Kommentar von Marcus Stier, Crossroads

Backups von AS/400-Systemen mit Virtual Tape Libraries

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Durch eine VTL erreicht man zu allen anderen Vorteilen hinzu noch einen hohen Automatisierungsgrad. Ein, vielleicht bisher manuell durchgeführter, Bandwechsel entfällt, bei einer VTL geht das automatisch.

Initial Program Loads

Interessant im Bereich des Desaster-Recovery ist auch der bekannte „IPL-D“ oder „IPL Type D“, die Installation oder der Restore von Programmen und Routinen von einer anderen Installationsquelle, zum Beispiel einem Band. Oder im Falle der VTL, von einem virtuellen Band. Mit einer VTL-Lösung kann man auch diesen Befehl mühelos für das Recovery von Anwendungen einsetzen, da die AS/400 der festen Überzeugung ist, ein physisches Band vorliegen zu haben.

In diesem Zusammenhang ist auch der Export von einem virtuellen Band auf ein physisches Band interessant. Bei einem Export bleiben die Daten, sofern gewünscht, auf der VTL erhalten und werden nur kopiert. Somit sind die für den Initial Program Load notwendigen Prozeduren und Anwendungen auf einem virtuellen und einem physischen Band vorhanden. Für den Fall der Fälle.

Selbstverständlich kann man, je nach VTL Lösung, auch die Daten eines virtuellen Bandes nach einem Export auf ein physisches Band löschen, den Barcode des virtuellen Bandes aber „behalten“. Sollten diese Daten zum Beispiel für ein Recovery gebraucht werden, weiß die VTL, dass ein physisches Band benötigt wird und lädt das korrekte Band mit seinen Daten zurück in die VTL. Somit kann der notwendige Plattenplatz in der VTL immer für die wirklich erforderlichen Daten genutzt werden. Langzeitsicherungen wie die berühmten „Monatssicherungen“, „Quartalssicherungen“ oder „Jahressicherungen“ können auf einem physischen Band liegen und damit auch in einem Panzerschrank, Bunker oder einer Bank.

Windows-, Linux- und Unix-Systeme einfach mitsichern

Sollte nun in bestimmten Umgebungen auch der ein oder andere Server der „offenen Welt“ wie Windows, Linux, Unix vorhanden sein, so sichert man ihn einfach mit – auf der gleichen VTL mit seinen bisherigen Datensicherungskonfigurationen. Mit einigen VTL-Lösungen ist dies machbar.

Ein Thema ist aber nun doch noch offen: die verschiedenen Brandschutzzonen. Mit herkömmlichen physischen Laufwerken ein Thema, das nur schwer anzugehen war. Mit FC-Libraries schon einfacher zu realisieren. Mit der VTL-Lösung jedoch ein spannendes Thema.

Durch die FC-Verbindung kann man die VTL in einem anderen Raum oder gar einem anderen Standort unterbringen. Setzt man dann noch physische FC-Laufwerke oder eine physische Library ein, so kann ich diese an einem dritten Ort unterbringen. Mehr Sicherheit geht nun fast wirklich nicht. Oder doch?

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