Speichertipp: Windows zeigt verschiedene Dateigrößen an – das steckt dahinter Dateigrößen in Windows verstehen

Autor / Redakteur: Thomas Joos / Dr. Jürgen Ehneß

In Microsoft Windows 10 kann die Größe von Dateien auf verschiedenen Wegen angezeigt werden. Es gibt die Werte „Größe“ und „Größe auf Datenträger“. Wir zeigen, was hinter den beiden Werten steckt.

Die „Größe“ gespeicherter Daten und deren „Größe auf Datenträger“ stimmen meist nicht überein.
Die „Größe“ gespeicherter Daten und deren „Größe auf Datenträger“ stimmen meist nicht überein.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Beim Aufrufen eines Verzeichnisses oder einer Datei zeigt Windows auf der Registerkarte „Allgemein“ den Speicherort und die „Größe“ der Datei oder des Verzeichnisses an. Zusätzlich ist noch ein Wert bei „Größe auf Datenträger“ zu erkennen. Die Werte unterscheiden sich häufig etwas. Die Werte werden in Bytes angegeben. Meistens ist der Wert bei „Größe auf Datenträger“ etwas höher.

Mit „Größe auf Datenträger“ zeigt Windows den Verbrauch auf Basis der Speichercluster des Datenträgers an. Die Größe eines Clusters wird beim Formatieren eines Laufwerks festgelegt. Dazu wird der Wert bei „Größe der Zuordnungseinheiten“ festgelegt. In jeder Zuordnungseinheit kann immer nur eine Datei abgespeichert werden. Liegt dieser Wert bei 32 Kilobytes, verbraucht jede Datei auf dem Datenträger mindestens 32 Kilobyte Speicherplatz.

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Wird also eine Datei mit der Größe von 1 KB auf diesem Datenträger gespeichert, dann wird in den Eigenschaften die Größe mit „1 KB“ angezeigt, die „Größe auf Datenträger“ aber mit „32 Kilobyte“. Wenn eine Datei größer als ein Cluster ist, verbraucht sie den kompletten Cluster. Der Rest der Datei wird anschließend in einem weiteren Cluster gespeichert und belegt diesen wiederum komplett. Eine Datei mit der Größe von 34 Kilobyte würde in diesem Fall auf dem Datenträger 64 Kilobyte belegen. Dadurch ergeben sich die Unterschiede bei den Dateigrößen.

Beim Einsatz von NTFS spielen noch weitere Bereiche eine Rolle. Hier können Verzeichnisse auch im Verzeichnis des Dateisystems gespeichert werden, wenn sie sehr klein sind. Außerdem können Dateien und Verzeichnisse auch komprimiert werden. Auch diese Sachverhalte spielen bei „Größe auf Datenträger“ eine wichtige Rolle.

Wer auf NTFS setzt, kann die Clustergröße in der Befehlszeile mit

fsutil fsinfo ntfsinfo <Laufwerksbuchstabe>:

anzeigen, zum Beispiel:

fsutil fsinfo ntfsinfo C:

Die Befehlszeile muss dazu über das Kontextmenü mit erhöhten Rechten gestartet werden. Der Wert für den Datenträger ist bei „Bytes pro Cluster“ in Bytes angegeben.

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Über den Autor

 Thomas Joos

Thomas Joos

Freiberuflicher Autor und Journalist