Das Bereitstellen von Datenträgern auf Linux-Systemen ist eine wichtige Voraussetzung dafür, damit das System optimal funktioniert, richtig partitioniert ist und das passende Dateisystem nutzt. Wir zeigen in diesem Beitrag einige Tipps dazu.
Auf Linux-Systemen lassen sich die eingebundenen Datenträger sehr flexibel managen.
(Bild: rcx - stock.adobe.com)
Die Verwaltung von Datenträgern auf Linux-Systemen ist sehr flexibel. Neben den typischen Befehlen für die Partitionierung im Terminal bieten verschiedene Distributionen, zum Beispiel Ubuntu, auch kostenlose grafische Werkzeuge dafür an, beispielsweise GParted. In den meisten Fällen nutzen Admins aber vor allem das Terminal für die Verwaltung von Datenträgern.
Datenträger im Terminal mit fdisk, df, gdisk oder cfdisk auslesen und partitionieren
Für die Verwaltung von Datenträgern sind Root-Rechte notwendig. Daher besteht die Möglichkeit, die ganze Sitzung mit „sudo -s“ damit auszustatten oder die einzelnen Befehle jeweils mit „sudo“ auszuführen. Das gilt für alle nachfolgenden Befehle.
Um sich einen Überblick zu den vorhandenen Laufwerken anzuzeigen, kommt „fdisk -l“ zum Einsatz. Hier zeigt das Terminal nicht die gemounteten Datenträger an, sondern die physischen oder virtuellen Datenträger, die aktuell mit dem System verbunden sind. Um auf einem neuen Datenträger Partitionen zu erstellen, kann ebenfalls „fdisk“ genutzt werden. Die Datenträger eines Computers lassen sich aber auch mit „df -h“ anzeigen. Das Dateisystem zeigt wiederum der Befehl „df -T“ an. Weitere Informationen liefert zudem „lsblk“.
Vorhandene Partitionen auf einem Laufwerk können ebenfalls mit „fdisk“ angezeigt werden, zum Beispiel mit „fdisk -l /dev/sdb“. Um im Terminal von Ubuntu Partitionen auf der Festplatte „/dev/sdb“ (Anzeige mit „fdisk -l“) zu erstellen, sind folgende Schritte möglich:
Der Befehl „sudo fdisk /dev/sdb“ startet das fdisk-Tool. Dieses Tool ermöglicht nicht nur das Anzeigen der verbundenen Laufwerke, sondern parallel noch das Verwalten der Partitionen auf der Festplatte. Einfacher ist die Verwendung von „cfdisk“ oder dem Tool „Laufwerke“ in der grafischen Oberfläche.
Partitionen mit fdisk erstellen
Durch Eingabe des Befehls „n“ kann eine neue Partition erstellt werden. Dabei müssen entweder „p“ für eine primäre Partition oder „e“ für eine erweiterte Partition ausgewählt werden. Als nächstes sind der Anfangs- und Endsektor der neuen Partition einzugeben. Die jeweiligen Vorschläge und Standardwerte zeigt das Tool im Fenster an.
Die Größe der neuen Partition ist abhängig von der verfügbaren freien Speicherkapazität auf der Festplatte. Um die Änderungen zu speichern und das fdisk-Tool zu verlassen, muss der Befehl „w“ verwendet werden.
Im Terminal wird der Befehl „sudo fdisk /dev/sdb“ eingegeben, um das fdisk-Tool zu starten und auf die Festplatte zuzugreifen. Es erscheint eine Warnung, dass fdisk die Partitionstabelle ändern kann, welche mit „y“ bestätigt wird.
Neben fdisk kann auf Ubuntu-Computern mit grafischer Oberfläche parallel auf das Tool „Laufwerke“ gesetzt werden. Parallel zu „fdisk“ für MBR-Datenträger steht noch „gdisk“ für GPT zur Verfügung. Mit „cfdisk“ steht eine textorientierte, grafische Oberfläche bereit. Auch hier erfolgt als Parameter die Angabe des Laufwerks, zum Beispiel „cfdisk /dev/sdb“. Die Adresse zeigt der Befehl „fdisk -l“ an. Die Steuerung in „cfdisk“ erfolgt über die Tastatur.
Partitionen formatieren und mounten
Die Formatierung von Partitionen kann in der grafischen Oberfläche mit dem Tool „Laufwerke“ und der Auswahl von „Laufwerk formatieren“ oben rechts oder im Terminal, zum Beispiel mit „sudo mkfs.ext4 /dev/sdb1“, erfolgen. Als Dateisystem ist zum Beispiel ext4 sinnvoll.
Wenn Laufwerke partitioniert und formatiert sind, lassen sie sich zur Verwendung in Ubuntu mounten (auch „einhängen“ genannt). Der Befehl „fdisk -l“ zeigt die verschiedenen Laufwerke und Partitionen an. Soll zum Beispiel die Partition „/dev/sdb1“ gemountet werden, geht das über einen neuen Ordner, in dem das Laufwerk bereitgestellt wird. Im Terminal wird dazu ein neuer Ordner erstellt, zum Beispiel
mkdir /media/daten
oder
mkdir /mnt/daten
Wenn der Ordner vorhanden ist, kann die Partition „dev/sdb1“ beispielsweise mit folgendem Befehl gemountet werden:
mount /dev/sdb1 /media/daten
Das Terminal zeigt keine Rückmeldung an, wenn alles klappt. In der grafischen Verwaltung mit „Laufwerke“ ist der Mount-Punkt aber für die jeweilige Partition zu sehen. Um auf die Daten des Laufwerks zuzugreifen oder Daten auf dem Laufwerk zu speichern, wird der Einhängepunkt, also der erstellte Ordner, verwendet. Der Mount-Punkt ist zum Beispiel in der grafischen Oberfläche über die App „Dateien“ verfügbar.
Auf dem gleichen Weg kann ein Laufwerk auch „ausgehängt“ werden. Das erfolgt mit dem Befehl „Unmount“ und der Angabe der Adresse oder über das Kontextmenü des Mount-Punktes in der App „Dateien“.
Über das Zahnrad-Icon in der Laufwerke-App von Ubuntu stehen ebenfalls verschiedene Befehle zur Verfügung, um Partitionen zu verwalten, zu ändern oder auch zu löschen. Über „Einhängeoptionen bearbeiten“ lassen sich verschiedene Einstellungen für das Mounten anpassen, zum Beispiel das automatische Einhängen beim Start.
Stand: 08.12.2025
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Gparted nutzen
Eine weitere Möglichkeit für die Verwaltung von Laufwerken, das Partitionieren, Formatieren und Einhängen ist Gparted. Auf Ubuntu-Systemen kann mit „sudo apt install gparted“ heruntergeladen und installiert werden. Das Tool bietet eine grafische Oberfläche, die leichter zu bedienen ist als das Terminal und mehr Möglichkeiten bietet als die Laufwerke-App in Ubuntu. Hier lassen sich zentral alle Aufgaben rund um die Verwaltung von Datenträgern nutzen und Partitionen sehr einfach erstellen, ändern, bereitstellen oder auch löschen.
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