Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium

1999 bis 2005 – die Epoche der Multiplattform-Systeme und des Fibre Channel SAN und NAS, Teil 1

24.02.2010 | Autor / Redakteur: Kurt Gerecke und Klemens Poschke / Nico Litzel

1999 bis 2006: IBM SAN, Switches und Direktoren der Hersteller Brocade, McData (CNT) und Cisco
1999 bis 2006: IBM SAN, Switches und Direktoren der Hersteller Brocade, McData (CNT) und Cisco

In dieser Epoche lösten sich die Speichersysteme von ihrer bisherigen Server-Abhängigkeit. Neben Multiplattform-Systemen wurden parallel für die Open-System-Plattformen Fibre-Channel-Systeme gebaut, die sich an den entstehenden und immer weiter verbreiteten SANs anschließen ließen. SANs und SAN-Strategien beherrschten immer mehr den Markt. Auch die zSeries stellte von ESCON auf FICON um, um ESCON-Protokollpakete über den Fibre Cannel zu transportieren.

Die Epoche der RAID-Systeme war bis 1999 so gestaltet, dass Plattensysteme für den Mainframe-Bereich zur Verfügung standen, während der Open-Systems-Bereich eigene, damals direkt angeschlossene Plattensysteme verwendete. Nur Tape Libraries waren in der Lage, beide Welten zu unterstützen. Das Datenwachstum in dieser Zeit war dramatisch, oft über 60 Prozent pro Jahr für Rechenzentrumsbetriebe. Die IP-Netze und die damit verbundene Infrastruktur, damals Ethernet auf 10-Megabit-Basis, erlaubten kaum, riesige Datenmengen über IP-Infrastrukturen hin und her zu bewegen.

Fibre-Channel-Switches von Brocade

Der Ruf nach separaten Speichernetzwerk-Infrastrukturen wurde immer lauter, um der Datenflut entgegenzuwirken. 1998 kamen von der Firma Brocade die ersten Fibre-Channel-Switches auf 8-Port-Basis mit 1-Gigabit-Ports auf den Markt. Eine neue Infrastruktur, das SAN (Storage Area Network) auf Fibre-Channel-Basis, sollte in den kommenden Jahren eine wahre Blütezeit erleben.

Die Anfänge der ersten SAN-Infrastrukturen fanden allerdings schon zwei Jahre früher statt. Sie kamen bereits 1996 in Hochleistungsrechenzentren der Universitäten zum Einsatz und wurden von der Firma Ancor zur Verfügung gestellt. 1998 wurde der erste 8-Port-Switch von der Firma Brocade im kommerziellen Rechenzentrumsumfeld bei der IT Austria in Wien eingesetzt und in den Folgejahren gingen viele Firmen dazu über, in den unterschiedlichsten Unternehmensbereichen SAN-Infrastrukturen zu implementieren.

Nicht nur im Open-Systems-Bereich erlebte die Glasfaser eine neue Blütezeit, auch die Mainframe-Umgebungen wechselten, beginnend mit dem Jahr 2001, von der bisherigen ESCON-Umgebung (Enterprise Storage CONnection) mit den bis dahin verwendeten ESCON-Direktoren auf Glasfasernetze, um zusammengefasste ESCON-Pakete über die Glasfaser zu übertragen.

Das Ganze wird heute als FICON bezeichnet (Fibre CONnection). Dadurch konnten die hohen Übertragungsraten der Monomode-Glasfaser mit entsprechenden Multiplexingverfahren auch im Mainframe-Bereich genutzt werden.

Weiter mit: Mainframe und Open Systems sind zwei Welten

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