Backup-Software für Mac

Apples Time Machine im Praxistest

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Microsoft empfiehlt daher, Entourage manuell vom Backup auszuschließen. Das ist schnell erledigt: Im Menü „Einstellungen” von Time Machine werden die „Optionen” geöffnet und Entourage in die Liste der Objekte aufgenommen, die nicht gesichert werden sollen. Hier kann man auch ganze Volumes oder einzelne Objekte hinzufügen, von denen kein Backup gezogen werden soll.

Wer einen Parallels-Ordner mit dem Disk-Image der Windows-Virtualisierung besitzt, sollte auch diesen von der Speicherung ausnehmen, damit nicht das ganze Image bei jeder Änderung in Windows vollständig neu gespeichert wird. Auch extrem große Dateien wie Filmprojekte sollten in die Liste zum „Nicht-Speichern” aufgenommen werden. Diese Dateien und Verzeichnisse lassen sich nach wie vor manuell mit einem Backup-Programm sichern oder mit dem Befehl „Exportieren” auf einem weiteren Speichermedium ablegen. Auch solche Daten, die man regelmäßig auf CD/DVD brennt, können vom automatischen Backup mit Time Machine ausgenommen werden.

Hausgemachter Ärger

In den ersten Tagen nach dem Start von Time Machine wurden sogar Probleme mit mehreren Apple-Produkten bekannt. So führte die Software anfangs keine Backups über ein WLAN durch. Im März hat Apple jedoch eine Aktualisierung veröffentlicht, die auch eine Datensicherung auf externe Festplatten an einer Apple-AirPort Extreme-Basisstation ermöglicht.

Zwar arbeitet Time Machine auch mit „FileVault“ zusammen, einem in Leopard enthaltenen Programm, mit dem Anwender ihre persönlichen Daten verschlüsseln können. Allerdings werden die codierten Benutzerdaten nicht stündlich, sondern erst bei der Abmeldung des Benutzers gesichert. Das verlängert die Benutzerabmeldung. Der User muss sich also überlegen, ob eine Datensicherung mit Time Machine bei der Verwendung von FileVault überhaupt noch sinvoll ist.

Auch „Aperture”, Apples Fotobearbeitungs-Software, sorgte im Hinblick auf die Backup-Software für Kinderkrankheiten. Da das Ausführen von Backups oder eine Wiederherstellung in Time Machine zu Inkonsistenzen in der Aperture-Datenbank führen konnte, empfahl Apple die Konfiguration von Time Machine ohne automatische Backups. Mit Mac-OS X 10.5.2 wurde dieses Problem jedoch behoben. Seit dieser Version sichert Time Machine offene Datenbanken einfach nicht mehr. Erst wenn Aperture geschlossen ist, legt die Software auch ein Backup der Fotos an.

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