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Von der Administrativen Technologie zur wahren IT

Das Informationszeitalter beginnt erst jetzt!

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Deshalb wird es heftig, wenn die Applikationen zusammenbrechen. Denn für die Qualifikationen, die benötigt werden, gibt es kein globales Sourcing. Auch in Indien mögen die Programmierer mittlerweile keine alten Anwendungen mehr pflegen.

Aber es gibt doch Möglichkeiten, alte Anwendungen zu modernisieren, zum Beispiel sie zu kapseln und in Service-orientierte Architekturen einzubinden.

Kyte: Das sind alles gute Geschichten, wie auch Software als Service. Letzteres ist vor allem der Versuch, mit weniger Menschen mehr Software bereitzustellen. Doch am Ende des Tages werden Leute gebraucht, die mathematische Fähigkeiten haben und wie Ingenieure denken.

Und dies ist ein kulturelles Problem. Früher konnte ein Manager ein Unternehmen gut führen, ohne jemals einen Computer angefasst zu haben. Heute glauben Manager, sie seien IT-Experten, nur weil sie eine Tabellenkalkulation aufrufen können.

Google zum Beispiel nutzt eine solche Tera-Architektur, die aus lauter Low-Cost-Standard-Hardware besteht. Dabei geht der Suchmaschinen-Mogul davon aus, dass jeder der 100.000 Server jederzeit ausfallen kann und ersetzbar ist.

Die Server-Performance hingegen ist zweitrangig. Die Zwei-Wege-Server im Rack sind mit x86er-CPUs bestückt und bieten vermutlich 22-mal mehr CPUs sowie dreimal mehr Speicherkapazität und Plattenplatz als entsprechende Multiprozessor-Server, die dreimal soviel kosten.

Zwar benötigt Google mehr Server. Trotzdem dürfte das System zehnmal kostengünstiger sein als Multi-CPU-Rechner. Das verteilte System erlaubt es dem Internet-Moloch sogar, generös mit seiner Kapazität umzugehen. Für E-Mail-Accounts rechnet der Anbieter jeweils 2,8 Gigabyte ein.

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