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Atempo Time Navigator sichert Daten des Columbus-Forschungslabors

Backup und Archivierung beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt

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Täglich inkrementelle Backups auf eine Tape Library

Das Backup des gesamten Speichersystems wird zentral mit dem Atempo Time Navigator vorgenommen. Die Software sichert die Daten auf der Hitachi USP VM im Backup-Rechenzentrum täglich inkrementell auf eine Tape Library mit 400 Terabyte nativer Kapazität und nimmt alle zwei Wochen ein Full-Backup für jedes Subsystem vor – jeden Tag für eines der 14 File-Systeme. Die Daten des aktuellen und des Vorjahres verbleiben auf dem Primärspeicher, wo sie notfalls von den Speicheradministratoren über die intuitive Softwareoberfläche des Atempo Time Navigator wiederhergestellt werden können. Insgesamt ergibt sich so eine gesamte Full-Backup-Datenmenge von rund 20 Terabyte.

Sobald die Migration der Daten aus dem alten SAN abgeschlossen ist, wird darüber hinaus mit der Archivierung der Daten mithilfe der Archivierungssoftware Atempo Digital Archive begonnen, die vor Kurzem ebenfalls auf dem Backup-Server implementiert wurde und auf ihren Einsatz wartet. Denn die Archivierungsrichtlinien des DLR schreiben eine Vorhaltung der Daten bis zehn Jahre nach Beendigung des Columbus-Projekts vor, also bis 2030 – falls das Projekt nicht verlängert wird. Sämtliche Daten, die älter als diejenigen des Vorjahres sind, werden dann mithilfe von Atempo Digital Archive zur Speicherplatzoptimierung komplett von dem Diskspeicher auf die kostengünstigeren Bänder der Tape Library verschoben.

Operation am offenen Herzen erfolgreich verlaufen

„Durch die Optimierung der Datenspeicherung und -sicherung haben wir die Anzahl der Ausfälle deutlich reduziert – und die damit verbundenen Kosten auch. Durch unsere neue Backup-Architektur können wir unsere Daten nun jederzeit schnell wiederherstellen und im Notfall auf den Support vertrauen“, zieht Dr. Kozlowski sein Fazit. „Es ist uns gelungen, das lebenswichtige Storage-System des GSOC im laufenden Betrieb zu ersetzen, ohne dass die Raumstation etwas davon bemerkt hat. Wir haben es geschafft, ein Projekt mit einer derart hohen Komplexität und Größenordnung effizient abzuwickeln. Ohne das große Engagement aller Beteiligten wäre das nicht möglich gewesen.“ Und Dirk Neumann von Assistra fügt hinzu: „IT-Prozesse für die Raumfahrt aufzusetzen – das ist schon etwas Einzigartiges!“

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