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Das Web immer und überall scheint evident. Was lässt sich dazu noch sagen?
Kyte: Bis zum Jahr 2012 werden mehr als 80 Prozent der Konsumenten und mehr als die Hälfte der Geschäftskunden mindesten 50 Prozent ihrer Applikationen, ihrer Daten und Infrastrukturen über eine Web-Plattform beziehen. „Software as a Service“ ist hier das Stichwort. Dabei ist ein Service Provider ein Dritter, der über einen Web-Plattform-Anbieter einen Dienst und Inhalte anbietet und dafür zumindest dessen Hosting-Angebote nutzt. Kompositionen aus verschiedenen Dienstleistungen sind in diesem Ökosystem lediglich eine Spezialform.
Für die Unternehmen heißt das, sie müssen sich ein Management für dieses Ökosystem zulegen, zum Beispiel für sogenannte „Composite Applications“, also Anwendungen, die sich aus verschiedenen anderen zusammensetzen. Im Übrigen erwarten auch Endanwender von ihren Lieferanten, dass sie sich eigene Anwendungen und Inhalte bauen können, zum Beispiel Archive, Fotobücher, Security und VoIP-Telefone. In diesem Fall lautet das Stichwort „Mashups“. Dass es diese Angebote geben wird, ist keine Frage. Unklar ist, inwieweit sich die Unternehmen beteiligen und darauf vorbereiten – also zum Beispiel der Notwendigkeit nachkommen, derartige Leistungen mess- und abrechenbar zu machen.
Warum sollten Benutzerschnittstellen die Welt erschüttern?
Kyte: Gartner geht etwa davon aus, dass bis 2012 flexible und gebogene Displays soweit gediehen sind, dass sie ganz neue Formfaktoren für den persönlichen Gebrauch hervorbringen werden. Die Anpassungen auf die neuen Oberflächen und Darstellungsmöglichkeiten werden mindestens so aufwendig und teuer wie einst der Umbau auf grafische Oberflächen. Ich denke dabei nicht nur an Dioden, die organisches Licht werfen können, und digitale Zeitungen, sondern auch an Holografie, 3D-Drucke sowie an das Anfassen und Riechen von virtuellen Gegenständen. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die neuen Techniken enorme Auswirkungen auf Medizin und Behandlungsmethoden haben werden, auf Kundendienste und den Verkauf.
Dazu kommt, dass auch die Spracherkennung Fortschritte gemacht hat. Und denken Sie nur an die rein virtuellen Umgebungen im Internet, wie „Second Life“ und „World of Warcraft“.
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