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Kondensator und Halbleiterspeicher statt Akku Adaptec bietet wartungsfreie RAID-Controller an

| Redakteur: Nico Litzel

Adaptec macht RAID-Controller mithilfe eines Kondensators in Kombination mit NAND-MLC-Flash wartungsfrei. Unter der Bezeichnung RAID Series 5Z Unified Serial Controller bietet das Unternehmen auf den Series-5-RAID-Produkten basierende Controller an, die zur Absicherung der Cache-Daten nicht wie üblich auf Battery Backup Units (BBUs) angewiesen sind.

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Die wartungsfreien RAID-Controller der Series 5Z von Adaptec arbeiten nicht mit Battery Backups Units, um Cache-Daten bei einem Stromausfall zu schützen, sondern mit einem Kondensator und NAND-Flash.
Die wartungsfreien RAID-Controller der Series 5Z von Adaptec arbeiten nicht mit Battery Backups Units, um Cache-Daten bei einem Stromausfall zu schützen, sondern mit einem Kondensator und NAND-Flash.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die „RAID Series 5Z Unified Serial Controller“ (Z steht für Zero-Maintenace) basieren auf den im März dieses Jahres vorgestellten Series-5-Produkten, mit denen sich bis zu 256 SAS- oder SATA-Festplatten koppeln lassen. Herkömmliche Controller greifen auf sogenannte Battery Backup Units zurück. Im Falle eines Stromausfalls werden die Daten im DRAM-Cache des RAID-Controllers mit einem Lithium-Ionen-Akku für bis zu 72 Stunden gepuffert. Steht innerhalb dieses Zeitraums der Strom wieder zur Verfügung, so werden die im Cache vorgehaltenen Daten auf Disk geschrieben.

Dieser Ansatz birgt einige Nachteile. Zum einen sind Lithium-Ionen-Akkus teuer, zum anderen altern sie und verlieren im Laufe der Zeit an Leistung. Hersteller empfehlen daher, die Akkus nach Ablauf einer einjährigen Garantiezeit auszutauschen. In der Praxis werden die Battery Backup Units allerdings zumeist erst nach zwei Jahren erneuert. Wenn die Units gewechselt werden, müssen die Speichersysteme heruntergefahren werden.

Kondensator und MLC-NAND-Flash schützen vor Datenverlust

Einen neuen Weg geht Adaptec mit den Zero-Maintenance-Modellen. Cache-Daten werden nicht mit einem Lithium-Ionen-Akku abgesichert, sondern mit einem hochkapazativen Kondensator (22 Farad Kapazität). Dieser wird innerhalb der Boot-Phase des Systems binnen zwei bis drei Minuten voll geladen – im Gegensatz zu den Li-Ion-Akkus, die erst nach mehreren Stunden ihre volle Ladung erreichen.

Wenn nun der Strom ausfällt, so stellt der Kondensator etwa eine Minute Notstrom zur Verfügung. In dieser Zeit werden die Daten im flüchtigen Cache (der Cache der Series 5 bietet 512 Megabyte Kapazität) auf einen nichtflüchtigen NAND-Flash-Speicher mit vier Gigabyte Kapazität geschrieben. Hier werden die Daten dann bis zu zehn Jahren sicher gespeichert, so Adaptec.

Die Z-Modelle sind laut Adaptec nicht nur für Anwender interessant, da sich mit ihnen Downtimes vermeiden lassen und nicht länger teure Akkus vorgehalten und später entsorgt werden müssen. Die wartungsfreien Modelle kommen beispielsweise auch Großhändlern entgegen. Die Internationale Flug-Transport-Vereinigung IATA hat kürzlich strenge Bestimmungen für den Transport von Lithium-Ionen-Akkus erlassen. Diese sehen unter anderem eine spezielle Verpackung und umfangreiche Sicherheitstests vor dem Transport vor.

Adaptec bietet vorerst drei wartungsfreie Modelle an: den Controller Adaptec RAID 5805Z mit acht internen Ports für 965 US-Dollar, das Modell 5445Z mit vier internen und vier externen Ports für 1.045 US-Dollar und die Variante Adaptec RAID 5405Z mit vier internen Ports für 785 US-Dollar. Preise in Euro stehen derzeit noch nicht fest.

(ID:2022641)