Atempo Time Navigator sichert Daten des Columbus-Forschungslabors

Backup und Archivierung beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt

27.07.2011 | Autor / Redakteur: Martina König / Nico Litzel

Das Columbus-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen trägt die Verantwortung für das europäische Weltraumlabor. In Abstimmung mit den Missionskontrollzentren der NASA und der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos wird das wissenschaftliche Programm des Weltraumlabors von Oberpfaffenhofen aus koordiniert. (Quelle: DLR)
Das Columbus-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen trägt die Verantwortung für das europäische Weltraumlabor. In Abstimmung mit den Missionskontrollzentren der NASA und der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos wird das wissenschaftliche Programm des Weltraumlabors von Oberpfaffenhofen aus koordiniert. (Quelle: DLR)

Seit der Inbetriebnahme des europäischen Forschungslabors Columbus auf der Internationalen Raumstation (ISS) im Februar 2008 ist das Deutsche Raumfahrt-Kontrollzentrum die wichtigste Institution der bemannten europäischen Raumfahrt. Hier laufen alle Daten zusammen. Der ausfallsichere Betrieb, zu der auch die Sicherung und notfalls eine schnelle Wiederherstellung dieser Daten gehört, entscheidet über den Erfolg der deutschen wie europäischen Raumfahrtprojekte.

Der Schein trügt: Auf den ersten Blick wirkt das bayerische Örtchen Oberpfaffenhofen so beschaulich, dass man kaum glauben mag, dass sich hier das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das Pendant zum NASA-Raumfahrtzentrum in Houston/Texas, und das Deutsche Raumfahrt-Kontrollzentrum (German Space Operation Center, GSOC) befinden.

Die Sicherheit der Columbus-Daten – bestehend aus Sprach-, Video- und den Messdaten der Experimente – steht an oberster Stelle. Hinzu kommt, dass die Raumstation 365 Tage im Jahr eine Rundumbetreuung benötigt und Ausfallzeiten von Systemen auf ein Minimum reduziert werden müssen. Doch das zu Beginn des Projekts installierte Storage Area Network und das Backup-Konzept auf Grundlage einer Tape Library und einer File Sharing- / HSM-Lösung für das hierarchische Speichermanagement erwiesen sich bereits nach kurzer Betriebszeit als instabil und schwer administrierbar. Ein ausfallsicherer Betrieb war somit nicht gewährleistet.

Extreme Sicherheitsanforderungen

„Das und mangelnde Servicemöglichkeiten haben dem alten System das Genick gebrochen. Wir arbeiten in der Luft- und Raumfahrt mit extremen Sicherheitsanforderungen, die bereits die Installation von Standardsystemen zur Herausforderung machen“, so Dr. Rolf Kozlowski, stellvertretende Leitung der Abteilung Kommunikation und Bodenstationen beim DLR. „Sollte ein System ausfallen, würde die ganze Welt auf uns schauen. Deshalb entschieden wir uns nach dem ersten Betriebsjahr des Columbus-Moduls an der Raumstation, einen Ersatz für den gesamten Storage-Bereich samt Backup und Archivierung zu suchen.“ Die neue Architektur sollte dabei bis zum Ende des Columbus-Projekts tragfähig sein. Dieses ist derzeit für das Jahr 2020 angedacht.

Weiter mit: Lokaler Telefonsupport als Alternative zum Remote-Zugriff

 

Das Projekt in Kürze

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