Bilder und andere digitale Medien sind das Geschäft von picturemaxx – und große Datenmengen damit ein zentraler Faktor. Dafür hat das Unternehmen eine neue Infrastruktur für alle Geschäftsprozesse gesucht – und gefunden.
Große Mengen digitaler Bilder und Videos benötigen eine Storage-Infrastruktur mit entsprechender Speicherkapazität.
(Bild: KI-generiert)
Das Münchner Unternehmen picturemaxx, das seit mehr als 40 Jahren am Markt ist, entwickelt heute mit rund 30 Mitarbeitern Software-as-a-Service für die Medienbranche und betreibt führende B2B-Plattformen. Zum Portfolio gehören ein Marktplatz für die Lizenzierung von Bildern und Videos sowie Digital-Asset-Management-Lösungen für Medienunternehmen, Bildagenturen und Museen. Namhafte nationale und internationale Kunden lizenzieren, verwalten und vermarkten darüber ihre Medienbestände und verteilen sie an ihre Partner.
Aktuell erweitert picturemaxx sein Geschäftsmodell in Richtung AI-Economy: Über neue Lösungen können Rechteinhaber ihre Medienbestände als KI-Trainingsdaten anbieten und Publisher-Websites die Nutzung ihrer Inhalte durch KI-Crawler kontrollieren und monetarisieren. Ziel ist es, Content-Anbieter mit neuen Technologien und Märkten zu verbinden und zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten für digitale Inhalte zu erschließen.
Die technische Infrastruktur bildet die zentrale Grundlage für alle Geschäftsprozesse – von der Verwaltung großer Datenbestände bis zu deren Bereitstellung, Verteilung und Abrechnung.
Neue Anforderungen an die Storage-Umgebung
Entsprechend wichtig ist die Storage-Infrastruktur. picturemaxx betrieb über viele Jahre eine Umgebung auf Basis von NetApp, die rund ein Petabyte an Bilddaten der Endkunden beherbergte. Mit der Zeit waren die Anforderungen an Leistungsfähigkeit und Skalierbarkeit gestiegen, und nach fast acht Jahren näherte sich das System dem Ende seines Supportzeitraums. Für picturemaxx gaben diese Gründe den Anlass, die Storage-Umgebung technologisch weiterzuentwickeln.
„Dabei waren für uns vor allem drei Punkte wichtig“, sagt Christian Kerbetz, Director IT bei picturemaxx. „Eine deutlich höhere Performance, mehr Flexibilität bei künftigen Erweiterungen und Zukunftssicherheit beim Support. Wir wollten eine stabile und wirtschaftlich attraktive Lösung, mit der wir auch bei weiterem Wachstum für die nächsten Jahre gut aufgestellt sind.“
Von der Supportverlängerung zur neuen Storage-Plattform
Christian Kerbetz, Director IT der picturemaxx AG, verantwortlich für das Projekt.
(Bild: Ricardo Wiesinger 2026 / picturemaxx)
Zunächst hatte picturemaxx den Support für das bestehende NetApp-System verlängert, um mehr Zeit für die Auswahl und Vorbereitung einer neuen Storage-Plattform zu gewinnen. Als der Wechsel näher rückte, prüfte das Unternehmen gemeinsam mit Logicalis zwei Optionen genauer: eine Erneuerung der NetApp-Infrastruktur sowie eine Lösung auf Basis von Everpure/Pure Storage. Schließlich entschied sich das Unternehmen für den Weg mit Pure Storage. „Ausschlaggebend waren für uns unter anderem die verfügbare Speicherkapazität sowie die über mehrere Jahre kalkulierbaren Supportkosten, die zusätzliche Planungssicherheit schaffen“, so Kerbetz.
Zwei All-Flash-Systeme für unterschiedliche Aufgaben
Die neue Storage-Architektur besteht aus zwei All-Flash-Storage-Systemen. Ein Flash-Array übernimmt die Blockdaten und bindet unter anderem die Hypervisoren an. Auf diesem System liegt ein vergleichsweise kleiner Teil der gesamten Datenmenge, bei dem besonders hohe und konstante Performance gefragt ist.
Für die umfangreichen Bildbestände kommt eine FlashBlade-Plattform zum Einsatz. Sie übernimmt einen deutlich größeren Teil der Daten und ist für den Zugriff auf umfangreiche File-Datenbestände ausgelegt. Insgesamt verfügt picturemaxx damit über knapp 4,5 Petabyte Rohkapazität, womit auch ein weiterer möglicher Anstieg der gespeicherten Datenmengen berücksichtigt ist.
Die neue Everpure-Plattform im picturemaxx Datacenter.
(Bild: picturemaxx)
Logicalis unterstützte das Unternehmen vor allem bei der Auswahl und Umsetzung der passenden Storage-Architektur sowie bei der Erneuerung der Netzwerkkomponenten. Cisco-Nexus-Switches verbinden die Storage-Systeme mit den angebundenen Komponenten. Zugleich wurde die bisherige Architektur vereinfacht, um die Komplexität zu reduzieren und die Datenpfade einheitlicher zu gestalten. Kerbetz geht davon aus, dass die Infrastruktur in dieser Form trotz der rasanten Entwicklungen für einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren gewappnet ist.
Technische Spezialisten von Beginn an eingebunden
Bei der Planung arbeitete picturemaxx nicht nur mit dem Vertrieb, sondern auch mit technischen Spezialisten von Logicalis zusammen, die über Erfahrung mit unterschiedlichen Storage-Lösungen verfügten. Zusätzlich waren Experten von Everpure eingebunden.
Für Kerbetz war dieser direkte technische Austausch besonders wertvoll: „Ich war sehr positiv überrascht, dass so viele kompetente Experten in das Projekt eingebunden wurden. Dadurch konnten wir viele Fragen und Besonderheiten schon im Vorfeld auf technischer Ebene klären und die wichtigsten Punkte für eine möglichst reibungslose Migration besprechen.“
Stand: 08.12.2025
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Installation abgeschlossen, Migration läuft
Die neue Storage-Umgebung ist mittlerweile installiert und in Betrieb. picturemaxx migriert die Kundendaten nun schrittweise selbstständig auf die Everpure-Plattform. Während dieses Prozesses bleibt das bestehende NetApp-System noch Teil der Infrastruktur. Bis zum Ende des Supports wird die Migration vollständig abgeschlossen sein.
Infrastruktur für steigende Datenmengen
Mit der neuen Storage- und Netzwerkarchitektur schafft picturemaxx eine technische Basis, die auf das weitere Wachstum seiner SaaS- und Plattform-Angebote ausgelegt ist. Die hohe Rohkapazität bietet Reserven für wachsende Datenmengen, während die All-Flash-Technologie einen höheren Datendurchsatz und deutlich schnellere Zugriffe ermöglicht.
Verena Schmorleiz, Fachjournalistin aus Köln.
(Bild: VOCATO public relations GmbH)
Die modernisierte Storage- und Netzwerkbasis erhöht zugleich die Zuverlässigkeit der Infrastruktur und schafft bessere Voraussetzungen für stabile Backup-Prozesse. Die kalkulierbaren Supportkosten geben dem Unternehmen zudem mehr Planungssicherheit. „Die Zusammenarbeit hat insgesamt sehr gut funktioniert. Besonders hilfreich war für uns, dass die Betreuung auch nach der eigentlichen Umsetzung sichergestellt war. Wenn Fragen oder Probleme aufkamen, konnten wir sie zeitnah gemeinsam besprechen und lösen“, so Kerbetz abschließend.
* Die Autorin: Verena Schmorleiz, Fachjournalistin aus Köln
Auf einen Blick
• Unternehmen: picturemaxx, Anbieter von SaaS-Lösungen und Plattformen für die Medienbranche,
• Anforderungen an die Storage-Lösung: mehr Performance, Flexibilität und Planungssicherheit,
• Lösung: zwei All-Flash-Systeme von Everpure/Pure Storage für Hypervisoren und Datenbestände,
• Umsetzung: Auswahl und technische Begleitung durch Logicalis.