche logischen Volumes im Deferred Copy Mode gespiegelt werden.
Mit „Tape Volume Cache Management” (diese Funktion war bereits vorher verfügbar, allerdings Host-gesteuert) können logische Volumes einer Cache Management Preference Group zugeordnet werden. Es stehen zwei Preference Groups zur Verfügung. Die Preference Group steuert, wie die logischen Volumes im Plattenpuffer behandelt werden.
Peer to Peer VTS
Die wohl wichtigste Einführung im August 2000 war aber das Prinzip der Spiegelung von ganzen VTS-Systemen, die auch heute noch als Peer to Peer VTS bezeichnet wird und sich im Markt, vor allem bei Banken und Versicherungskunden, schnell durchsetzte. Dabei bietet ein Peer-to-Peer-VTS-Komplex synchrone Spiegelmöglichkeit und eine asynchrone Spiegelung an. Über eine weitere Funktion, die 2004 eingeführt wurde (Selective Peer to Peer Copy), können auch einzelne Volumes oder ganze Storage-Gruppen sowohl gespiegelt als auch ungespiegelt in einem VTS-Peer-to-Peer-Spiegelkomplex verwaltet werden.
Die VTS-Geschichte, die 1997 begann, war für die IBM vor allem im Mainframe-Umfeld eine einzigartige Erfolgsgeschichte und IBM entschloss sich, diese Erfolgsgeschichte mit neuen Systemen und neuen Funktionalitäten über die folgenden Jahre fortzusetzen.
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