Firmeneigene Daten in der Cloud zu speichern, erfordert nicht nur höchste Sicherheitsmaßnahmen, sondern auch die Berücksichtigung gesetzlicher Vorgaben. Sie zu missachten, kann zu empfindlichen Konventionalstrafen führen. Außerdem gilt bei der Cloud-Nutzung das Prinzip der geteilten Verantwortung, das unerwartete Pflichten nach sich zieht.
Auch Cloud-Daten müssen gesichert werden – nicht zuletzt auf Grund gesetzlicher Bestimmungen. Dabei gilt das Shared-Resposibility-Modell.
(Bild: RAVI - stock.adobe.com)
Zu den ersten und wichtigsten Sicherheitsmaßnehmen bei der Nutzung von Cloud-Storage zählt die Verschlüsselung bewegter und abgelegter Daten. Der Kunde kann mittlerweile vielfach seinen eigenen Schlüssel mitbringen (bring your own key), doch für die Übertragung müssen Schlüssel genutzt werden, also mindestens TLS 1.2 oder AES-256. Cloud-Dienstleister bieten dafür eigene Verschlüsselungsdienste (Key-Management-Services, KMS) sowie Dienste für Identitäts- und Zugangsverwaltung (IAM) an.
Die Abläufe für den Ernstfall müssen regelmäßig trainiert werden. Denn ein Systemausfall oder Datenverlust im Fall eines Ransomware-Angriffs wirken sich meist negativ auf das Geschäft aus.
Backup/DR und Cybersicherheit wachsen zusammen und ergeben den Tätigkeitsbereich der Cyber-Resilienz. Gesetze wie DORA oder NIS-2 machen explizite Vorgaben, wie Unternehmen in Europa (und Großbritannien) diese Vorgaben umsetzen müssen. Noch ist der Einsatz von KI-Funktionen in diesem Bereich im Anfangsstadium, aber der Bedarf ist sehr hoch. Unternehmen tun gut daran, Cyber-Resilienz zu automatisieren, um schnellstmöglich auf abnormales Systemverhalten von Daten in ihrem Cloud-Speicher reagieren zu können. Was sie nicht tun können, muss in Dienstgütevereinbarungen (SLAs) festgelegt werden, die der Dienstleister befolgen soll.
Bei der Nutzung der Public Cloud für Storage- und Backup/DR-Zwecke ist generell das Prinzip der „shared responsibility“ zu beachten: Für die Sicherheit der Infrastruktur ist der Cloud-Anbieter verantwortlich, doch für die Datensicherheit ist meist der Kunde selbst zuständig. (Das sieht das Gesetz auch so vor.)
AWS definiert den Unterschied wie folgt auf einer ganzen Webseite ((https://aws.amazon.com/de/compliance/shared-responsibility-model/)): „Sicherheit und Compliance stellen eine geteilte Verantwortlichkeit zwischen AWS und dem Kunden dar. Dieses geteilte Modell bedeutet für den Kunden eine Arbeitsentlastung, da die Komponenten des Hostbetriebssystems und der Virtualisierungsebene von AWS ausgeführt, verwaltet und gesteuert werden und zudem für die physische Sicherheit der Standorte gesorgt wird, an denen die Services ausgeführt werden.
Das Modell der gemeinsamen Verantwortung in der Public Cloud, hier von AWS, bedeutet für die Kunden, dass sie sich um zahlreiche Aspekte selbst kümmern müssen, so etwa um Datensicherheit und Datenschutz.
(Bild: AWS)
Der Kunde ist für das Gastbetriebssystem und dessen Verwaltung (einschließlich Updates und Sicherheitspatches), für andere damit verbundene Anwendungs-Software sowie für die Konfiguration der von AWS bereitgestellten Firewall für die Sicherheitsgruppe verantwortlich.
Kunden sollten sich gut überlegen, welche Services sie auswählen, da ihre Zuständigkeiten von den genutzten Services, von deren Integration in ihre IT-Umgebung sowie von den geltenden Gesetzen und Vorschriften abhängen. Die Art und Weise dieser geteilten Verantwortlichkeit gewährleistet die Flexibilität und Kundenkontrolle, durch die die Bereitstellung ermöglicht wird. Wie im Diagramm unten ersichtlich wird diese Differenzierung der Verantwortlichkeit häufig als ,Sicherheit der Cloud‘ im Gegensatz zu ,Sicherheit in der Cloud‘ bezeichnet.“ (Auf der genannten Webseite finden Nutzer neun weiterführende Themenbereiche, die ihnen bei der Umsetzung behilflich sein sollen, so etwa Zertifikate von Drittanbietern.)
Der Unterschied zwischen „Sicherheit der Cloud“ und „Sicherheit in der Cloud“ ist von entscheidender Bedeutung beim Thema Backup. Oft übertragen Unternehmen Backup-Daten aus dem lokalen Rechenzentrum in eine Public Cloud. Durch eine Wiederherstellung aus der Cloud sollen die Daten im Notfall im lokalen Rechenzentrum möglichst schnell wieder verfügbar gemacht werden. Geht das wirklich so einfach?
Die Mobilität von Daten in Hybrid- und vor allem Multi-Cloud-Umgebungen war bislang jedoch eingeschränkt. Der Cloud-Data-Management-Ansatz (CDM) sieht hier die Sicherung aller Daten mit einem einheitlichen Tool vor, unabhängig davon, ob die Daten im lokalen Rechenzentrum („On-Premises“), in einer privaten, öffentlichen oder mehreren Clouds verschiedener Betreiber vorgehalten werden. Eine intelligente Appliance dient dabei als Gateway zu sämtlichen Clouds und zur Verwaltung der Metadaten. Die CDM-Plattform agiert dabei unabhängig von der Endspeicherumgebung.
Stand: 08.12.2025
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Die Cloud-Anbieter versprechen eine Sicherheit der Infrastruktur an sich, aber nicht der Daten – siehe oben. Hier müssen die Nutzer selbst tätig werden. Dazu gehört auch das Thema Backup & Recovery. Hier sind Eigeninitiative und eine klare Strategie gefragt, um im Krisenfall nicht unvorbereitet da zu stehen.
Goldene Regeln für die Wahl einer Backup- und Disaster-Recovery-Strategie
Die Analysten der Gartner Group haben in ihrem Report „Magic Quadrant for Enterprise Backup and Recovery Software Solutions“ die wichtigsten Regeln für Investitionen in Backup und Disaster Recovery zusammengefasst, allen voran: „Bevorzugen Sie Lösungen, die ein einziges Fenster für die Verwaltung dieser verteilten Umgebungen bieten.“
Hinzu kommt, dass Nutzer am besten solche Backup-Produkte wählen, die Ransomware schnellstmöglich erkennen und entsprechende Maßnahmen einleiten. Anwender sollten sich darüber hinaus „gründlich über den Grad der Ausfallsicherheit der primären Sicherungskopie informieren“. Eventuell bestehe auch eine Notwendigkeit für zusätzliche Sicherungskopien, um die Ausfallsicherheit zu gewährleisten. Backup- und Disaster-Recovery-Produkte müssen zudem sichere und granulare Wiederherstellungstests ermöglichen.
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Eine der zentralen Fragen für nahezu alle Unternehmen lautet: Wohin mit den großen Datenmengen? Unser neues eBook vergleicht Vor- und Nachteile von NAS-Geräten und Cloud-Speicherlösungen. Diese unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht, sei es bei der Skalierbarkeit, Daten- und Zugriffssicherheit und Compliance – doch der Nutzer sollte sich stets die Frage stellen: „Für welche Anwendung benötige ich diesen oder jenen Speichertyp?“