Backup-Software für Mac

Apples Time Machine im Praxistest

20.10.2008 | Autor / Redakteur: Bernhard Schoon / Nico Litzel

Apples „Time Machine” verspricht zuverlässige Backups und eine Wiederherstellung älterer Dateiversionen. In der Praxis treten allerdings noch kleine Mängel auf.
Apples „Time Machine” verspricht zuverlässige Backups und eine Wiederherstellung älterer Dateiversionen. In der Praxis treten allerdings noch kleine Mängel auf.

Seit gut einem Jahr steht Macintosh-Anwendern mit Time Machine ein Backup-Feature zur Verfügung, das ohne Zutun des Nutzers die Datenbestände eines Rechners automatisch sichert. Zeit zu hinterfragen, wie sich Apples Backup-Lösung in der Praxis bewährt.

Die Idee klingt einfach: Man schließe einen externen Datenspeicher an den Mac oder das MacBook an, aktiviere ein Backup-Programm und lasse diese Software alle veränderten Dateien automatisch sichern. Seit Oktober vergangenen Jahres liefert Apple das Betriebssystem Mac OS X 10.5 (Leopard) mit dem Feature „Time Machine” aus, das alle Versionen einer Datei speichert und abrufbar hält. Damit lassen sich sowohl gelöschte Dateien als auch ältere Versionen einzelner Dateien wiederherstellen.

Doch schon kurz nach Marktfreigabe von Leopard und der Backup-Software hagelte es Beschwerden: Einige Anwender bemängelten, dass die Datensicherung mit Time Machine oft viel Geduld erfordere. Der Dienst arbeite sehr träge und das ganze System werde stark verlangsamt. Auch eine permanent sehr hohe CPU-Auslastung fiel beim Sichern besonders großer oder sehr vieler kleiner Dateien auf.

Die langen Wartezeiten ließen sich aber plausibel erklären: Beim ersten Backup braucht Time Machine einige Zeit, um alle vorhandenen Dateien zu sichern und zu indizieren. Ist diese Grundlage erst einmal geschaffen, werden nur noch die Veränderungen abgelegt. Das geht wesentlich flotter vonstatten.

Da die Suchfunktion „Spotlight” auch die Datenbestände des Speichermediums indiziert, werden einzelne Dateien – also auch Fotos oder MP3-Dateien – mehrfach angezeigt, solange man die Indizierung der externen Platte nicht in den Einstellungen von Spotlight abstellt.

Time Machine und besonders große Dateien

Angeblich arbeitet Time Machine auch mit mehreren gängigen Programmen nicht sonderlich gut zusammen. Ein Beispiel liefert das seit Frühjahr erhältliche Microsoft Office mit nativer Unterstützung von Macs mit Intel-Prozessoren. Das neue Entourage, die Mac-Variante von Outlook zur Verwaltung von E-Mails, Kalendereinträgen und Adressen, verfügt jedoch über eine Datenbankdatei, die Time Machine schnell überfordert.

Der Grund: Entourage sichert alle Daten in einer einzigen großen Datenbankdatei. Time Machine hingegen sichert immer wieder diese Datei und nicht nur jene Teile davon, die sich seit der letzten Datensicherung verändert haben oder neu hinzugekommen sind. Dem Grundgedanken von Time Machine entsprechend, werden auch große Dateien nicht überschrieben, sondern ständig neu gesichert, sodass alle früheren Versionen abrufbar bleiben. Das ständige Neukopieren großer Dateien nimmt natürlich sehr viel Zeit in Anspruch und füllt auch ziemlich schnell das Speichermedium.

Weiter mit: Entourage besser ausschließen

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