Cloud Computing ist ein IT-Betriebsmodell, das nicht nur eine hohe Akzeptanz in den Unternehmen hat, sondern das auch von den allermeisten in irgendeiner Form umgesetzt wird – und sei es lediglich durch die Nutzung vereinzelter Cloud-Services.
Auf „Privacy by Design“ alleine sollten sich Cloud-Nutzer nicht verlassen: Eigene, simple Maßnahmen stellen Datensicherheit und Compliance sicher.
Viele Unternehmen verfolgen heutzutage eine „Cloud-first“-, wenn nicht sogar eine „Cloud-only“-Strategie. Da jedoch Cyber-Attacken zu einer immer größeren Bedrohung werden, benötigen die Unternehmen zuverlässige Konzepte und Lösungen, mit denen sich die Datensicherheit in der Cloud gewährleisten lässt. Die sichere Nutzung von Cloud-Services muss deshalb zentraler Baustein einer jeden IT-Sicherheitsstrategie sein.
Niemand sollte sich von der Tatsache, dass die Nutzung der verschiedenen Cloud-Modelle oder -Services so einfach ist, täuschen und zu einem leichtfertigen Umgang mit dem Thema Sicherheit verleiten lassen. Es gibt durchaus Cloud-spezifische Risiken, die es auszuschließen gilt, wenn man als Unternehmen erfolgreich sein will.
Rezept gegen Cloud-spezifische Risiken
Dadurch, dass die Daten in der Cloud verarbeitet und gespeichert werden, haben die Unternehmen nur noch eine indirekte Kontrollmöglichkeit, und ihre alten Perimeterkonzepte decken den Sicherheitsbedarf nicht mehr ab. Auch mögliche Verletzungen von Compliance-Anforderungen, der DSGVO oder des EU-Cyber-Resilienz-Gesetzes müssen vermieden werden. Und bei allem gilt, dass der Cloud-Anbieter hinsichtlich der Datensicherheit eine Mitwirkungspflicht hat, die grundsätzliche Verantwortung allerdings allein beim Unternehmen liegt – dieses ist für die Konzepte und Schutzmaßnahmen verantwortlich.
Und die Möglichkeiten, sich zu schützen, sind vielfältig. Das sehen auch die Analysten von KuppingerCole so. Sie geben aber zu bedenken, dass in ihren Augen nur wenige Verschlüsselungslösungen in der Lage sind, den von der DSGVO geforderten Grundsatz „Privacy by Design“ zu erfüllen. Diese Vorgabe soll sicherstellen, dass ausschließlich derjenige, der seine Daten in der Cloud speichert, auch die Kontrolle über deren Verschlüsselung hat.
Doch das „Privacy by Design“ kann durchaus problematisch sein, wenn es falsch aufgesetzt oder nicht optimal umgesetzt wird. Denn selbst wenn die klassische End-to-End-Verschlüsselung ein Maximum an Sicherheit verspricht, kann sie zugleich ein Problem verursachen – ein Funktionsproblem. Immer wieder lässt sich beobachten, dass End-to-End-Verschlüsselungen bestimmte Funktionen wie beispielsweise das Suchen, Filtern, Analysieren oder Reporten beeinträchtigen – sprich, dass diese Features nur verlangsamt funktionieren. Der Grund: Starke Verschlüsselung gewährleistet, dass betroffene Stellen, die mit verschlüsselten Daten arbeiten, keinen Zugriff auf diese haben.
Datenzentrische Verschlüsselung
Die Lösung all dieser Probleme ist eine datenzentrierte Verschlüsselung. Sie funktioniert wie ein unsichtbarer Schutzschild, der unabhängig von der Anwendung – allein ausgerichtet auf die Daten – betrieben wird. Die datenzentrierte Verschlüsslung besteht aus zwei Elementen: einem Schlüssel und dem Verschlüsselungsalgorithmus. Und nur durch die Anwendung des Schlüssels lassen sich die Daten wieder entschlüsseln. Eine solche datenzentrierte Verschlüsselung etwa bietet zum Beispiel unser Eperi Gateway. Als Netzwerkkomponente erfordert es keine aufwändigen Installationen auf Client- oder Serverseite und erhält alle wichtigen Funktionen wie Suchen oder Sortieren – unter Beibehaltung der Perfomance. Üblicherweise wird das Eperi Gateway als Netzwerk Proxy eingesetzt und arbeitet transparent mit den gängigen Cloud-Diensten, Datenbankanwendungen und Dateispeichern.
Der Ansatz dieser Verschlüsselungstechnologie liegt in der Vereinfachung. Die selektive Verschlüsselung der kritischen Daten erfolgt, noch bevor diese ins Internet oder in die Cloud gelangen. Dieser Schutzschildansatz löst das Problem höchst performant und zugleich sicher. In der digitalen Welt ist es unerlässlich, sensible Unternehmensinformationen zu schützen, und deshalb ist dieses Verschlüsselungsprinzip die bestmögliche Form, um für Datensicherheit in der Cloud zu sorgen.
Einfach genial
Diese Verschlüsselung geschieht unmittelbar im Datenstrom und funktioniert unabhängig von der Cloud-Infrastruktur oder der zu schützenden Cloud-Anwendung – entweder im Unternehmen, in der Cloud oder gehostet von einem Partner. Und das Beste: Der Anwender merkt nichts davon. Als Netzwerkkomponente beziehungsweise Proxy erfordert ein solches Verschlüsselungs-Gateway keine aufwändigen Installationen auf Client- oder Serverseite. Es steuert, welche Datenfelder verschlüsselt, tokenisiert oder im Klartext belassen werden. Damit werden nicht nur die Datenschutzrichtlinien für die Nutzung der Cloud eingehalten, sondern auch der Stand der Technik angewandt, der beispielsweise im Geschäftsgeheimnis-Schutzgesetz (GeschGehG), in Cyberversicherungen oder der D&O Versicherung gefordert wird.
Datenschutz und Privatsphäre in der Cloud könnten nicht nur einfach sein, sie sind es bereits. Praktisch ist zudem, dass ein solches Gateway skalierbar ist und der Datenschutz über nur einen Kontrollpunkt erfolgt, was vor allem bei der Anpassung an Compliance-Vorgaben sehr hilfreich ist. Eine derartige Verschlüsselung sorgt dafür, dass selbst dann, wenn eine Datenschutzverletzung erfolgen sollte, mit den Daten niemand etwas anfangen kann.
Stand: 08.12.2025
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Trotzdem nicht vergessen: das Backup
Wer neben einer datenzentrischen Verschlüsselung über ein solides Backup-Konzept verfügt, dem können selbst moderne, ChatGPT-getriebene Hacks nichts anhaben. Denn auch wer seine Daten verschlüsselt, kann sich nicht davon freimachen, dass seine Daten zerstört werden. Zwar können die Täter dann keinen Nutzen daraus schlagen, aber sie sind im schlimmsten Fall dennoch weg oder zerstört. Schon allein aus diesem Grund ersetzt eine zuverlässige Datenverschlüsselung kein Backup-Konzept.
Wer dabei auf Nummer sicher gehen will, der sollte nach der goldenen Backup-Regel, dem 3-2-1-Prinzip, vorgehen. Dieses besagt, dass ein Unternehmen mindestens drei Kopien seiner Daten sichern sollte, und zwar auf mindestens zwei verschiedenen Medien, wobei eine Backup-Kopie unbedingt außerhalb des Unternehmensstandorts aufbewahrt werden sollte. Unternehmen, die nach diesem Prinzip viele Einzelgeräte sichern müssen, beispielsweise im Homeoffice, können dafür auf ein Backup-Konzept mit Microsoft OneDrive zurückgreifen. Damit werden kontinuierlich alle Daten der Rechner synchronisiert und geschützt – selbstverständlich compliant mit Hilfe der Eperi-Verschlüsselungstechnologie.
Einfach Daten schützen
Einen hundertprozentigen Datenschutz wird es nie geben. Aber Unternehmen, die sich für eine datenzentrierte Verschlüsselung und ein verschlüsseltes Backup entscheiden, sorgen für das bestmögliche Sicherheitsniveau ihrer Daten. Wichtig ist dabei, trotz aller Security-Anforderungen aber auch die Performance und Bedienbarkeit nicht aus dem Auge zu verlieren, denn das sind die unschlagbaren Vorteile moderner Cloud-Computing-Konzepte, und diese gilt es in jedem Fall aufrechtzuerhalten.