Im Test: Photorec 6.10, Teil 1

Datenrettung auf Open-Source-Basis

09.02.2009 | Autor / Redakteur: Götz Güttich / Florian Karlstetter

Die Datenwiederherstellungs-Software Photorec unterstützt zahlreiche Datei- und Betriebssysteme.
Die Datenwiederherstellungs-Software Photorec unterstützt zahlreiche Datei- und Betriebssysteme.

Photorec stellt eine Software zum Wiederherstellen gelöschter Dateien und zum Retten von Daten aus defekten Partitionen dar. Das Open-Source-Tool arbeitet unter BSD, DOS, Linux, Mac OS X, Solaris sowie Windows und lässt sich in einem Terminalfenster nutzen. DataCenter-Insider hat die Leistungsfähigkeit des Produkts in der Praxis unter die Lupe genommen.

Christophe Grenier, der Autor von Photorec, stellt sein Datenwiederherstellungswerkzeug in einem gemeinsamen Paket mit einem Tool namens Testdisk im Internet zum Download bereit. Während TestDisk Partitionen und Boot-Sektoren auf Festplatten untersucht, um verlorene Partitionen wiederherzustellen, übernimmt Photorec die Aufgabe, gelöschte Dateien zu retten. Ursprünglich wurde das Tool entwickelt, um verschwundene Bilder auf Speichermedien für digitale Kameras zu finden, inzwischen arbeitet es aber auch mit Festplatten und ähnlichen Komponenten zusammen und rettet zudem auch Dateien ohne Audio- oder Video-Header.

Die Zahl der von Photorec erkannten Dateitypen ist sehr groß und lässt sich über das Konfigurationsmenü der Software einsehen. Zu den unterstützten Dateiformaten gehören u.a. AVI, BMP, CAB, DOC, DOCX, EMLX, EVT, FLV, GIF, GZ, HTML, JPG, MOV, MP3, MOV, MPG, OGG, PDF, PNG, RM, RPM, RTF, SWC, SWF, TAR, VMDK, WAV, WMA und ZIP. Bei JPG-Dateien extrahiert das Tool Zeit und Datum aus dem EXIF-Header und setzt die File-Time entsprechend. Das macht es verhältnismäßig einfach, wiederhergestellte Bilder zu sortieren.

Unter Windows (FAT und NTFS) und Linux (ext2 und ext3) beherrscht Photorec auf Wunsch sowohl das Durchsuchen der ganzen Partition als auch das Analysieren des freien Speicherplatzes. Da Photorec den Partitionstyp ignorieren kann, ist das Tool auch in der Lage, Dateien aus sehr beschädigten File-Systems wiederherzustellen. Besonders gut funktioniert das Progamm mit EXT2, EXT3, FAT, HFS+ und NTFS. Reiserfs wird ebenfalls unterstützt, allerdings mit einigen Einschränkungen.

Unter Linux erkennt Photorec auch /dev/mapper- und /dev/md-Devices, also logische Volumes und Software-RAID-Arrays. Eine integrierte Session-Unterstützung sorgt dafür, dass das Tool sich in seiner Arbeit jederzeit unterbrechen lässt und nach einem Neustart an der gleichen Stelle weitermacht. Diese Funktionalität ist nützlich, da Datenwiederherstellungsprozesse manchmal sehr lange dauern.

Inhalt des Artikels:

  • Seite 1: Datenrettung auf Open-Source-Basis
  • Seite 2: Im Test

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