Ovum-Studie: Datenverfügbarkeit und -schutz im Cloud-Zeitalter, Teil 2[Gesponsert]

Anbietervergleich: Technologiekompetenz macht den Unterschied

Marktführer oder -herausforderer? Bestimmend hierfür sind die von den Ovum-Analysten vergebenen Bewertungen in den Kategorien „Technology“, „Execution“ und „Market Impact“.
Marktführer oder -herausforderer? Bestimmend hierfür sind die von den Ovum-Analysten vergebenen Bewertungen in den Kategorien „Technology“, „Execution“ und „Market Impact“. (Bild: © trueffelpix - stock.adobe.com)

Angelehnt an die im Technologiesektor im Verlauf der Jahre erzielten Fortschritte, entwickelte das Technologie- und Beratungsunternehmen Ovum seine als Orientierungshilfe gedachte Entscheidungsmatrix „Software-Based Data Availability and Protection Solution for the Cloud Era“, ebenfalls weiter. Diesmal lag der Fokus auf Funktionen, mit denen sich Datenbestände eines Unternehmens schützen sowie im Disaster-Recovery-Fall oder bei Datenverlusten direkt zur Verfügung stellen lassen. Wer hat sich dabei wie geschlagen?

Wie bereits in der vorangegangen Studie sicherten sich Commvault, IBM und Veeam erneut einen Platz unter den Marktführern. Ganz neu dabei ist Micro Focus. Der Hersteller schaffte nicht nur erstmals den Sprung in die Matrix, sondern sicherte sich in dieser auf Anhieb einen Platz unter den Top 4. Demgegenüber stehen die „Challenger“, namentlich Arcserve, Quest, Trilio und Zerto – allesamt ebenfalls „Newcomer“ bis auf den letztmalig noch unter dem Dell-Dach agierenden Anbieter Quest.

Im Gegensatz zu den Marktführern liegen die von Herausforderern in den meisten der insgesamt neunzehn Kategorien erreichten Punktzahlen lediglich im oder knapp unter dem Schnitt. Die schlechtere Benotung lässt sich darauf zurückführen, dass die Lösungen vom Funktionsumfang her noch nicht so breit aufgestellt sind wie die der Spitzenreiter. Insofern begründet Ovum ihre Einstufung in das Challenger-Segment auch mit „mangelnder Technologiekompetenz“. Anders verhält es sich hingegen beim Thema „Execution“ – in diesem Punkt scheint die Schere weniger weit auseinander zu gehen. Hier konnten die Herausforderer in mindestens 75 Prozent der Fälle mithalten.

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Die Marktführer

Wenngleich das Gesamtbild den Eindruck erweckt, dass die Unterschiede zwischen den Marktführern gar nicht so groß sind, sie in der einen oder anderen Kategorie tatsächlich recht ähnliche Ergebnisse erzielen, steckt der Teufel in den technischen Details. Die Stärken der Lösungen sind durch die vom Hersteller gesetzten Schwerpunkte bestimmt, das spiegelt sich in wiederum in den Funktionen wieder.

Die als Marktführer verorteten Hersteller verzeichneten durchgängig in sechs respektive sieben der technischen Kategorien Bestnoten und distanzieren sich damit deutlich von den Marktherausforderern.
Die als Marktführer verorteten Hersteller verzeichneten durchgängig in sechs respektive sieben der technischen Kategorien Bestnoten und distanzieren sich damit deutlich von den Marktherausforderern. (Bild: Ovum)

Commvault – mit 7,2 benotet und damit Spitzenreiter – punktete beispielsweise in den technischen Subkategorien „Plattformen“, Disaster Recovery (DR) und Replikation“ sowie „Reporting und Integration“. Besonders positiv beurteilten die Ovum-Analysten, dass sich die Lösungen in unterschiedlichsten IT-Umgebungen einsetzen lassen und Funktionen für die Sicherung von Data Lakes als auch Containern mitbringen. Weitere Pluspunkte seien, dass sich Daten über bis zu 100 Kilometer replizieren ließen und der RPO-Wert im DR-Modus zwischen fünf und zehn Minuten betrage. Das sei genau das, was der Markt fordere: Einfach handhabbare Lösungen, mit denen sich Daten an jedem Ort umfassend schützen lassen.

Veeam musste sich in der aktuellen Studie mit dem zweiten Platz begnügen und diesen aufgrund Punktgleichheit obendrein mit dem Neueinsteiger Micro Focus teilen. Am stärksten schnitt der Schweizer Hersteller bei Backup und Recovery- sowie Sicherheitsfunktionalitäten ab. Ebenso überzeugten die Lösungen die Bereitstellung und Gesamtbetriebskosten angehend. Ovum hob neben deren Marktreife ebenso ihre Interoperabilität hervor – hier erreichte die Veeam die Bestnote 10.

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Die Data Protector-Software von Micro Focus brillierte insbesondere in den Kategorien „Data Management“ und „Operational Management“. Die Unterstützung eines breiten Spektrums an Datentypen, eigenentwickelte anwendungsspezifische Datenschutzfunktionen, Features zur Ressourcenoptimierung und Kapazitätsplanung sowie die Unterstützung von Snapshot-Technologien verschiedener Hardware-Hersteller sind aus Sicht der Analysten einige der hervorstechendsten Merkmalen. Ihr Fazit: Eine sehr gute Lösung, die überdurchschnittlich abschneidet und einige kategorieführende Funktionen bietet.

Zum ersten Mal mit dabei, dennoch gleich in der Spitzenklasse: Die Lösungen von Micro Focus bewiesen nicht nur funktionelle Stärke, sondern waren auch gleich viermal und damit am häufigsten in der Kategorie „Execution“ vertreten.
Zum ersten Mal mit dabei, dennoch gleich in der Spitzenklasse: Die Lösungen von Micro Focus bewiesen nicht nur funktionelle Stärke, sondern waren auch gleich viermal und damit am häufigsten in der Kategorie „Execution“ vertreten. (Bild: Ovum)

Schlusslicht bei den Marktführern – obschon nur mit minimalem Abstand zu den Zweitplatzierten –, ist das Schwergewicht IBM. Im Hinblick auf Leistung und Skalierbarkeit räumte IBM Spectrum die maximale Punktzahl ab. Ausschlaggebend hierfür war, dass sich die Lösung in der Praxis für den Schutz von über 100 Petabyte (PB) an Daten bewährt hat. Hinzu kommt, dass sich eine 200 Terabyte große Datei aus einem vollständig komprimierten 2-PB-Backup per Instant Restore in weniger als fünf Minuten in einem Cloud-Ziel wiederherstellen lässt. Zu den weiteren technischen Kategorien, in denen IBM vorne mitspielt, zählen Backup und Recovery sowie Reporting und Integration.

Die Marktherausforderer

Am nächsten an die Spitzengruppe kommt Trilio dank des übergreifend positiven Abschneidens in der Kategorie Execution heran. Plus, dass es sich bei dem Unternehmen im Vergleich um den kostengünstigsten Anbieter handelt. Mit TrilioVault bietet der 2013 an

den Start gegangene Hersteller nach eigener Aussage die momentan noch einzige von Grund auf für den Einsatz in Openstack-basierten Cloud-Umgebungen entwickelte Backup- und Recovery-Software an. Dieser Kernkompetenz ist geschuldet, dass Trilio nach Ovum-Einschätzung das Potenzial besitzt, zu den Marktführern aufzusteigen. Und das obwohl die Lösung in keiner der neun technischen Kategorie Top-Punktzahlen verzeichnen konnte.

Den Ausschlag für Trilios Platzierung als Marktherausforderer Nummer eins gab unter anderem der verbuchte Umsatzzuwachs.
Den Ausschlag für Trilios Platzierung als Marktherausforderer Nummer eins gab unter anderem der verbuchte Umsatzzuwachs. (Bild: Ovum)

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Arcserve Unified Data Protection halten die Analysten für eine solide Lösung mit gängigem Funktionsumfang, die weder besondere Stärken noch Schwächen aufweist. Das spiegelt sich auch in den Ergebnissen wider. Zwar verbuchte die Software in den Feature-Sektionen und hier speziell bei den Gesamtbetriebskosten durchweg über dem Schnitt liegende Werte. Doch im Vergleich reichten diese nicht aus, um sich für die erste Liga zu klassifizieren.

Die Sicherung und Wiederherstellung von Medien gleich welchen Alters, eine Bereitstellungszeit von unter 30 Minuten sowie niedrige Wartungskosten verschafften Arcserve die ausgezeichnete Bewertung in der technischen Unterkategorie „Deployment and TCO“.
Die Sicherung und Wiederherstellung von Medien gleich welchen Alters, eine Bereitstellungszeit von unter 30 Minuten sowie niedrige Wartungskosten verschafften Arcserve die ausgezeichnete Bewertung in der technischen Unterkategorie „Deployment and TCO“. (Bild: Ovum)

Den dritten Platz unter den Herausforderern belegt Quest mit den aktuellen Versionen von Rapid Recovery und NetVault. Ihr Einsatz erleichtert Unternehmen Compliance-Vorgaben zu erfüllen sowie Best-Practice-Reports zu erstellen. Darüber hinaus spielen die Lösungen nativ mit den Produkten diverser Storage-Hersteller zusammen. Daher rühren auch die auf den Gebieten Reporting und Integration sowie operatives Management erreichten guten Klassements. Noch besser schlugen sich die Anwendungen in der Kategorie Execution – hier heimsten sie sogar 10 von 10 Punkten für ihre Interoperabilität ein. Auf die Gesamtbewertung wirkte sich allerdings das Fehlen nativer Sicherheits- und Datenmanagement-Funktionen aus, die teils mittels Lösungen von Drittanbietern aufgefangen werden.

Zerto bildet mit einer Gesamtpunktzahl von 5,4 die Nachhut unter den Herausforderern. Für die IT-Resilience-Plattform spricht, dass sich diese schnell implementieren lässt und Kostenvorteile bietet. Ovum stellte weiterhin die integrierten Reporting- und Integrationsfunktionen heraus, darunter die detaillierten Berichte zur Leistungs- und Ressourcenauslastung. Die Lösung sei trotz einiger fehlender Funktionen, die Zerto jedoch durch Partnerschaften mit Anbietern komplementärer Lösungen abdecken könnte, zufriedenstellend.

Studie bietet einen schnellen Überblick

Der von Ovum aufgelegte Bericht ist eine erste Orientierungshilfe für Entscheider, die sich auf die Schnelle einen groben Überblick über das Angebot an softwarebasierten Datenverfügbarkeits- und Datenschutzlösungen und die hinter den einzelnen Produkten stehenden Herstellern verschaffen wollen.

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Tiefer soll sich in den Funktionsumfang sowie die Differenzierungsmerkmale laut Report mit dem online bereitgestellten interaktiven Ovum Decision Matrix Tool einsteigen lassen, dass auf der Webseite des Analystenhauses derzeit allerdings nicht auffindbar ist.

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