Kommentar Chris Wahl, Rubrik

2018: Herausforderung Datenmanagement

| Autor / Redakteur: Chris Wahl / Tina Billo

(Bild: geralt/Pixabay / CC0)

Pünktlich zum Jahresstart werfen die Speicherhersteller gerne einen Blick in die Zukunft. So auch das US-amerikanische Startup Rubrik, das sich als Cloud Data Mangagement Company am Markt positioniert. 2018 sieht das Unternehmen vier Entwicklungen, die Einfluss auf das Management von Daten und dabei verfolgte Strategien nehmen könnten.

Vielleicht klingt es sehr plakativ, aber 2018 ist aus unserer Sicht das Jahr, in dem die Cloud "nach Hause kommt". Aus den öffentlichen Wolken beziehbare Dienste werden wesentlich näher an die Unternehmen rücken und im Idealfall mit bestehenden Anwendungen und Infrastrukturen verstärkt integriert.

Hinzu kommen weitere Faktoren, die an Datenmanagement-Lösungen gestellte Anforderungen steigern. Hierzu zählt unter anderem die voraussichtlich zunehmende Nutzung schon heute verfügbarer Cloud-Tools und von Anwendungen der künstlichen Intelligenz (KI) sowie des Maschinellen Lernens (ML).

Zudem ist es nicht mehr lange hin, bis die neue europäische Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) in Kraft tritt, durch deren Umsetzung sich die für den Umgang mit Daten geltenden Rahmenbedingungen entscheidend verändern.

Chris Wahl ist Chief Technologist bei Rubrik.
Chris Wahl ist Chief Technologist bei Rubrik. (Bild: Rubrik)

Die Art und Weise wie Unternehmen künftig die Cloud nutzen, wird sich dadurch wandeln. Das wiederum führt dazu, dass bereits darauf ausgelegte Lösungen und Plattformen weiter an Bedeutung gewinnen. Diese müssen so konzipiert sein, dass sie mit folgenden vier zentralen Entwicklungen Schritt halten und mit ihnen verbundene Herausforderungen meistern können.

Cloud-Dienste für Unternehmen

Im neuen Jahr wird es einen massiven Kampf zwischen den Anbietern geben, wenn es darum geht, Cloud-Dienste direkt an Unternehmen zu liefern. Bei den drei großen Providern ist eine Erweiterung des Angebots und verstärkte Unterstützung durch Partner (Azure mit Azure Stack, Google Cloud Platform mit Nutanix und AWS mit VMware) im Gange.

Dabei geht es darum, ein umfassendes Serviceportfolio zu etablieren, um On-Premise-Bereitstellungen in privaten Rechenzentren und Zweigstandorten auf neue Beine zu stellen. Eine Integration mit Cloud Data Management muss Unternehmen, Regierungsbehörden und sonstigen Organisationen dabei helfen, sich digital zu transformieren. Dies schafft die Grundvoraussetzung, um das Hybrid-Cloud-Modell in vollem Umfang nutzen zu können.

Omnipräsenz von Cloud-Tools

Moderne Unternehmen bewegen sich zunehmend in einer von Containern, "API-first"-Architekturen und Cloud-nativen Anwendungen gekennzeichneten IT-Welt. Anstelle von E-Mail tritt Instant Messaging mit Slack und relationale Datenbanken werden durch NoSQL ersetzt. Die Nutzung von Cloud-Tools angehend, bewegen sich die meisten Organisationen jedoch derzeit noch an der Oberfläche.

Das wird sich schrittweise ändern. In naher Zukunft werden die Tools sowohl in Cloud- als auch in On-Premise-Umgebungen allgegenwärtig sein und vor allem Operations-Teams hiervon profitieren. Kubernetes wird unserer Meinung nach aus dem Rennen als einer der klaren Gewinner hervorgehen und die Verbreitung des Open-Source-Tools rapide zunehmen, sobald dessen Komplexität abnimmt und Governance hinzukommt.

Einhaltung der EU-DSGVO

Falls noch nicht geschehen, müssen sich Unternehmen spätestens bis zum Mai 2018 für die EU-DSGVO wappnen und ihre Datenstrategie gegebenenfalls ändern, um die neuen Richtlinien einhalten zu können. Dazu gehört zu prüfen, ob die bestehenden Maßnahmen hierfür ausreichen und konform zu den in Kraft tretenden Verordnungen sind. Um das Mandat erfüllen zu können, müssen zudem Lösungen zum Einsatz kommen, mit denen sich Daten effektiv indexieren und durchsuchbar machen lassen.

In Bezug auf die anstehende DSGVO ist "Sicherheit durch Design" ebenso unerlässlich. Die Vorschrift fordert Unternehmen auf, Lösungen zu verwenden, bei denen der Datenschutz bereits in die Entwicklung integriert ist und nicht erst zu einem späteren Zeitpunkt ergänzt wird. Die Anforderungen gelten für On-Premise- und Cloud-Umgebungen sowie für Maßnahmen, die durch Mitarbeiter verursachte Verstöße verhindern sollen.

Ziel ist es, dass die Daten unabhängig von ihrem Standort auf sichere und verantwortungsvolle Weise verwaltet werden. Dies wird durch End-to-End-Verschlüsselung für alle Umgebungen erreicht, wobei eine gleichbleibende Performance gewährleistet sein sollte.

Vormarsch von KI und ML-Anwendungen

Die Arbeit mit Anwendungen für künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen bleibt aktuell meist Datenwissenschaftlern vorbehalten. Um KI und ML künftig mehr Nutzern zugänglich zu machen, müssen Unternehmen eine solide Cloud-Data-Management-Strategie implementieren. Entscheidend ist dabei unter anderem, dass sie alle ihre Daten an einem Ort speichern können, damit sich auf diese für KI/ML-Anwendungen zentral zugreifen lässt.

Dies fordert von den betriebenen Datenumgebungen, dass diese kontinuierliche verfügbar, linear skalierbar sowie einfach in der Handhabung sind. Das Managementsystem muss so aufgebaut sein, dass es große Datenmengen handhaben, Repliken über Nodes verteilen und operative Prozesse mit geringer Latenz ausführen kann.

* Chris Wahl ist Cheftechnologe bei Rubrik

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