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Gateways rücken NAS und SAN enger zusammen
Um die Speicherressourcen im SAN für Fileserving zu nutzen, bot die IBM, damals am Anfang als einziger Vendor, die Möglichkeit, vorhandene IP-Netzwerkstrukturen über ein NASGateway mit dem SAN zu verbinden. Das NAS Gateway war ein dedizierter Fileserver. Dieser war mit dem SAN über Fibre Channel verbunden und so in der Lage, Kapazitäten z. B. eines Enterprise Storage Servers ESS im SAN optimal für Fileserving einzusetzen. Durch die Nutzbarmachung eines SAN-Speicherpools über Gateways konnten Fileserver in ein SAN konsolidiert werden. Ebenso wurde durch die Nutzung des Speichers im SAN eine Server-unabhängige Skalierung bezüglich der Kapazitäten möglich. Das NAS Gateway 300G wurde später, im Jahr 2004, durch das wesentlich leistungsstärkere Gateway 500 ersetzt.
TCP/IP-Verbindung ersetzt das SCSI-Kabel
iSCSI ist eine gemeinsame Entwicklung der Firmen IBM und Cisco. Dabei wird das SCSI-Protokoll über TCP/IP übertragen. iSCSI verfolgt damit einen ähnlichen Ansatz wie SAN, mit dem Unterschied, dass bei iSCSI eine TCP/IP-Verbindung das SCSI-Kabel ersetzt, und stellte damals in Bereichen mit niedrigen oder mittleren Leistungsanforderungen eine kostengünstigere Alternative zu SANs dar.
Der Vorteil bestand darin, dass bereits vorhandene IP-Netzwerke direkt genutzt werden konnten und nicht ein separates Glasfasernetz in Form eines SANs aufgebaut werden musste. Die Implementierung von iSCSI-Lösungen im Vergleich zu SANs war wesentlich einfacher und erforderte nicht den hohen IT-Skill, der bei einem Aufbau eines Storage Area Network (SAN) notwendig war. Die IBM Modelle IP Storage 200i (Modelle 200 und 225) verwendeten im Gegensatz zu den NAS und NAS Gateways Linux als Betriebssystem (Kernel) und boten eine Kapazität von 108 Giga- bis 1,74 Terabyte an.
Die iSCSI-Lösungen setzten sich allerdings auf dem Markt nicht wirklich durch, zumal kurze Zeit später der enorme Preisverfall der Monomode-Glasfaser einsetzte, der die Implementierung von SANs auch im Mittelstand und für Kleinbetriebe bezahlbar machte.
Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem IBM-System-Storage-Kompendium. Hier finden Sie das vollständige Kompendium in Form eines Whitepapers.
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