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Business Continuity, Hochverfügbarkeit und Disaster Recovery

Basiswissen gegen Ausfallzeiten und Datenverlust

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Dennoch benötigen natürlich auch die Replikationsverfahren eine Infrastruktur zur Datenverdopplung. Das kann prinzipiell eine beliebig lange IP-Strecke zwischen dem primären System und dem Zielsystem sein oder aber eine FC-Verbindung, die mit ausgefeilten Mitteln bis zu 100 Kilometer Distanz überbrücken kann.

Implementiert sind diese Konzepte beispielsweise in den CDP-Produkten von Microsoft, Symantec und natürlich in den begleitenden Tools der Hersteller von Speichersubsystemen. Da das öffentliche Internet keine Planbarkeit bei Übertragungszeit und Latenz ermöglicht, erfolgt die Übertragung asynchron. Handelt es sich jedoch um relativ kurze Strecken, wie etwa bei Speichernetzwerken, so ist auch eine synchrone, dafür aber teurere Kommunikation möglich.

Nur bei der synchronen Replikation ist sichergestellt, dass das Zielsystem eine identische Kopie des Produktivsystems enthält. Bei der asynchronen Replikation ist mit Datenverlusten und Inkonsistenzen zu rechnen.

Datenkonsistenz prüfen

Die Replikation erfolgt mit hardwarenahen Treibern in den Betriebssystemen, die Daten beim Schreiben auf die Speichermedien abfangen und über die gewählte Verbindung schleusen. Im Fehlerfall, wenn der primäre Rechner ausfällt, liegen die Daten relativ aktuell auf dem zweiten System vor. Das heißt aber nun nicht, dass damit direkt weitergearbeitet werden kann. Vor dem Aktivieren des Zielsystems ist die Konsistenz der Daten zu überprüfen.

Vor allem Datenbanksysteme sind kritisch. Hier sind in jedem Fall die Transaktionsprotokolle nachzufahren, um die Datenbank in einen definierten Zustand zu bringen. Ähnliches gilt auch für E-Mail-Systeme wie beispielsweise MS Exchange oder Lotus Notes/Domino.

Einige Hersteller liefern für diese speziellen Anwendungen Zusatzprodukte, die Datenbanken und E-Mail-Systeme in einen definierten Zustand versetzen. Dabei erfolgt eine Abstimmung zwischen der Replikationssoftware und der Applikationsumgebung. So übernehmen beispielsweise Scope von Neverfail, Double-Take mit der gleichnamigen Software oder Wansync von CA auch die Überwachung der Applikationsserver und ihrer -dienste und starten bei Bedarf das Ersatzsystem selbstständig.

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