Wenn Anwender Daten oder komplette Festplatten verschlüsseln wollen, kommen häufig Bordmittel wie Bitlocker oder Veracrypt zum Einsatz. Für Windows gibt es noch weitere Möglichkeiten und Tools, die wir in diesem Beitrag vorstellen.
In Windows lassen sich Festplatten nicht nur mit Bordmitteln verschlüsseln, sondern auch mit weiteren Tools, die wir in diesem Artikel vorstellen.
Die Verschlüsselung von Daten und der Schutz von Dokumenten mit Verschlüsselung werden vor allem auf Notebooks und zum Teil auch auf Servern eingesetzt. Im Fall von Windows kommt dabei vor allem Bitlocker zum Einsatz, da die Verschlüsselungstechnologie direkt in Windows Pro/Enterprise und Windows Server integriert ist.
Darüber hinaus stehen noch Veracrypt, der Nachfolger von Truecrypt, und weitere Tools zur Verfügung, mit denen Anwender und Admins Daten verschlüsseln können. Wir haben die Themen umfassend in den folgenden Beiträgen behandelt:
Steganos Daten-Safe für Windows: Ganze Partitionen und Cloud-Speicher verschlüsseln
Neben den beschriebenen Tools lassen sich Datenträger und Dokumente auch mit weiteren Tools von Drittherstellern vor unberechtigtem Zugriff schützen. Ein solches Tool ist Steganos Daten-Safe. Die Anwendung verschlüsselt die Daten mit 384-Bit-AES-XEX-Verschlüsselung (IEEE P1619) und AES-NI-Hardware-Beschleunigung. Steganos Daten-Safe kostet 35 Euro pro Jahr, darf dafür aber auf fünf Geräten installiert werden. Das Tool kann 30 Tage lang kostenlos getestet werden.
Nach der Installation von Steganos Daten-Safe wird zunächst ein neuer Tresor erstellt. Das Tool verschlüsselt daher nicht die komplette Festplatte, sondern nur einen Bereich, in dem besonders schützenswerte Daten abgelegt werden. Allerdings ist es möglich, mit Steganos Daten-Safe komplette Partitionen zu verschlüsseln. Das kann beim Anlegen eines neuen Tresors über den Assistenten ausgewählt werden.
Darüber hinaus kann das Tool auch Daten in Dropbox, Google Drive, OneDrive oder der Telekom-Cloud verschlüsseln. Das geht auch parallel, indem Anwender einen Safe lokal und einen Safe in der Cloud anlegen. Darüber hinaus können auch externe Festplatten, USB-Sticks oder SD-Karten mit Steganos Daten-Safe verschlüsselt werden und als Tresor zum Einsatz kommen. Jeder Safe kann eine maximale Größe von bis zu 2 Terabyte erhalten.
Nachdem ausgewählt ist, wo der Tresor gespeichert wird, ist ein Kennwort für die Verschlüsselung notwendig. An dieser Stelle kann parallel noch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung zum Einsatz kommen. Für den Zugriff können in diesem Fall auch Authenticator-Apps verwendet werden, zum Beispiel Microsoft Authenticator oder Google Authenticator.
Danach erstellt das Tool den Safe für das verschlüsselte Speichern von Daten. Der Zugriff auf diese Daten wird erst nach Eingabe des Kennwortes eingegeben. Steganos Safe bindet die einzelnen Safes ein. Dieses Laufwerk lässt sich genauso nutzen wie jedes andere Laufwerk auch, mit dem Unterschied, dass die Daten darin stark verschlüsselt sind und erst nach Eingabe des Kennwortes sowie der optionalen Zwei-Faktor-Authentifizierung geöffnet werden. Dadurch lassen sich auch komplette Festplatten verschlüsseln und mit einem Kennwort schützen. Wenn der Safe geöffnet und das Kennwort eingegeben wurde, bindet Steganos Data-Safe den kompletten Safe als Laufwerk ein. Dabei kann es sich auch um ein komplettes Laufwerk handeln. Unschön dabei ist allerdings, dass die Quell-Festplatte weiterhin ebenfalls im Explorer erscheint, aber nicht mehr zugreifbar ist. Das kann schnell zum Problem werden, wenn dieses Laufwerk neu formatiert wird. Denn in diesem Fall sind alle Daten im Safe ebenfalls verloren.
Per Doppelklick kann im laufenden Betrieb aus Steganos Daten-Safe heraus ein Safe wieder geschlossen werden. In diesem Fall wird das Laufwerk auch wieder aus dem Explorer ausgeblendet. Durch einen weiteren Doppelklick erscheint es wieder und lässt sich dadurch wieder nutzen. Dadurch können Daten auch im laufenden Betrieb von Windows vor unbefugten Zugriffen geschützt werden, nicht nur beim Starten des Computers.
Stand: 08.12.2025
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Aborange Crypter – Ordner oder Dateien und kostenlos verschlüsseln
Das Tool Aborange Crypter steht eingeschränkt kostenlos zur Verfügung, allerdings nur für Privatanwender. Die kostenlose Version kann zum Beispiel keine selbst entschlüsselnden Container erstellen, bei denen der Zugriff auf die Daten auch ohne Aborange Crypter, aber dennoch mit Verschlüsselung und Kennwort möglich ist. Außerdem kann die kostenlose Version immer nur maximal drei Dateien gleichzeitig verschlüsseln und keine Ordner. Unternehmen müssen daher eine Firmenlizenz für 50 Euro kaufen, um das Tool nutzen zu können. Die Verschlüsselung lässt sich mit AES-256 Bit durchführen.
Aborange Crypter verfügt über eine grafische Oberfläche, in der sich an verschiedenen Orten neue Ordner erstellen und diese verschlüsseln oder entschlüsseln lassen. Ganze Laufwerke kann das Tool nicht verschlüsseln. Bei der Auswahl eines Ordners oder einer Datei in der GUI von Aborange Crypter startet durch das Anklicken der Schaltfläche „Verschlüsseln“ der Vorgang für die Absicherung der Datei oder des Verzeichnisses. Zunächst muss ein Kennwort angegeben werden. Danach kann festgelegt werden, wo die verschlüsselte Datei gespeichert werden soll. Durch einen Doppelklick auf die Datei oder das Verzeichnis öffnet sich automatisch die grafische Oberfläche von Aborange Crypter. Über die Schaltfläche „Entschlüsseln“ und die Eingabe des entsprechenden Kennwortes entschlüsselt das Tool die Daten. Im Gegensatz zu Steganos Daten-Safe werden die verschlüsselten Verzeichnisse nicht als Laufwerk im Explorer eingebunden.
Password Folder: Verzeichnisse mit Kennwörtern über portables Tool schützen
Das kleine Tool Password Folder kann einzelne Laufwerke in Windows mit einem Kennwort schützen. Die Software steht auch als portable Version zur Verfügung und kann in Privathaushalten kostenlos genutzt werden. Für den kommerziellen und uneingeschränkten Einsatz von Password Folder kann das Tool für 30 US-Dollar lizenziert werden.
Nach dem Start des Tools können Anwender Verzeichnisse, die sie mit einem Kennwort versehen wollen, per Drag-and-drop in das Fenster von Password Folder ziehen. Nach der Eingabe eines Kennwortes verschlüsselt das Tool das Verzeichnis. Wenn der Ordner anschließend im Explorer doppelt angeklickt wird, öffne sich erst ein Kennwortfenster. Nach der Eingabe des Kennwortes wird der Ordner schließlich im Explorer geöffnet.
Nach der Installation von Password Folder ist es darüber hinaus auch möglich, über das Kontextmenü von Verzeichnissen durch die Auswahl von „Protect by Password Folder“ einen Ordner mit einem Kennwort zu schützen.
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