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Business Continuity, Hochverfügbarkeit und Disaster Recovery

Basiswissen gegen Ausfallzeiten und Datenverlust

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Dieser sammelt die zu sichernden Daten und überträgt sie an den zentralen Backup-Server. Dort angekommen erfolgt im zweiten Schritt das traditionelle Sichern der Daten auf Bänder respektive Festplatten. Um die Daten in der zur Verfügung stehenden Zeit über die WAN-Strecke zu bringen beziehungsweise diese nicht durch die Backups zu überlasten, werden die Datenmengen durch Bit-und-Byte-Inkremente komprimiert. Anstelle ganzer Dateien werden nur die tatsächlich geänderten Blöcke übertragen. Dieses Verfahren wird bei Connected als Delta Block, bei Asigra als Delta Processing und bei CA als Filedelta bezeichnet.

Hersteller Quantum verwendet mittlerweile die Deduplizierung bei der Übertragung zwischen seinen Virtuellen Tape Libraries (VTL). Die Hersteller geben an, damit die zu sichernden Daten um bis zu 90 Prozent reduzieren zu können.

Ganz auf das Backup verzichtet werden kann bei identischen Dateien oder E-Mail-Anhängen. Werden diese schon an der Quelle erkannt, so entfällt natürlich die Komprimierung, Verschlüsselung, Übertragung über das Netz und letztlich eine Sicherung auf die Backup-Medien.

Solche auch Single Instance Storage (SIS) genannten Funktionen finden sich bei Brightstore von CA und beim Dataprotector von Connected. Um hier bestmögliche Resultate zu erzielen, reicht es nicht aus, nur den Dateinamen und den Zeitstempel zu vergleichen. Besser ist der Vergleich über Checksummen (Hash). Die gesamte Prozesskette – Analyse, Komprimierung und Transfer – erfolgt in der Regel asynchron und außerhalb der Hauptgeschäftszeiten, in denen sowohl Server als auch Netze zu sehr beansprucht sind.

Replikationsverfahren

Bei den Replikationsverfahren werden die Änderungen eines produktiven Systems kontinuierlich an ein zweites, im Hintergrund agierendes System (beispielsweise einen Standby-Server) weitergeleitet. Der Begriff Replikation steht hier für die laufende Duplizierung der Daten auf ein beliebiges Sicherungssystem und ist weder von der Hardwaretechnik noch vom Speichersubsystem abhängig. Auch ist die Replikation, so wie sie hier betrachtet wird, nicht auf irgendwelche Organisationsstrukturen bezogen, sondern kann für jegliche Sicherungszwecke eingesetzt werden.

Weiter mit: Replikationsverfahren brauchen eine Infrastruktur zur Datenverdopplung

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