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Autonomes Fahren Audi RS 7 concept fährt fahrerlos am Limit

| Autor / Redakteur: Thomas Kuther / Rainer Graefen

Eigentlich könnten die Formel 1 ohne menschliche Fahrer auskommen. Das wäre allerdings langweilig. Noch ist das führerlose Autofahren jedoch faszinierend, weil es viele Unwägbarkeiten gibt, wenn analoge und digitale Welt aufeinander treffen. Audi zeigt beim Saisonfinale der DTM ein autonomes Fahrzeug, das im Renntempo den Grand Prix Kurs in Hockenheim absolvierte.

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Der Audi RS 7 concept am Limit: fahrerlos rund um den Hockenheimring
Der Audi RS 7 concept am Limit: fahrerlos rund um den Hockenheimring
(Bild: Audi)

Audi hat einen weiteren bedeutenden Erfolg bei der Entwicklung zum pilotierten Fahren verzeichnet: Vor dem Saisonfinale der Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) war der neueste Technikträger fahrerlos am physikalischen Limit unterwegs.

In knapp mehr als zwei Minuten umrundete der Audi RS 7 piloted driving concept hochpräzise und zentimetergenau den Grand-Prix-Kurs in Hockenheim.

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„Die heutige Top-Performance des Audi RS 7 piloted driving concept unterstreicht die Kompetenz unseres Entwicklungsteams hinsichtlich des pilotierten Fahrens von Audi“, sagt Prof. Dr. Ulrich Hackenberg, Audi-Vorstand für Technische Entwicklung. „Die Ableitungen für die Serie gerade in puncto Präzision und Performance sind für unsere weiteren Entwicklungsschritte sehr wertvoll.“

Speziell aufbereitete GPS-Daten zur Orientierung

Für die Orientierung auf der Strecke nutzt der Technikträger speziell aufbereitete GPS-Daten, die per WLAN nach dem Automotive-Standard und redundant per Hochfrequenzfunk ins Auto übertragen werden. Parallel dazu filmen 3D-Kameras im Auto den Kurs und ein Rechenprogramm gleicht ihre Bildinformationen mit einem an Bord des Autos hinterlegten Datensatz ab. Dadurch kann sich der Technikträger auf der Strecke zentimetergenau orientieren.

Das pilotierte Fahren ist eines der wichtigsten Entwicklungsfelder bei Audi: Die ersten erfolgreichen Entwicklungen reichen bereits zehn Jahre zurück. Die Ergebnisse aus den Erprobungen fließen kontinuierlich in die Serienentwicklung ein.

Erkenntnisse helfen beim Entwickeln weiterer Fahrerassistenzsysteme

Aus den aktuellen Testfahrten am physikalischen Limit leiten die Audi-Ingenieure beispielsweise Erkenntnisse für die Entwicklung von automatischen Ausweichfunktionen in kritischen Fahrsituationen ab.

Schon heute machen die Fahrerassistenzsysteme von Audi das Fahren entspannter und souveräner. In der höchsten Ausbaustufe präsentieren sich diese in den überarbeiteten Modellreihen Audi A6 und Audi A7 Sportback. Das Angebot reicht vom Audi side assist über den Audi active lane assist bis hin zum adaptive cruise control mit Stop&Go-Funktion inklusive Audi pre sense front.

Mitarbeiter der Volkswagen-Konzernforschung, des Electronics Research Laboratory (ERL) und der Stanford University (beide Kalifornien) unterstützen Audi als Partner bei der Weiterentwicklung pilotierter Systeme.

Mehr über das Spektakel am Hockenheimring sehen Sie im folgenden Video:

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