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Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium

1999 bis 2005 – die Epoche der Multiplattform-Systeme und des Fibre Channel SAN und NAS, Teil 1

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96 Prozent Preisverfall

Heute sind SANs selbst für sehr kleine Betriebe bezahlbar. Der Preisverfall von 2003 bis 2006 liegt in einem Bereich von nahezu 96 Prozent. Dieser Preisverfall wurde maßgeblich durch die neuen Bandbreitenmöglichkeiten der IP-Netze auf Ethernet-Basis erzielt und stellt durchaus, vor allem heute (10-Gbit-Ethernet), die Notwendigkeit von SANs infrage, wenn es um Engpässe in der Datenübertragungsmöglichkeit geht. Trotzdem, vor allem aufgrund der Managementmöglichkeiten, ist davon auszugehen, dass SAN-Netze von 4 Gbit in Richtung 8 Gbit (oder 12 Gbit) weiterentwickelt werden, die zu den bestehenden Netzen (Autosensing) kompatibel bleiben.

Neben den Möglichkeiten und Vorteilen von SANs bot IBM in den Jahren 2000 bis 2004 auch Lösungen und Produkte auf dem Sektor Networking Attached Storage (NAS) an. NAS-Systeme sind vorkonfigurierte Fileserver. Sie bestehen bis heute aus einem oder mehreren internen Servern mit vorkonfigurierter Plattenkapazität und werden über Ethernet an das LAN angeschlossen, wo sie ihren Plattenspeicher als Fileserver oder als HTTP-Server zur Verfügung stellen. NAS-Server sind speziell für das File Sharing entwickelt. Der Vorteil von NAS im Vergleich zu klassischen Fileservern bestand im geringen Installations- und Wartungsaufwand.

IBM NAS 200 und 300

Die IBM-NAS-Modelle 200 und 300 waren Lösungen speziell für Kunden, die in einem Windows-Umfeld Speicher konsolidieren wollten. Alle IBM-NAS-Appliances wurden mit einem vorkonfigurierten Microsoft-Windows-Betriebssystem ausgeliefert. Dieses Windows wurde speziell für Fileserving angepasst. Routinen, die überflüssig waren, wurden aus dem Betriebssystem entfernt, um die Leistung und Zuverlässigkeit zu erhöhen. Dadurch boten die IBM-NAS-Modelle sehr gute Performance in einer Windows-Umgebung (CIFS). Auch in einem gemischten Windows- und UNIX (NFS)-Umfeld zeigten die IBM-NAS-Modelle eine gute Leistung.

Für klassische Block-I/O-Anwendungen wie Datenbanken waren solche Fileserver nicht vorgesehen, weil diese Anwendungen direkt auf einen formatierten Plattenplatz ohne ein darüberliegendes Filesystem zugreifen. Dafür waren Lösungen wie Direct Attached Storage (DAS), Storage Area Networks (SAN) und iSCSI-Produkte besser geeignet.

Weiter mit: Gateways rücken NAS und SAN enger zusammen

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