Online-Umfrage zum CeBIT-Kompendium „Backup & Recovery“ von SearchStorage.de, Teil 6

Backup-Konzepte ändern sich durch Virtualisierung und virtuelle Maschinen

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Durch Virtualisierung ändern sich Backup-Konzepte

Was spricht dagegen, Langzeit-Backup und Archivierung gleichermaßen per Backup-Software zu verwalten?

Einzig die Architektur bzw. die Funktionalität der Backupsoftware spricht dagegen. Zudem werden heute meist Snapshot-Verfahren als Grundsicherung verwendet. Diese sehen im ersten Schritt keine Bandsicherungen vor; hier muss noch das Zusammensetzen der Snapshots als Zwischenschritt erfolgen, um ein funktionsfähiges Image zu haben.

Wie unterscheidet sich das Backup von virtuellen Welten zu dem einer „herkömmlichen“ IT-Infrastruktur?

Der Unterschied zwischen traditionellen und neuen Backup-Konzepten ist primär eine Frage der vorhandenen Zeitfenster für Backup-Jobs, bzw. die Frage: Wann kann eine Service-Verfügbarkeit unterbrochen werden, um den Backupjob auf „herkömmliche“ Weise durchzuführen?

Hier liegt der Hauptgrund für die Überlegung: Wie kann die IT diesen Anforderungen gerecht werden? In einer virtuellen Infrastruktur wird durch Snapshot-Mechanismen die Möglichkeit geschaffen, die Zeitfenster für Backup-Jobs zu vergrößern, da die Unterbrechungen der Services zur Erstellung eines Snapshot sehr kurz sind.

Somit bekommt ein Backup, egal ob Full oder Inkrementell, mehr Zeit, durchgeführt zu werden. Da sich nun die Konzepte GFS oder Tower of Hanoi auf die Art und Weise der Bandsicherungen - um optimale Datensicherheit abzubilden - beziehen, sehe ich diese Konzepte nicht prinzipiell als veraltet an.

Doch gestalten sich die Backup-Konzepte heute meist als Back to Disk und als Archivierung dann auf Band. Diese Konzepte erlauben eine hohe Dichte an Backups in Verbindung mit der langfristigen Sicherung der Daten durch Bandsicherung. Zudem werden heute komplette Virtuelle Maschinen gesichert.

Was müssen Unternehmen bei Backup und Disaster Recovery beachten, wenn Sie eine virtuelle/hybride IT-Infrastruktur besitzen?

Das verwendete Konzept muss auch die flexible und effiziente Nutzung der Infrastruktur unterstützen, das heißt das schnelle Provisionieren von VMs sowie eventuell sogar deren Deprovisionierung und eine große Dichte an VMs per Host. Somit sollte eine Art Autodiscovery unterstützt werden.

Die große Dichte per Host bedeutet eine garantierte optimierte Nutzung der vorhandenen Ressourcen, sowohl Bandbreite als auch CPU und Netzwerk. Dies gilt ebenfalls für hybride Lösungen. Hier sind spezielle WAN-Optimierungen und Deduplikationsverfahren hilfreich, um die Nutzung der Bandbreite optimal zu gestalten und die zu übertragende Datenmenge auf ein notwendiges Minimum zu optimieren.

Welche neuen Herausforderungen werden durch den zunehmenden Einsatz von Cloud-Diensten an die klassischen Konzepte „Backup“ und „Disaster Recovery“ gestellt?

Die Herausforderungen hängen von der Art des Cloud-Dienstes ab: Ist der Dienst als Business kritisch zu betrachten oder nicht? Wo werden die Daten gespeichert? Wie sieht ein Recoverykonzept beim Anbieter aus? Viele Fragen, die sich meist in der Definition der SLAs abbilden lassen und beim Kunden in einer Risikoanalyse wiedergespiegelt werden sollten, müssen hierzu geklärt werden.

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